Weni­ger Zuschuss­be­darf für den Jugend­be­reich

18. April 2013
von Redaktion

Der Mär­ki­sche Kreis spart durch struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen im Jugend­be­reich 837.000 Euro Aus­ga­ben.
Wäh­rend ande­re Jugend­äm­ter über wei­ter stei­gen­de Kos­ten berich­ten, hat sich der Zuschuss­be­darf für den Jugend­be­reich beim Mär­ki­schen Kreis posi­tiv ent­wi­ckelt. Der Finanz­be­darf für das lau­fen­de Haus­halts­jahr liegt nach Aus­kunft des Krei­ses um 837.000 Euro nied­ri­ger als im Jahr 2012. Für die­ses Jahr wird mit Aus­ga­ben in Höhe von 20,88 Mil­lio­nen Euro gerech­net.
 
„Trotz stei­gen­der Fall­zah­len und Mehr­haus­ga­ben für den Aus­bau der Betreu­ungs­an­ge­bo­te für unter 3-jäh­ri­ge Kin­der ist es uns gelun­gen, die Kos­ten zu sen­ken”, erklärt Ecke­hard Beck, Fach­be­reichs­lei­ter Jugend und Bil­dung beim Mär­ki­schen Kreis.
Dies sei zu einem erheb­li­chen Teil auf die posi­ti­ve Ent­wick­lung im Sozia­len Dienst sowie bei der Wirt­schaft­li­chen Jugend­hil­fe zurück­zu­füh­ren, ergänzt Beck. „Seit Ende 2008 wur­den bei der Gewäh­rung von Jugend­hil­fe orga­ni­sa­to­ri­sche, per­so­nel­le und vor allem fach­li­che Ver­än­de­rungs­pro­zes­se initi­iert, die seit 2011 deut­li­che Aus­wir­kun­gen zei­gen.”
 
Für die acht klei­ne­ren Städ­te und Gemein­den, für die der Kreis Trä­ger der Jugend­hil­fe ist, bedeu­te dies eine Sen­kung der dif­fe­ren­zier­ten Kreis­um­la­ge. Der Kreis­tag habe in sei­ner jüngs­ten Sit­zung den Hebe­satz der dif­fe­ren­zier­ten Kreis­um­la­ge auf 17,98 Pro­zent­punk­te fest­ge­setzt.
 
„Die finan­zi­el­len Ver­bes­se­run­gen konn­ten wir vor allem durch die Ein­füh­rung von Stan­dard­ver­fah­ren, den Ein­satz des Sozi­al­päd­ago­gi­schen Kri­sen­in­ter­ven­ti­ons­diens­tes zur Ver­mei­dung von lang ange­leg­ten Hil­fen errei­chen. Die­se Hil­fen kön­nen wir jetzt auch noch bes­ser steu­ern”, erläu­tert Ecke­hard Beck. Dar­über hin­aus set­ze man ver­stärkt auf ambu­lan­te Maß­nah­men, was die Not­wen­dig­keit sta­tio­nä­rer und teu­rer Unter­brin­gung von Jugend­li­chen sowie die Dau­er der Hil­fe­leis­tun­gen deut­lich sen­ke. „Wich­tig ist aber, dass alle not­wen­di­gen Hil­fen selbst­ver­ständ­lich geleis­tet wer­den. Das zeigt sich auch an den unver­än­dert hohen Fall­zah­len.”
 
Ecke­hard Beck wei­ter: „Gute Effek­te haben sich auch durch den Aus­bau des Pfle­ge­kin­der­diens­tes erge­ben. Sehr wirk­sam war die neue Ver­trags­ge­stal­tung mit Anbie­tern ambu­lan­ter Maß­nah­men, die eben­falls ohne eine Leis­tungs­re­du­zie­rung erheb­li­che Ein­spa­run­gen gebracht haben.” Die Auf­wen­dun­gen für die Wirt­schaft­li­chen Hil­fen konn­te so im Haus­halts­an­satz 2013 auf 8,55 Mil­lio­nen Euro gesenkt wer­den. Im Rech­nungs­er­geb­nis 2010 lagen sie noch bei 9,31 Mil­lio­nen Euro.
Um 610.000 Euro auf 7,53 Mil­lio­nen Euro (Haus­halts­an­satz 2013) sei­en dage­gen die Aus­ga­ben des Krei­ses durch den Aus­bau der Betreu­ungs­an­ge­bo­te für unter 3-jäh­ri­ge Kin­der in den letz­ten Jah­ren gestie­gen.