Grund­ren­te und Unter­stüt­zung pfle­gen­der Ange­hö­ri­ger im Fokus der AG 60plus

12. April 2019
von Redaktion

Im Rah­men ihrer Ver­an­stal­tungs­rei­he „AG 60+ unter­wegs in den Städ­ten und Gemein­den des Sauer­lan­des“ waren die Mit­glie­der der AG nun zu Gast in Win­ter­berg (Foto: pri­vat)

Win­ter­berg. In Zusam­men­ar­beit mit der SPD Win­ter­berg dis­ku­tier­te die AG 60plus der HSK-SPD mit inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­gern im Haus Fern­blick in Win­ter­berg über die Fra­gen des Sozi­al­staats, die von der Unter­stüt­zung pfle­gen­der Ange­hö­ri­ger bis hin zum SPD-Grund­ren­ten­kon­zept reich­ten. „Das von Arbeits­mi­nis­ter Huber­tus Heil (SPD) vor­ge­schla­ge­ne Kon­zept über­zeugt, denn es geht um die Sor­gen vie­ler Men­schen vor Armut im Alter und um ein Signal der Aner­ken­nung“, so der AG 60p­lus-Vor­sit­zen­de Fer­di­nand Ross in sei­nem Vor­trag zur Grund­ren­te. Wich­tig für die Anwe­sen­den war, dass jeder über eine Ren­te ver­fü­gen soll, die im Nor­mal­fall das Aus­kom­men im Alter sichert. Die Grund­ren­te – ohne Bedürf­tig­keits­prü­fung – sei ein wich­ti­ger Schritt, um Armut im Alter zu besei­ti­gen.

Die „Sozi­al­po­li­tik muss wie­der ins Zen­trum der poli­ti­schen Dis­kus­si­on rücken – das ist der rich­ti­ge Weg“, beton­ten die Vor­sit­zen­den der SPD Win­ter­berg, Anja Licher-Stahl­schmidt und Jörg Bur­mann nach der Dis­kus­si­ons­run­de. In Gesprä­chen zei­ge sich, dass dies vor allem für Frau­en wich­tig sei, die auf­grund des frü­he­ren Gesell­schafts­bil­des oft nur gerin­ge Ein­zah­lun­gen in die Ren­ten­kas­se geleis­tet haben und nach dem Tod des Part­ners – bei fast glei­chen Kos­ten – erheb­li­che Ren­ten­kür­zun­gen hin­neh­men müss­ten, was zu Armut im Alter füh­re.

Wei­te­re Ver­an­stal­tung geplant

Nach einem Vor­trag von Isa­bell Hiob zum The­ma Pfle­ge­un­ter­stüt­zung durch den Gesetz­ge­ber schil­der­te die Ein­rich­tungs­lei­te­rin den Anwe­sen­den die jüngs­te Geschich­te des Hau­ses und den Weg von der Mut­ter-Kind-Kli­nik zur offi­zi­ell ers­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tung in Deutsch­land für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge in Beglei­tung des pfle­ge­be­dürf­ti­gen Part­ners. Das Kon­zept lege den Fokus auf die oft drin­gend not­wen­di­ge Erho­lung der pfle­gen­den Per­son nebst Hil­fe­stel­lun­gen für die lang­fris­ti­ge Ent­las­tung und neh­me gleich­zei­tig Rück­sicht auf die tie­fe Bin­dung zwi­schen dem Pfle­gen­den und dem Pfle­ge­be­dürf­ti­gen.

Nach der Dis­kus­sio­nen waren sich alle Teil­neh­mer einig, dass es sich um eine sehr gelun­ge­ne Ver­an­stal­tung mit vie­len Infor­ma­tio­nen zu den The­men gehan­delt habe und eine Fol­ge­ver­an­stal­tung zur Ver­tie­fung die­ser kom­ple­xen The­ma­tik geplant wer­den sol­le.