Libe­ra­le infor­mie­ren sich über Inte­gra­ti­on

16. April 2013
von Redaktion

Über das Thema Integration informierten sich führende FDP-Landespolitiker bei ihrem Besuch im Lüdenscheider Kreishaus. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Über das The­ma Inte­gra­ti­on infor­mier­ten sich füh­ren­de FDP-Lan­des­po­li­ti­ker bei ihrem Besuch im Lüden­schei­der Kreis­haus. Foto: Hen­drik Klein/Märkischer Kreis


Mär­ki­scher Kreis. (pmk). Über das The­ma Inte­gra­ti­on infor­mier­ten sich füh­ren­de FDP-Lan­des­po­li­ti­ker im Lüden­schei­der Kreis­haus. Der Mär­ki­sche Kreis ist beim The­ma Inte­gra­ti­on gut auf­ge­stellt. Das erfuh­ren der stell­ver­tre­ten­de FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im Düs­sel­dor­fer Land­tag, Dr. Joa­chim Stamp, die hei­mi­sche FDP-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ange­la Frei­muth, Bun­des­tags­kan­di­dat Micha­el Schul­te und FDP-Kreis­frak­ti­ons-Geschäfts­füh­re­rin Mar­ti­na Sten­ger bei ihrem Infor­ma­ti­ons­be­such im Lüden­schei­der Kreis­haus.
„Inte­gra­ti­on ist ein sehr wich­ti­ges The­ma in unse­rer Land­tags­frak­ti­on. Uns geht es dar­um, mit vie­len Prak­ti­kern vor Ort ins Gespräch zu kom­men“, so Dr. Joa­chim Stamp. Den Libe­ra­len wäre es lie­ber gewe­sen, mehr Geld zur Ver­fü­gung zu stel­len, um die Kom­mu­nen finan­zi­ell bes­ser aus­zu­stat­ten. „Inte­gra­ti­on ist eine der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen in Nord­rhein-West­fa­len“, so der Frak­ti­ons-Vize der Libe­ra­len.
Bernd Sko­w­ron­nek, beim Mär­ki­schen Kreis Fach­be­reichs­lei­ter „Zen­tra­le Diens­te“, und Fach­dienst­lei­ter Bernd Grun­wald vom Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­trum gewähr­ten den Gäs­ten einen Ein- und Aus­blick auf die Inte­gra­ti­ons­ar­beit des Krei­ses. „Der MK war schnell mit der Ein­rich­tung des Inte­gra­ti­ons­zen­trums. Dabei konn­ten wir auf die gute Vor­ar­beit auf­bau­en. Seit 2008 haben wir ein Inte­gra­ti­ons­kon­zept, das mit 120 Akteu­ren aus ver­schie­dens­ten Berei­chen erar­bei­tet wur­de“, so Grun­wald. Bereits im Dezem­ber habe man die Kos­ten­zu­sa­ge des Lan­des für drei­ein­halb Stel­len bekom­men. Die vom Schul­mi­nis­te­ri­um abge­ord­ne­ten Lehr­kräf­te sol­len dann im August dazu sto­ßen.
Das Kom­mu­na­le Inte­gra­ti­ons­zen­trum sei zwar zen­tral bei der Kreis­ver­wal­tung ange­sie­delt wor­den, „wir arbei­ten den­noch viel dezen­tral in der Flä­che, bie­ten ver­schie­dens­te Ver­an­s­tal-tun­gen vor Ort an“, erklär­te Grun­wald. Von den fünf­ein­halb Plan­stel­len sei­en bereits drei­ein­halb besetzt. Zwei Leh­rer­stel­len wür­den noch in die­sem Monat aus­ge­schrie­ben. „Die Lan­des­för­de­rung allein reicht nicht, wir müs­sen aus dem Kreis­haus­halt auf­sto­cken“, so Bernd Sko­w­ron­nek.
Das Inte­gra­ti­ons­zen­trum hat in naher Zukunft noch viel vor. Bernd Grun­wald nann­te eini­ge Eck­punk­te des aktu­el­len Arbeits­pa­kets. Inte­gra­ti­on sei als Quer­schnitts­auf­ga­be zu sehen, wie wach­sen Kin­der mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund im Kreis auf. Bil­dung sei ein zen­tra­ler Punkt für eine gelun­ge­ne Inte­gra­ti­on, „wir müs­sen die Kin­der sehr früh errei­chen.“ Grun­wald stell­te aber auch klar: „Ohne die Eltern geht es nicht.“ Im Kreis­ge­biet gebe es vie­le gute Ange­bo­te, doch errei­chen wir die Fami­li­en damit oft­mals nicht.
Inte­gra­ti­on sei eine Quer­schnitts­auf­ga­be in der Ver­wal­tung, so Bernd Sko­w­ron­nek. Meh­re­re Akteu­re arbei­ten an einer Pro­blem­lö­sung – im Bereich der Bil­dung auch das Regio­na­le Bil-dungs­netz­werk und die Betei­lig­ten am Pro­jekt Über­gang Schu­le und Beruf. Zen­tra­le Auf­ga­be des Inte­gra­ti­ons­zen­trums sei es, den Zugang zu den Fami­li­en mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund zu fin­den. Aller­dings brauch­ten alle Akteu­re auch „Ver­läss­lich­keit“. Dies gel­te auch für die Finan­zie­rung. „Die Struk­tu­ren sind geschaf­fen.“ „Die Ver­läss­lich­keit ist auch uns wich­tig, da ste­hen wir zu“, ver­sprach Dr. Joa­chim Stamp. Er habe den Ein­druck gewon­nen, „dass das The­ma Inte­gra­ti­on beim Mär­ki­schen Kreis gut bear-bei­tet wird.“