Sauerländer SPD: Reak­ti­vie­rung der Röhrtalbahn rich­tig und wich­tig

14. Juni 2019
von Redaktion

Für die SPD im Hoch­sauer­land­kreis kommt der Antrag für das Aus der Röhr­tal­bahn zur Unzeit (Foto: Dorf­in­fo)

Hoch­sauer­land­kreis. Für die kom­men­de Sit­zung des Kreis­ta­ges im Juli bean­tragt die CDU die Been­di­gung aller Planungsaktivitäten zur Reak­ti­vie­rung der Röhrtalbahn. „Statt einer Reak­ti­vie­rung der Bahn­stre­cke ver­su­chen die Christ­de­mo­kra­ten Schie­ne und Rad gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len“, kri­ti­siert nun die SPD im Hoch­sauer­land­kreis. Dabei sei bei­des möglich. Die Sauerländer SPD sowie die Kreis­tags­frak­ti­on der SPD wei­sen die For­de­run­gen der CDU des­halb ent­schie­den zurück. „Der Antrag ist schlicht­weg rückwärtsgewandt und stellt sich gegen mehr Mobilität im Sauer­land“, erklären der Kreis­vor­sit­zen­de Dirk Wie­se und der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Rein­hard Brüggemann gemein­sam.

Bund und Land för­dern

Tatsächlich, so die SPD, schei­nen die meis­ten Zah­len für eine Reak­ti­vie­rung zu spre­chen, in einem Gut­ach­ten des zuständige Zweck­ver­band Nah­ver­kehr West­fa­len-Lip­pe (ZNWL) her­vor­geht. Hier sei die Reak­ti­vie­rung mit deut­lich über 1,0 bewer­tet wor­den. Mit die­sem Wert stuf­te das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um das Vor­ha­ben 2015 als „sinn­voll“ ein. Die Kos­ten für Instand­set­zung der Stre­cke zwi­schen Hüsten und Sun­dern belie­fen sich auf ca. 13 Mil­lio­nen Euro, die kom­plett durch den Bund und das Land gefördert würden. Ledig­lich bei den Bahnübergängen wären Eigen­mit­tel not­wen­dig, aller­dings sei­en auch die­se bis zu 70 Pro­zent för­der­fä­hig. „Das Geld ist da, man muss nur zugrei­fen“, so der hei­mi­sche Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dirk Wie­se. „Es ist daher unverständlich, dass die­se Möglichkeit von der CDU aktiv blo­ckiert wird.“ Wer den Sinn sol­cher Maß­nah­men hin­ter­fragt, sol­le den Blick in sei­ne Hei­mat­stadt Bri­lon wer­fen, dort wür­de die reak­ti­vier­te Bahn­stre­cke nach Bri­lon Stadt rege benutzt.

SPD: Antrag kommt zur Unzeit

Gegenwärtig lau­fe eine wei­te­re Überprüfung zur Umset­zung der Röhrtalbahn. Der Antrag kom­me daher zu einer „Unzeit“, ergänzte der SPD Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Rein­hard Brüggemann. „Sei­ner­zeit hat die CDU Frak­ti­on einer sol­chen Überprüfung zuge­stimmt, dass sie Rol­le rückwärts macht ist ein­fach nicht zu ver­ste­hen.“ Die Sozi­al­de­mo­kra­ten ste­hen des­halb wei­ter für eine Reak­ti­vie­rung der Röhrtalbahn, denn sie ste­he für mehr Mobilität und damit für eine höhere Attraktivität der Stadt Sun­dern. „Wir wer­den wei­ter für die Röhrtalbahn kämpfen, da können sich die Bürger auf uns ver­las­sen“, erklären die Vor­sit­zen­den abschlie­ßend.