Brand in einem Gal­va­nik Betrieb – Feu­er 4

24. September 2018
von Redaktion

Iser­lohn  Am Sonn­tag­abend, um 18:52 Uhr, rück­te die Berufs­feu­er­wehr Iser­lohn zu einem Brand an einem Gebäu­de an der Baar­stra­ße in Höhe des Baren­dor­fes aus. Bereits auf der Anfahrt des Lösch­zu­ges konn­te eine beacht­li­che Rauch­säu­le fest­ge­stellt wer­den und das Ein­satz­stich­wort wur­de von Feu­er 1 auf Feu­er 2 erhöht.

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Bei Ein­tref­fen brann­te bereits ein gro­ßer Teil einer Hal­le eines Gal­va­nik­be­trie­bes in vol­ler Aus­deh­nung. Das Ein­satz­stich­wort wur­de erneut erhöht, auf Feu­er 3. Das Ein­satz­stich­wort ist rund 25 Minu­ten nach Ein­satz­be­ginn auf Feu­er 4 erhöht wor­den und somit war die höchs­te Alar­mie­rungs­stu­fe inner­städ­tisch erreicht. Auf Grund des Brand­aus­ma­ßes wur­den meh­re­re Strahl­roh­re und zwei Wen­de­roh­re über Dreh­lei­tern vor­ge­nom­men. Im spä­te­ren Ein­satz­ver­lauf kam auch noch ein Tele­skop­mast aus Dort­mund zur Brand­be­kämp­fung zum Ein­satz. Ein Teil des kon­ta­mi­nier­ten Lösch­was­sers gelang­te in den benach­bar­ten Baar­bach. Ers­te Mes­sun­gen des Lan­des­am­tes für Natur-, Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz (LANUV) erga­ben einen erhöh­ten pH-Wert im Was­ser des Baar­bachs. Im wei­te­ren Mess­ver­lauf nor­ma­li­sier­ten sich die Wer­te. Um wei­te­re Pro­ben des kon­ta­mi­nier­ten Was­sers neh­men zu kön­nen, kamen Trupps unter Che­mie­ka­li­en­schutz­an­zü­gen zum Ein­satz. Das Feu­er war um ca. 4 Uhr unter Kon­trol­le und es wur­den Nach­lösch­ar­bei­ten durch­ge­führt. Eine Brand­si­cher­heits­wa­che über­nahm die Ein­satz­stel­le. Das kon­ta­mi­nier­te Lösch­was­ser wird durch ein Ent­sor­gungs­un­ter­neh­men auf­ge­nom­men und ent­sorgt. Rund 20 Feu­er­wehr­leu­te klag­ten im Anschluss ihres Ein­sat­zes über Übel­keit und Atem­weg­rei­zun­gen, so dass an der Iser­loh­ner Feu­er­wa­che eine Sich­tung der Ein­satz­kräf­te durch den Lei­ten­den Not­arzt des Mär­ki­schen Krei­ses vor­ge­nom­men wer­den muss­te. Die Ver­letz­ten sind in umlie­gen­de Kran­ken­häu­ser trans­por­tiert wor­den. 18 Per­so­nen ver­blie­ben sta­tio­när. Um die hohe Anzahl an Pati­en­ten trans­por­tie­ren zu kön­nen, waren 17 zusätz­li­che Ret­tungs­mit­tel erfor­der­lich. Durch die mas­si­ve Rauch­ent­wick­lung wur­de ein in der Nähe befind­li­ches Restau­rant geräumt. Zudem wur­de die Bevöl­ke­rung über das Scha­dens­er­eig­nis und des­sen Rauch­be­läs­ti­gung über Durch­sa­gen im Radio und der War­nApp NINA infor­miert. Die Poli­zei und Ord­nungs­amt befuh­ren eini­ge Stadt­tei­le Iser­lohns und gaben über Laut­spre­cher die Infor­ma­tio­nen über das Scha­dens­er­eig­nis bekannt. Ein Teil der Iser­loh­ner Sire­nen kamen auch zum Ein­satz. Die Stadt hat­te für wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter der Ruf­num­mer 0 2 3 7 1 – 2 1 7 1 2 3 4 ein Bür­ger­te­le­fon ein­ge­rich­tet. Luft­mes­sun­gen der Mess­kom­po­nen­te des Mär­ki­schen Krei­ses im Umfeld des Bran­des ver­lie­fen nega­tiv. Die Feu­er­wehr Iser­lohn war mit 140 Ein­satz­kräf­ten im Ein­satz. 170 wei­te­re Ein­satz­kräf­te aus dem Mär­ki­schen Kreis von Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst unter­stütz­ten die Kol­le­gen aus Iser­lohn. Der Bereich Baar­stra­ße in Höhe Baren­dorf wur­de weit­räu­mig abge­sperrt.