Mehr Geld für Kos­ten der Unterkunft

25. September 2013
von Redaktion

Mehr Geld für Kos­ten der Unterkunft

Zahl der Bedarfs­ge­mein­schaf­ten höher als erwartet

Mär­ki­scher Kreis. (pmk). Knapp 16.800 Bedarfs­ge­mein­schaf­ten zähl­te das Job­cen­ter Mär­ki­scher Kreis in die­sem Jahr durch­schnitt­lich. 700 mehr aus vor­her­ge­sagt. Das führt beim Kreis zu erheb­li­chen Mehr­aus­ga­ben bei den Kos­ten der Unter­kunft. Am Ende des Jah­res könn­ten es ins­ge­samt 71 Mil­lio­nen Euro sein.

Der Mär­ki­sche Kreis wird in die­sem Jahr deut­lich mehr Geld an Hartz IV-Emp­fän­ger zah­len müs­sen als geplant. Bei der Berech­nung der Auf­wen­dun­gen für die „Kos­ten der Unter­kunft“ von Leis­tungs­be­zie­hern war der Kreis von einer durch­schnitt­li­chen Anzahl von 16.100 Bedarfs­ge­mein­schaf­ten aus­ge­gan­gen. Dies hät­te den Kreis­haus­halt mit rund 67 Mil­lio­nen Euro belas­tet. Tat­säch­lich liegt die Zahl der Bedarfs­ge­mein­schaf­ten im Jah­res­schnitt bei knapp 16.800. Das erfuh­ren die Mit­glie­der des Aus­schus­ses für Gesund­heit und Sozia­les in ihrer jüngs­ten Sit­zung im Lüden­schei­der Kreis­haus aus dem Bericht des Bereichs­lei­ters Fried­rich Hah­ne vom Job­cen­ter Mär­ki­scher Kreis. „Wir lie­gen jetzt schon bei 71 Mil­lio­nen Euro bei den Kos­ten der Unter­kunft zum Jah­res­en­de“, ergänz­te Vol­ker Schmidt, Fach­be­reichs­lei­ter Gesund­heit, Sozia­les und Ver­brau­cher­schutz beim Kreis. Davon müs­se zwar der Bun­des­zu­schuss in Höhe von 33,8 Pro­zent abge­zo­gen wer­den, den­noch blei­be eine deut­lich sie­ben­stel­li­ge Sum­me zusätzlich.

 

„Seit dem Ende der Wirt­schafts­kri­se sta­gnie­ren wir auf einem Niveau“, berich­te­te Fried­rich Hah­ne den Gesund­heits- und Sozi­al­po­li­ti­kern des Krei­ses. „Der gro­ße Schub, der gro­ße kon­junk­tu­rel­le Anreiz ist nicht da.“ Dar­über hin­aus habe sich der Anteil der Ein-Per­so­nen-Bedarfs­ge­mein­schaf­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren von 48 Pro­zent auf 53 Pro­zent erhöht. Gestie­gen, um 3,6 Pro­zent auf gut 22.800, sei auch die Anzahl der erwerbs­fä­hi­gen Leis­tungs­be­rech­tig­ten. Erhöht habe sich zudem der Anteil der unter 25-Jäh­ri­gen an den Arbeits­lo­sen in den letz­ten 13 Mona­ten – um 13,3 Pro­zent auf 957. Eine wei­te­re Zahl aus dem Hah­ne-Bericht: Die Anzahl der Auf­sto­cker von Arbeits­lo­sen­geld I stieg in den ver­gan­ge­nen 13 Mona­ten um 27 Pro­zent. Im August muss­ten 340 Men­schen trotz ihres Jobs zusätz­li­che Leis­tun­gen bean­tra­gen, um leben zu können.

 

Wie inten­siv sich das Job­cen­ter auch um Men­schen küm­mert, die sich aus dem Leis­tungs­be­zug selb­stän­dig gemacht haben, beleg­te Fried­rich Hah­ne anhand einer zwei­ten Sta­tis­tik. 410 Män­ner und Frau­en, knapp zwei Pro­zent aller erwerbs­fä­hi­gen Leis­tungs­be­rech­tig­ten, wer­den vom Job­cen­ter mit Rat und Tat beglei­tet und finan­zi­ell wei­ter unterstützt.

 

Bei nur einer Gegen­stim­me votier­ten die Aus­schuss­mit­glie­der dann noch für die Gebüh­ren­an­he­bung für Amts­hand­lun­gen nach dem Gesetz über den Öffent­li­chen Gesund­heits­schutz. Die­se Gebüh­ren waren in den ver­gan­ge­nen zwölf Jah­ren nicht  ange­passt wor­den. Ein­stim­mig pas­sier­te der Ver­wal­tungs­vor­schlag zur Ände­rung der öffent­lich-recht­li­chen Ver­ein­ba­rung zur zen­tra­len Heil­prak­ti­ker­prü­fung bei der Stadt Dort­mund den Aus­schuss. Zur Kennt­nis nah­men die Kreis­po­li­ti­ker die Infor­ma­tio­nen zur Inter­dis­zi­pli­nä­ren Früh­för­de­rung im Mär­ki­schen Kreis