Brand in Ein­fa­mi­li­en­haus sorgt für Groß­ein­satz

25. Oktober 2018
von Redaktion

Hemer  Es ist Mitt­woch, 24. Okto­ber 21.35 Uhr, als der Feu­er­wehr Hemer ein Gebäu­de­brand im Orts­teil Dei­ling­ho­fen gemel­det wird. Umge­hend wird der Lösch­zug Ost alar­miert und die Kräf­te der Haupt­wa­che zur Stra­ße „Auf dem Hohen­stein” geschickt. Beim Ein­tref­fen der ers­ten Kräf­te, haben sich die Bewoh­ner des Hau­ses, die sel­ber die Feu­er­wehr geru­fen haben, bereits ins Freie geret­tet. Das Gebäu­de ist jedoch kom­plett ver­raucht, sodass die Alarm­stu­fe auf „Feu­er 2” erhört und der Lösch­zug Mit­te zur Unter­stüt­zung alar­miert wird. Wäh­rend­des­sen ver­sucht ein ers­ter Angriffs­trupp den Brand­herd zu fin­den. Dies gestal­tet sich aller­dings schwie­rig, da kein offe­nes Feu­er zu erken­nen ist. Mit Hil­fe einer Wär­me­bild­ka­me­ra kann eine star­ke Hit­ze­ent­wick­lung im Bereich eines Kamins fest­ge­stellt wer­den.

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Offen­bar hat sich, aus bis­her unbe­kann­ten Grün­den, Dämm­ma­te­ri­al in den Wän­den des Fer­tig­hau­ses ent­zün­det und für die star­ke Rauch­ent­wick­lung gesorgt. Um das bren­nen­de Mate­ri­al löschen zu kön­nen, muss eine Schie­fer­ver­klei­dung im Dach­be­reich des Gebäu­des geöff­net wer­den. Mit einer Ret­tungs­sä­ge wird hier­zu ein Loch in die Fas­sa­de geschnit­ten. Hier­bei kommt auch die Dreh­lei­ter zum Ein­satz, von wo aus die ver­brann­te Dämm­wol­le gelöscht, bezie­hungs­wei­se ent­fernt wird. Bei der erneu­ten Kon­trol­le mit einer Wär­me­bild­ka­me­ra wer­den im Inne­ren des Gebäu­des aber wei­ter­hin hohe Tem­pe­ra­tu­ren gemes­sen. Das Feu­er hat­te sich anschei­nend bereits in der Zim­mer­de­cke aus­ge­brei­tet. Auch hier müs­sen die Kräf­te unter schwe­rem Atem­schutz die Decken­ver­klei­dung ent­fer­nen, um ein wei­te­res Aus­brei­ten zu ver­hin­dern. Ein hin­zu­ge­ru­fe­ner Schorn­stein­fe­ger über­wacht die Arbei­ten im Bereich des Kamins und berät die Feu­er­wehr bei Ihren Maß­nah­men. Um 0.30 Uhr kann der Ein­satz­zen­tra­le „Feu­er aus” gemel­det wer­den und ein Groß­teil der 45 Ein­satz­kräf­te abrü­cken. Der Lösch­zug Dei­ling­ho­fen ver­bleibt zur Sicher­heit noch ca. 30 Minu­ten an der Ein­satz­stel­le, muss aber nicht mehr tätig wer­den. Wäh­rend die Bewoh­ner der Sou­ter­rain­woh­nung, noch in der Nacht, in Ihre Woh­nung zurück­keh­ren, such­ten sich die Bewoh­ner der Brand­woh­nung eine ande­re Unter­kunft für die Nacht.