Land­rat Gemke besucht May­weg in Altena

2. Juni 2015
von Redaktion

Gemein­sam für einen star­ken Indus­trie­stand­ort werben

Vertriebsdirektor Jochen Hülle und Gert Müller, Geschäftsführer der Mayweg GmbH begrüßen Landrat Thomas Gemke und GWS Geschäftsführer Jochen Schroder

Ver­triebs­di­rek­tor Jochen Hül­le und Gert Mül­ler, Geschäfts­füh­rer der May­weg GmbH begrü­ßen Land­rat Tho­mas Gemke und GWS Geschäfts­füh­rer Jochen Schroder

Mär­ki­scher Kreis. (pmk). „Unser Draht hat in der Mit­te eine Loch“, scherz­te Gert Mül­ler, Geschäfts­füh­rer der Fried­rich Wil­helm May­weg GmbH & Co. KG in Alte­na und geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der Prinz-May­weg Grup­pe in Wicke­de als er am Unter­neh­mens­stand­ort Alte­na Land­rat Tho­mas Gemke und GWS-Geschäfts­füh­rer Jochen Schrö­der begrüß­te. Er deu­te­te damit an, dass es in Alte­na nicht nur Draht­zie­her gibt. 

Die Prinz-May­weg Grup­pe ist ein Glo­bal Play­er der sich auf die Fer­ti­gung und Bear­bei­tung von Prä­zi­si­ons­stahl­roh­ren spe­zia­li­siert hat und auf eine lan­ge Tra­di­ti­on zurück­blickt. Mit sei­nem Besuch knüpf­te Land­rat Gemke an den guten Kon­takt wäh­rend der Inter­na­tio­na­len Zulie­fer­er­bör­se (IZB) 2014 in Wolfs­burg an. Dort hat­te sich May­weg erst­mals mit neun wei­te­ren Fir­men aus Süd­west­fa­len am Gemein­schafts­stand der Gesell­schaft für Wirt­schafts- und Struk­tur­för­de­rung (GWS) präsentiert.

 

„Das war abso­lut eine rich­ti­ge Ent­schei­dung”, bekräf­tig­te Ver­triebs­di­rek­tor Jochen Hül­le. Auch bei der nächs­ten IZB 2016 will die GWS wie­der den star­ken Wirt­schafts­stand­ort Süd­west­fa­len mit einem gut orga­ni­sier­ten Mes­se­auf­tritt hei­mi­scher Unter­neh­men bewer­ben. „Mit der Regio­na­le Süd­west­fa­len ist es uns erst­mals gelun­gen, als indus­trie­star­ke Wirt­schafts­re­gi­on die Auf­merk­sam­keit poli­ti­scher Ent­schei­dungs­trä­ger zu erlan­gen. Daher dür­fen wir nicht auf­hö­ren, Regio­nal­mar­ke­ting für Süd­west­fa­len zu betrei­ben und die regio­na­le Ver­net­zung vor­an­zu­trei­ben”, mach­te Land­rat Tho­mas Gemke deutlich.

 

„Wir haben hier in Süd­west­fa­len eine Infra­struk­tur, um die uns vie­le benei­den”, meint auch Unter­neh­mens­in­ha­ber Gert Mül­ler. Das ist für ihn auch der Grund, den Wirt­schafts­stand­ort mit allen Mit­teln zu hal­ten. „Unse­re gut aus­ge­bil­de­ten Fach­kräf­te hier sind unser Kapi­tal!” betont der 75-jäh­ri­ge Unter­neh­mer. Der Betrieb bil­det auch sel­ber Mecha­tro­ni­ker aus und bie­tet Prak­ti­kums­plät­ze an. Sehr inter­es­siert zeig­te sich Jochen Hül­le auch an den Kon­tak­ten der GWS zur Fach­hoch­schu­le Süd­west­fa­len. In einem kno­chen­har­ten Wett­be­werb behaup­ten sich auf lan­ge Sicht nur Unter­neh­men die bei der Pro­dukt­ent­wick­lung und Inno­va­ti­on „eine Nase vor­aus sind”, wie Mül­ler es for­mu­liert. Dabei geht die Ten­denz ins­be­son­de­re in der Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer­in­dus­trie zu immer leich­te­ren Kom­po­nen­ten. Das stellt wie­der­um auch den Werk­zeug­bau vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen. Die Prinz-May­weg-Grup­pe kann dabei auf eige­ne Kon­struk­teu­re und Werk­zeug­bau­er zurückgreifen.

 

Die Unter­neh­mens­grup­pe unter­hält Stand­or­te in Wicke­de, Werl und Alte­na sowie Por­tu­gal und in Tsche­chi­en. Ins­ge­samt sind rund 400 Mit­ar­bei­ter bei Prinz-May­weg beschäf­tigt. Dabei wer­den auch hier Auf­trags­schwan­kun­gen über Leih­ar­beit abge­fan­gen. Die Geschäf­te gehen seit 2009 kon­ti­nu­ier­lich gut. In Werl konn­te daher eine neue Werks­hal­le gebaut wer­den. An der Rah­me­de in Alte­na gibt es sol­che Expan­si­ons­mög­lich­kei­ten nicht. Kaum einer ver­mu­tet, dass sich hin­ter dem alten Back­stein­ge­bäu­de ein der­art leis­tungs­star­kes Unter­neh­men mit moder­nen Maschi­nen­park ver­birgt. „Viel­leicht wagen wir bald einen wei­te­ren Schritt in die USA”, erzählt der Geschäfts­füh­rer. Rund 70 Pro­zent des Gesamt­um­sat­zes erwirt­schaf­tet das Unter­neh­men im Aus­land. Haupt­ab­neh­mer ist die Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer­in­dus­trie. Die Fried­rich Wil­helm May­weg GmbH, die bereits 1896 gegrün­det wur­de, hat Mül­ler 2001 gekauft. „Wir waren immer Wett­be­wer­ber, ohne uns gegen­sei­tig weh zu tun”, blickt Mül­ler zurück. Denn Prinz, seit 1926 in Wicke­de, ist eher ein Rohr­zie­her und May­weg hat­te sich auf die Bear­bei­tung von Stahl­roh­ren spe­zia­li­siert. Obwohl der Alte­na­er Betrieb soli­de arbei­te­te und bei sei­nen Kun­den einen guten Ruf genoss, rutsch­te er in die Insol­venz, weil die Unter­neh­mens­nach­fol­ge nicht sinn­voll gere­gelt war. Eine gute Gele­gen­heit für den Inha­ber der Prinz & Co GmbH die Pro­dukt­pa­let­te sinn­voll zu erwei­tern und zu ergän­zen. „Jetzt kön­nen wir alles aus einer Hand anbie­ten”, sagt Mül­ler. Der Erfolg gibt ihm Recht.