Sun­dern hat sich für einen „neu­en” Bür­ger­meis­ter ent­schie­den

14. September 2020
von Ute Bosen

Te Pass oder Wil­le­ke – die Wäh­le­rIn­nen ent­schei­den bei der Stich­wahl am 27. Sep­tem­ber

Einen wird einen neu­en Bür­ger­meis­ter geben, so haben es in Sun­dern die Wäh­ler zur Kom­mu­nal­wahl ent­schie­den. Wer das sein wird, steht erst in zwei Wochen end­gül­tig fest. Vier Kan­di­da­ten stan­den zur Wahl, der amtie­ren­de Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del, als einer von ihnen, konn­te nur 12,46 Pro­zent der Stim­men auf sich ver­ei­nen. Auch der von den Bür­gern für Sun­dern auf­ge­stell­te Kan­di­dat Ser­hat Sari­ka­ya blieb mit einem ähn­li­chen Ergeb­nis von 11,29 Stim­men hin­ter den bei­den nun in die Stich­wahl kom­men­den Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten zurück.

CDU Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Ste­fan Lan­ge freut sich bei der Bekannt­ga­be von einem der ins­ge­samt eines der ins­ge­samt 17 von der CDU gewon­nen Direkt­man­da­te

Klaus-Rai­ner Wil­le­ke kommt nahe an die 50 Pro­zent Hür­de

CDU-Kan­di­dat Georg TePass und der als unab­hän­gi­ger Kan­di­dat ange­tre­te­ne Klaus-Rai­ner Wil­le­ke stan­den ges­tern Abend als die bei­den ver­blie­be­nen Kan­di­da­ten auf das Bür­ger­meis­ter­amt fest. Es dau­er­te fast bis in die Nacht hin­ein, bis um 22.45 Uhr schließ­lich alle Wahl­be­zir­ke ihre Stimm­zet­tel aus­ge­zählt hat­ten. Als auch der letz­te der 29 Bezir­ke sei­ne Ergeb­nis­se über­mit­telt hat­te, lag Klaus-Rai­ner Wil­le­ke nicht weit von der magi­schen 50 Pro­zent Hür­de zum Bür­ger­meis­ter­amt ent­fernt. 47,19 Pro­zent der Wäh­ler von Sun­dern gaben ihm ihre Stim­me. Georg Te Pass erreich­te 29,06 Pro­zent der Wäh­ler­stim­men.

 

„Ich hät­te mit schon ein Ergeb­nis über 30 Pro­zent gewünscht“, zeig­te sich Georg Te Pass ein wenig ent­täuscht. Von einer Stich­wahl sei er in jedem Fall aus­ge­gan­gen. Jetzt wer­de man sich gemein­sam mit der CDU auf den 27. Sep­tem­ber vor­be­rei­ten. Der Kan­di­dat der CDU fand aber auch noch Wor­te zum Abschnei­den des, bis zu dem Zeit­punkt amtie­ren­den Bür­ger­meis­ters: „Ehr­lich gesagt, ist das posi­ti­ve an die­sem Abend, dass Bür­ger­meis­ter Bro­del abge­wählt wor­den ist und damit die Blo­cka­de-Poli­tik der letz­ten fünf Jah­re.“

 

 

 

Klaus-Rai­ner Wil­le­ke freu­te sich mit sei­nen vie­len enga­gier­ten Wahl­hel­fern über sein gutes Abschnei­den. „Ich habe schon vor der Wahl viel Rücken­de­ckung aus der Bevöl­ke­rung erfah­ren, die jet­zi­gen fast 20 Pro­zent Vor­sprung  machen mich sehr zuver­sicht­lich, die Stich­wahl in zwei Wochen zu gewin­nen.“

 

CDU gewinnt die Rats­wahl mit knapp 42 Pro­zent

 

Ohne abso­lu­te Mehr­heit gewinnt die CDU mit 41,98 Pro­zent die Rats­wahl in Sun­dern. Mit 17 Sit­zen, einem Rats­kan­di­da­ten mehr als in den letz­ten sechs Jah­ren bleibt sie die stärks­te Kraft im Rat von Sun­dern. Die SPD ver­liert zwei Sit­ze und ist nun mit sie­ben Sit­zen im Rat ver­tre­ten. Die Grü­nen konn­ten zwei Sit­ze dazu gewin­nen und auf fünf Rats­mit­glie­der erhö­hen. Die FDP bleibt wie gehabt mit vier Sit­zen ver­tre­ten, die Bür­ger für Sun­dern erhiel­ten eben­falls vier Sit­ze. Die WiSu wird mit zwei Man­da­ten ver­tre­ten sein.  In zwei Wahl­be­zir­ken gin­gen die Direkt­man­da­te nicht an die CDU. In Sundern/Hagen war es Tho­mas Cra­mer, der erst­mals als ein Mit­glied von Bündnis90/Die Grü­nen ein Direkt­man­dat erziel­te. In Wes­ten­feld war es Rüdi­ger Laufmöl­ler von der FDP dem das Direkt­man­dat wie schon zur Wahl 2014 gelang.