Schü­ler fit machen für den Beruf

16. April 2013
von Redaktion

Steuerungsgruppe "Neues Übergangssystem Schule - Berufe" nimmt im Märkischen Kreis seine Arbeit auf, Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis

Steue­rungs­grup­pe „Neu­es Über­gangs­sys­tem Schu­le – Beru­fe” nimmt im Mär­ki­schen Kreis sei­ne Arbeit auf, Foto: Ulla Erkens/​Märkischer Kreis


Mär­ki­scher Kreis. (pmk). Steue­rungs­grup­pe für die Umset­zung des Lan­des­pro­jekts „Neu­es Über­gangs­sys­tem Schu­le und Beruf” im Mär­ki­schen Kreis nimmt sei­ne Arbeit auf.
Mit dem Ziel im Mär­ki­schen Kreis eine stan­dar­di­sier­te Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung ab Klas­se 8 zu eta­blie­ren, tra­fen sich jetzt Ver­tre­ter aus Wirt­schafts­ver­bän­den, Gewerk­schaft, Schu­le, Kom­mu­nen, Schul­auf­sicht sowie der Bun­des­agen­tur für Arbeit und dem Job­cen­ter zur ers­ten Sit­zung der Steue­rungs­grup­pe „Neu­es Über­gangs­sys­tem Schu­le-Beruf” im Lüden­schei­der Kreis­haus. Der Mär­ki­sche Kreis über­nimmt hier­mit die Kom­mu­na­le Koor­di­na­ti­on für die Umset­zung des NRW Landesprojektes.
 
Ecke­hard Beck, Fach­be­reichs­lei­ter Jugend und Bil­dung des Mär­ki­schen warb in sei­ner Eröff­nung für ein kon­struk­ti­ves Mit­ein­an­der und stell­te kurz die Eck­pfei­ler des neu­en Pro­gramms vor. Dazu gehö­ren unter ande­rem eine indi­vi­du­el­le Poten­ti­al­ana­ly­se mit Stär­ken und Res­sour­cen der Jugend­li­chen, eine sys­te­ma­ti­sche Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung ab Klas­se 8 mit Berufs­fel­der­kun­dun­gen und Prak­ti­ka, spe­zi­fi­sche Ange­bo­te für Jugend­li­che mit För­der­be­darf und kon­kre­te Anschluss­ver­ein­ba­run­gen für Jugend­li­che der Abgangsklassen.
 
Jugend­li­chen, die sich als noch nicht ‚aus­bil­dungs­reif’ erwei­sen, soll ein ziel­füh­ren­des indi­vi­du­el­les Ange­bot gemacht wer­den, wie sie die­se Rei­fe und damit eben­falls eine Aus­bil­dungs­per­spek­ti­ve erlan­gen kön­nen. War­te­schlei­fen sol­len dabei ver­mie­den wer­den. Die Teil­neh­mer der Steue­rungs­grup­pe begrüß­ten das neue Pro­gramm, das ver­bind­lich für alle Schul­for­men in Nord­rhein-West­fa­len ein­ge­führt wer­den soll.
Ein wei­te­res Hand­lungs­feld ist die Stei­ge­rung der Attrak­ti­vi­tät des dua­len Sys­tems. Die Ein­stiegs- und Auf­stiegs­chan­cen der betrieb­li­chen Aus­bil­dung sol­len deut­li­cher gemacht wer­den. Auch die Aner­ken­nung von beruf­li­chen Kom­pe­ten­zen auf Stu­di­en­gän­ge oder die gleich­zei­ti­ge Erlan­gung von Aus­bil­dung und Fach­hoch­schul­rei­fe soll erwei­tert werden.
 
Die Lan­des­re­gie­rung hat das Pro­jekt 2012 mit sie­ben Refe­renz­kom­mu­nen gestar­tet. 2013 ist der Mär­ki­sche Kreis mit 23 wei­te­ren Kom­mu­nen in den Umset­zungs­pro­zess ein­ge­stie­gen, der bis 2019 in allen wei­ter­füh­ren­den Schu­len rea­li­siert sein soll.
Für die Umset­zung hat das Land die Krei­se und kreis­frei­en Städ­te mit der Kom­mu­na­len Koor­di­nie­rung beauf­tragt. Die­se Auf­ga­be über­nimmt für den Mär­ki­schen Kreis das Regio­na­le Bil­dungs­bü­ro. Zwei zusätz­li­che Diplom- Sozi­al­ar­bei­ter wur­den hier­mit betraut: Bir­git Schroe­der hat zuvor die Jugend­bil­dungs­stät­te des Mär­ki­schen Krei­ses gelei­tet, Micha­el Her­get war vor­her im Gesund­heits­we­sen tätig.
 
Um das neue Über­gangs­sys­tem Schu­le und Beruf sys­te­ma­tisch auf­zu­bau­en, wer­den sie die erfor­der­li­chen Abstim­mungs­pro­zes­se zwi­schen den Akteu­ren in den Kom­mu­nen, den Schu­len, Berufs­schu­len, den Unter­neh­men und Wirt­schafts­ver­bän­den, der Bun­des­agen­tur für Arbeit, dem Job­cen­ter Mär­ki­scher Kreis und der Schul­auf­sicht orga­ni­sie­ren. Zur bes­se­ren Ver­net­zung wur­de nun die Steue­rungs­grup­pe ein­ge­setzt. Ihre Teil­neh­mer bestim­men die Schwer­punk­te der Arbeit und trans­por­tie­ren die Inhal­te der Vereinbarungen.
 
Berufs­ori­en­tie­rung ist an den Schu­len im Mär­ki­schen Kreis nicht neu. In allen Schu­len ist ein Koor­di­na­tor für die Stu­di­en- und Berufs­ori­en­tie­rung (Stu­BO-Koor­di­na­tor/-Koor­di­na­to­rin) ver­bind­lich. Dabei nut­zen die Schu­len unter­schied­li­che Pro­gram­me zur Berufs­wahl­ori­en­tie­rung. Ein Groß­teil der Schu­len arbei­tet bereits mit dem Job­Na­vi des Regio­na­len Bil­dungs­bü­ros. In allen Schu­len absol­vie­ren die Schü­ler ab der 8. Klas­se Betriebs­prak­ti­ka. Die Zahl und die Dau­er der Prak­ti­ka und die Inten­si­tät der Berufs- oder Stu­di­en­vor­be­rei­tung vari­ie­ren bei den unter­schied­li­chen Schul­for­men. Mit dem Neu­en Über­gangs­sys­tem Schu­le-Beruf wer­den die Stan­dards der Berufs­ori­en­tie­rung für alle Schul­for­men der Sekun­dar­stu­fe I wei­test­ge­hend ver­bind­lich und einheitlich.