M Bal­ve: Helen Lan­ge­ha­nen­berg erneut Deut­sche Meis­te­rin

8. Juni 2013
von Redaktion

Rich­ter Peter Hol­ler: „Das waren Rit­te auf Welt­klas­se­ni­veau“

(Foto: Jes Johannsen).

(Foto: Jes Johann­sen).


Bal­ve (fn-press). Helen Lan­ge­ha­nen­berg hat ihren Titel bei der Deut­schen Meis­ter­schaft in Bal­ve wie erwar­tet sou­ve­rän ver­tei­di­gen kön­nen. Die 31-Jäh­ri­ge aus Havix­beck been­de­te auf Damon Hill den Grand Prix Spe­cial mit 82,167 Pro­zent und wur­de wie 2012 Deut­sche Meis­te­rin im Spe­cial und kann am mor­gi­gen Sonn­tag noch einen wei­te­ren Titel in der Kür sam­meln. Wie schon im ers­ten Bal­ver Dres­sur­wett­be­werb folg­ten Isa­bell Werth mit Don John­son und Ana­bel Bal­ken­hol mit Dabli­no auf den Plät­zen zwei und drei.
„Ich bin ein­fach nur hap­py.“ Helen Lan­ge­ha­nen­berg setz­te schon wäh­rend des Grand Prix Spe­cials ihr strah­len­des Lächeln auf. Der 13-jäh­ri­ge Hengst Damon Hill gab ihr allen Grund, die Prü­fung zu genie­ßen. Feh­ler­frei und mit viel sport­li­cher Ele­ganz tän­zel­te der west­fä­li­sche Dun­kel­fuchs schein­bar mühe­los über das Vier­eck und leis­te­te sich nur zwei „Hak­ler“ in Über­gän­gen. Die Rich­ter­grup­pe hono­rier­te die her­vor­ra­gen­de Leis­tung mit statt­li­chen 82,167 Pro­zent. Dies war wie schon 2012 der Titel Deut­sche Meis­te­rin (Grand Prix Spe­cial). Auch Isa­bell Werth freu­te sich rie­sig. „Hät­te Don John­son sich nicht zwei Feh­ler geleis­tet, wären wir viel­leicht auch an die 80 Pro­zent her­an gekom­men. Aber ich bin trotz­dem sehr zufrie­den, wie sehr er sich stei­gert und kon­stan­ter wird.“ Die neue deut­sche Vize-Meis­te­rin und der elf­jäh­ri­ge Han­no­ve­ra­ner erhiel­ten 78,125 Pro­zent.
Sicht­lich gelas­se­ner prä­sen­tier­te sich Ana­bel Bal­ken­hols Dabli­no. Der 13-jäh­ri­ge Han­no­ve­ra­ner Wal­lach, den sei­ne Rei­te­rin frü­her ger­ne als „Pul­ver­fass“ bezeich­ne­te, scheint das star­ke Inter­es­se an sei­ner Umwelt ver­lo­ren zu haben. In Bal­ve demons­trier­te er ruhig und zufrie­den sei­ne Stär­ken in der Galopp­tour. Ledig­lich in der Piaf­fe könn­te er noch etwas an Dyna­mik und Kraft zule­gen. Aber mit 76,292 Pro­zent gehör­te das Paar unbe­strit­ten zu den Höhe­punk­ten auf dem Bal­ver Vier­eck. Hohes Lob spen­dier­te auch Rich­ter Peter Hol­ler: „Wir haben hier Rit­te auf Welt­klas­se­ni­veau gese­hen.“ Beson­ders Damon Hill und Helen Lan­ge­ha­nen­berg beein­druck­ten den Rhein­land-Pfäl­zer: „Ich muss lan­ge über­le­gen, ob es der­zeit welt­weit ein bes­se­res Paar gibt.“ Für ihn sind die bei­den die Favo­ri­ten auf die Gold­me­dail­le bei der Euro­pa­meis­ter­schaft Ende August im däni­schen Her­ning.
Begeis­tert äußer­te sich Hol­ler auch über die jun­ge Gar­de. Eini­ge der Nach­wuchs­rei­te­rin­nen neh­men sogar erst­mals an der Senio­ren-DM teil. So hat Jes­si­ca Werndl aus Auben­hau­sen mit dem nie­der­län­di­schen Hengst Unee ein sehr talen­tier­tes Pferd unter dem Sat­tel. Im Spe­cial wur­de es Platz sie­ben (71,833 Pro­zent). Auch die gera­de mal 20-jäh­ri­ge San­ne­ke Rothen­ber­ger aus Bad Hom­burg konn­te bei ihrem DM-Debüt über­zeu­gen: Platz zehn mit dem Rhein­län­der Favou­rit, den Fami­lie Rothen­ber­ger von der Schwe­din Tin­ne Vil­helm­son-Silfven erwor­ben hat­te (69,75). Auch Neu­ling Jen­ny Lang (Karls­ru­he) steu­er­te ihren Hol­stei­ner Lover Boy sicher durch die Prü­fung und sprang sogar über die „70-Pro­zent-Mar­ke“ (Platz 9/70,333).   Ergeb­nis­se: www.balve-optimum.de