Mär­ki­scher Kreis ver­öf­fent­licht ers­te kreis­wei­te CO2-Bilanz

18. Dezember 2012
von Redaktion

Mär­ki­scher Kreis. (pmk) . Jeder Bür­ger des Mär­ki­schen Krei­ses hat 2010 sta­tis­tisch gese­hen rund 12,3 Ton­nen CO2 pro­du­ziert. Dies geht aus der ers­ten kreis­wei­ten CO2-Bilanz her­vor, die die Kreis­ver­wal­tung jetzt ver­öf­fent­licht.
Die Auf­stel­lung gibt die tat­säch­li­chen regio­na­len Gege­ben­hei­ten und Beson­der­hei­ten wie­der und ord­net die CO2-Emis­sio­nen ver­ur­sa­cher­ge­recht zu. Unter Ein­be­zie­hung aller Kom­mu­nen und zahl­rei­cher wei­te­rer Akteu­re wie Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men, Ver­kehrs­be­trie­be und Schorn­stein­fe­ger konn­te die etwa drei­ßigsei­ti­ge Bilanz erar­bei­tet wer­den. Daten wie Strom- und Gas­ver­bräu­che von Pri­vat­haus­hal­ten und Wirt­schaft sind eben­so anony­mi­siert ein­ge­flos­sen wie Zulas­sungs­zah­len von Fahr­zeu­gen oder Fahr­leis­tun­gen der MVG, wei­te­rer Bus­un­ter­neh­men und der Deut­schen Bahn AG.
 
Dem umfang­rei­chen Zah­len­werk sind eini­ge inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen zu ent­neh­men. So ver­ur­sacht der Wirt­schafts­sek­tor rund 53 Pro­zent der Gesamt-CO2-Emis­sio­nen. Dage­gen lie­gen pri­va­te Haus­hal­te und der Bereich Ver­kehr mit 20 und 27 Pro­zent ver­gleichs­wei­se nied­rig.
 
Inner­halb des Wirt­schafts­be­reichs ist vor allem das ver­ar­bei­ten­de Gewer­be und die Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men für den Löwen­an­teil mit 59 Pro­zent der Emis­sio­nen ver­ant­wort­lich, gefolgt von dem Bereich Ver­wal­tung, Ver­si­che­rungs­we­sen, Schu­len und ähn­li­ches, der mit 40 Pro­zent zu Buche schlägt. Die Land- und Forst­wirt­schaft sowie die Fische­rei haben dem gegen­über einen sehr gerin­gen Anteil von etwa 1 Pro­zent.
 
Im Bun­des­durch­schnitt wur­den 2010 pro Kopf der Bevöl­ke­rung rund 11 Ton­nen CO2 Emmis­sio­nen pro­du­ziert – im Mär­ki­schen Kreis lag die Pro­duk­ti­on pro Kopf um 1,3 Ton­nen höher. Er-klä­ren lässt sich die­ser Wert durch die hohe gewerb­li­che Dich­te. Der Mär­ki­sche Kreis ist einer der größ­ten und bevöl­ke­rungs­reichs­ten Krei­se in Deutsch­land. Er zählt, trotz länd­li­cher Prä­gung, zu den indus­trie­stärks­ten Regio­nen in NRW. Da spielt auch die hohe Fahr­leis­tung der Pri­vat­fahr­zeu­ge eine Rol­le. Die PKW-Dich­te liegt im MK höher als im Regie­rungs­be­zirk Arns­berg und auch höher als in Nord­rhein-West­fa­len. Nicht zuletzt ist die Tat­sa­che, dass der Strom im MK zu 68 Pro­zent aus fos­si­len Ener­gie­trä­gern gewon­nen wird, von Belang.
 
Die gesam­mel­ten Daten bil­den eine ers­te belast­ba­re Grund­la­ge für die Erstel­lung eines Kli­ma­schutz­kon­zep­tes. Sie sind Aus­gangs­punkt für die Defi­ni­ti­on von Hand­lungs­fel­dern und inten­si­ve Über­le­gun­gen, wo Maß­nah­men zu einer CO2-Redu­zie­rung füh­ren kön­nen. Für Inter­es­sier­te steht die CO2-Bilanz zum Down­load auf der Home­page des Mär­ki­schen Krei­ses unter www.maerkischer-kreis.de bereit.