Franz Mün­te­fe­ring dis­ku­tiert mit Vor­stand der AG 60plus Her­aus­for­de­run­gen des Alters

26. April 2019
von Redaktion

Franz Mün­te­fe­ring (5.v.l.) war jetzt als Vor­sit­zen­der der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Senio­ren-Orga­ni­sa­tio­nen (BAG­SO) nach Hach­en ins Sport- und Tagungs­zen­trum gekom­men, um mit den AG-Vor­stands­mit­glie­dern über die gesell­schaft­li­chen Zie­le der BAG­SO zu spre­chen (Foto: pri­vat)

Hach­en. Zu einem inten­si­ven Mei­nungs­aus­tausch tra­fen sich jetzt der Vor­stand der AG 60plus der Sun­derner Sozi­al­de­mo­kra­ten mit Franz Mün­te­fe­ring. Die­ser war in sei­ner Eigen­schaft als Vor­sit­zen­der der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Senio­ren-Orga­ni­sa­tio­nen (BAG­SO) nach Hach­en ins Sport- und Tagungs­zen­trum gekom­men, um mit den AG-Vor­stands­mit­glie­dern über die gesell­schaft­li­chen Zie­le der BAG­SO zu spre­chen. Mün­te­fe­ring, der durch enge Kon­tak­te mit alten Weg­ge­fähr­ten nach wie vor sehr gut mit den ört­li­chen Gege­ben­hei­ten in Sun­dern ver­traut ist, ver­ab­re­de­te sich mit den Ver­tre­tern der AG 60plus, um geeig­ne­te Ide­en zu ent­wi­ckeln, die hel­fen kön­nen, die oft schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen im Alter zu ver­bes­sern.

Die BAG­SO, in der über 100 Ver­bän­de zusam­men­ge­schlos­sen sind und die meh­re­re Mil­lio­nen Men­schen ver­tritt, so Mün­te­fe­ring, ver­steht sich als Lob­by der älte­ren Men­schen und ver­tritt deren Inter­es­sen gegen­über Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft.
Enga­giert und sach­ori­en­tiert zeig­te der BAG­SO-Vor­sit­zen­de in sei­ner Gesprächs­er­öff­nung anhand von sechs inter­es­san­ten Punk­ten das brei­te The­men­spek­trum der Arbeit der Orga­ni­sa­ti­on auf. So sind die Dar­stel­lung eines rea­lis­ti­schen Alters­bil­des in der Gesell­schaft und die brei­te Unter­stüt­zung bei der Ver­wirk­li­chung eines selbst­be­stimm­ten Lebens im Alter wich­ti­ge Pfei­ler der BAG­SO-Arbeit. Dar­über hin­aus, so Mün­te­fe­ring, ist es eine zen­tra­le Auf­ga­be für die BAG­SO und für die gesam­te Gesell­schaft, die gesell­schaft­li­che Teil­ha­be älte­rer Men­schen zu för­dern und ein soli­da­ri­sches Mit­ein­an­der der Genera­tio­nen zu sichern. Bei der Dis­kus­si­on der The­men „gesund­heit­li­che und pfle­ge­ri­sche Ver­sor­gung“ und „Schutz der Inter­es­sen älte­rer Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher“ fand man schnell Anknüp­fungs­punk­te zur Kom­mu­nal­po­li­tik in Sun­dern.

So berich­te­ten die Vor­stands­mit­glie­der den BAG­SO-Vor­sit­zen­den dar­über, dass es auch im Bereich der amt­li­chen Betreu­ung Punk­te gibt, die einer Ver­än­de­rung und Ver­bes­se­rung bedür­fen. So ist es nach Ansicht der Vor­stands­mit­glie­der oft schwie­rig die zustän­di­gen Betreu­er und Sach­be­ar­bei­ter zu kon­tak­tie­ren. Unklar blieb in der Dis­kus­si­on die Fra­ge nach der erfor­der­li­chen Qua­li­fi­ka­ti­on der amt­lich ernann­ten Betreu­er und die Über­prü­fung deren Arbeit.

Arbeits­ver­dich­tung in der Pfle­ge nimmt zu

Im wei­te­ren Gesprächs­ver­lauf wur­de die Gesprächs­run­de von Prak­ti­ke­rin­nen dar­über infor­miert, dass es aus ihrer Sicht auch in Sun­dern zu einen Pfle­ge­not­stand im Bereich er ambu­lan­ten Pfle­ge kom­men kann. So lie­gen der AG Infor­ma­tio­nen dar­über vor, dass es auch in Sun­dern ambu­lan­te Pfle­ge­diens­te gibt, die nicht mehr in der Lage sind, neue Pati­en­ten auf­zu­neh­men. Dar­über hin­aus berich­ten Pfleg­kräf­te von einer erheb­li­chen Zunah­me der Arbeits­ver­dich­tung.

Aus der Tat­sa­che, dass bei häus­li­chen Unfäl­len etwa drei­mal soviel Men­schen als im Stra­ßen­ver­kehr zu Tode kom­men, ergibt sich nach Ansicht von Mün­te­fe­ring, für alle gesell­schaft­li­chen Kräf­te die Not­wen­dig­keit, die Infor­ma­tio­nen zu dem The­ma Prä­ven­ti­on in Haus­hal­ten deut­lich zu ver­bes­sern. Oft­mals sind bei die­sen töd­li­chen Unfäl­len beson­ders älte­re Men­schen betrof­fen. Die­sen Punkt wol­len die Mit­glie­der der AG 60plus daher in der nächs­ten Zeit auf­grei­fen und dar­über dis­ku­tie­ren, wel­che Mög­lich­kei­ten auch in einer Kom­mu­ne ergrif­fen wer­den kön­nen, die­se gro­ße Gefähr­dung zurück­zu­drän­gen.

Aus­drück­lich begrüßt wur­de von Franz Mün­te­fe­ring, dass das durch den Bür­ger­meis­ter und die Stadt­ver­wal­tung initi­ier­te und vom Bund geför­der­te städ­ti­sche Pro­jekt „MeDi­KuS“, in Zusam­men­ar­beit mit dem For­schungs­kol­leg Sie­gen (FoKoS) nun in Sun­dern ange­lau­fen ist. Ziel ist es, gemein­sam mit ört­li­chen Haus­arzt- und Fach­arzt­pra­xen die Poten­tia­le der digi­ta­len oder tele­me­di­zi­ni­schen Ver­sor­gung zu unter­su­chen und dadurch die Arbeit der ansäs­si­gen Ärz­tin­nen und Ärz­te zu erleich­tern. Sol­che und ähn­li­che Pro­jek­te, so Mün­te­fe­ring, sind gut geeig­net, auch zukünf­tig die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung, auch die der länd­li­chen Bevöl­ke­rung, auf Dau­er auf einem hohen Niveau zu hal­ten.