Vor­trag: „Ein Iser­loh­ner zwi­schen Wör­lit­zer Gar­ten­reich und Afri­ka“

14. Juni 2013
von Redaktion

Iser­lohn. Am Diens­tag, 18. Juni, wird die stadt­ge­schicht­li­che Vor­trags­rei­he von Stadt­ar­chiv und Volks­hoch­schu­le Iser­lohn fort­ge­setzt. Stadt­ar­chi­var Rico Qua­sch­ny wird unter dem Titel „Ein Iser­loh­ner zwi­schen Wör­lit­zer Gar­ten­reich und Afri­ka” den kur­zen und unge­wöhn­li­chen Lebens­weg von Gün­ther Fürst (1914–1940) vor­stel­len. Der Vor­trag beginnt um 18.30 Uhr im Stadt­ar­chiv in der „Alten Post”, Theo­dor-Heuss-Ring 5. Der Ein­tritt kos­tet vier Euro, Ermä­ßi­gungs­be­rech­tig­te zah­len zwei Euro.
 
Iser­lohn, Wör­litz und Afri­ka sind die geo­gra­fi­schen Eck­punk­te im Leben von Gün­ther Fürst. Anhand zahl­rei­cher Brie­fe, die vor kur­zem in das Stadt­ar­chiv gelangt sind, wird in dem Vor­trag eine unge­wöhn­li­che Bio­gra­fie rekon­stru­iert. Gün­ther Fürst wuchs in Iser­lohn als Sohn einer Fabri­kan­ten­fa­mi­lie auf. Nach dem Besuch der Ober­re­al­schu­le begann er eine Gärt­ner­leh­re, die er von 1931 bis 1933 im Wör­lit­zer Park, einer der bedeu­tends­ten euro­päi­schen Park­land­schaf­ten, absol­vier­te. Am Ende sei­ner Lehr­zeit ent­stand die Idee, sich auf die Aus­wan­de­rung nach Afri­ka vor­zu­be­rei­ten. 1935 wag­te Gün­ther Fürst die Über­sied­lung in die ehe­ma­li­ge deut­sche Kolo­nie Ost­afri­ka, die unter bri­ti­scher Ver­wal­tung stand. Sei­ne Rück­kehr nach Deutsch­land ende­te 1940 mit dem Tod als Sol­dat im Zwei­ten Welt­krieg. In der kur­zen Bio­gra­fie spie­geln sich Hoff­nun­gen und Träu­me eines jun­gen Iser­loh­ners, die auch vor dem poli­ti­schen Hin­ter­grund der 1930er Jah­re zu sehen sind.
 
Zum Abschluss der Ver­an­stal­tungs­rei­he von Stadt­ar­chiv und VHS im ers­ten Halb­jahr 2013 wird am Frei­tag, 28. Juni, wegen der gro­ßen Nach­fra­ge noch­mals eine „Spu­ren­su­che zur Iser­loh­ner Gar­ten­kul­tur im 19. Jahr­hun­dert” mit dem frü­he­ren Stadt­ar­chi­var Götz Bett­ge ange­bo­ten. Eini­ge Plät­ze sind noch frei, sodass sich Inter­es­sier­te bei der VHS (Tele­fon 02371 / 217‑1943, online: www.vhs-iserlohn.de) anmel­den kön­nen.