Kul­tu­rel­le Viel­falt leben

29. Mai 2013
von Redaktion

Jeder vier­te Mär­ker hat einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund. 23.000 Zuwan­de­rer kamen allein in den ver­gan­ge­nen zwan­zig Jah­ren als Spät­aus­sied­ler aus dem Gebiet der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on in den Mär­ki­schen Kreis. Wie gehen die Fach­leu­te aus den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen mit die­ser kul­tu­rel­len Viel­falt und den unter­schied­li­chen Erzie­hungs-kon­zep­ten um? Um sich die­ser Fra­ge zu nähern, hat­te das Kom­mu­na­le Inte­gra­ti­ons­zen­trum des Mär­ki­schen Krei­ses mit Prof. Dr. Manue­la West­phal von der Uni Kas­sel eine Exper­tin in Fra­gen der Migra­ti­on und inter­kul­tu­rel­len Bil­dung ein­ge­la­den.
Nach dem sehr infor­ma­ti­ven Vor­trag, der die unter­schied­li­chen Wert­vor­stel­lun­gen im Erzie­hungs­ver­hal­ten in vie­len Fami­li­en aus Ost­eu­ro­pa her­aus­stell­te, waren sich die Zuhö­rer in der nach­fol­gen­den Dis­kus­si­on einig, müss­ten die Pro­fis aus den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen noch viel stär­ker auf die Eltern zuge­hen, um eine ver­trau­ens­vol­le Bezie­hung zu ihnen auf­zu­bau­en. Dabei sei es über­aus wich­tig, die Eltern aus den unter­schied­li­chen Kul­tur­krei­sen wert­zu­schät­zen und das gegen­sei­ti­ge Inter­es­se zu för­dern und dabei die kul­tu­rel­le Viel­falt in der Ein­rich­tung ein­fach zu leben, etwa, indem sich die Eltern die Lebens­be­din­gun­gen, die Bräu­che und Gepflo­gen­hei­ten der Her­kunfts­län­der gegen­sei­tig vor­stel­len.
Die Besu­cher nah­men sich anschlie­ßend noch die Zeit, um die Aus­stel­lung „Volk auf dem Weg – Geschich­te und Inte­gra­ti­on der Deut­schen aus Russ­land“ im Lüden­schei­der Kreis­haus zu besich­ti­gen.