Im Kreis­haus ging die Son­ne auf

20. März 2013
von Redaktion

100 bei Info-Ver­an­stal­tung Sonnenenergie

Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, Stefan Czarkowski, Holger Fischer, Landrat Thomas Gemke, Petra Schaller, Jörg Günther und Markus Welz. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Kreis­di­rek­to­rin Bar­ba­ra Dienstel-Küm­per, Ste­fan Czar­kow­ski, Hol­ger Fischer, Land­rat Tho­mas Gemke, Petra Schal­ler, Jörg Gün­ther und Mar­kus Welz. Foto: Hen­drik Klein/​Märkischer Kreis


Mär­ki­scher Kreis. (pmk). Über sehr gro­ßes Inter­es­se an der Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung zum The­ma „Son­nen­en­er­gie” konn­te sich der Mär­ki­sche Kreis freu­en. Pünkt­lich zur Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung „Son­nen­en­er­gie“ soll­te sich das Wet­ter eigent­lich von sei­ner bes­se­ren Sei­te zei­gen. In Lüden­scheid schnei­te es zumin­dest nicht und so kamen rund ein­hun­dert Tech­nik­in­ter­es­sier­te ins Kreis­haus, um sich über die Nut­zungs­for­men der Solar­ener­gie zu infor­mie­ren. In sei­ner Begrü­ßung ver­si­cher­te Land­rat Tho­mas Gemke, dass es selbst im regen­rei­chen Sauer­land genü­gend Son­nen­stun­den gäbe, um auf dem eige­nen Dach Strom oder Wär­me zu pro­du­zie­ren. Nicht ohne Grund sei der gro­ße Sit­zungs­saal bis auf den letz­ten Platz besetzt, bemerk­te Kreis­di­rek­to­rin Bar­ba­ra Dienstel-Küm­per ein­lei­tend. Die rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie­ge­win­nung wird für jeden Ein­zel­nen zu einem immer wich­ti­ge­ren The­ma. „Über­prü­fen Sie mit Hil­fe des Solar­dach­ka­tas­ters wie geeig­net Ihr Dach für eine Pho­to­vol­ta­ik- oder Solar­ther­mie­an­la­ge ist“, lau­te­te das Ange­bot von Mar­kus Welz von der Katas­ter­be­hör­de des Krei­ses. Gleich meh­re­re Teil­neh­mer kamen der Auf­for­de­rung nach und erhiel­ten ers­te Ori­en­tie­rungs­wer­te über Grö­ße, Gewinn und Kos­ten einer poten­zi­el­len Son­nen­kraft­an­la­ge. Selbst Lie­gen­schaf­ten in abge­le­ge­nen Orts­tei­len im Kreis­ge­biet erfasst das Solar­dach­ka­tas­ter mit weni­gen Maus­klicks. Jörg Gün­ther, der die Son­ne zur Warm­was­ser­er­zeu­gung nutzt, berich­te­te über Finan­zie­rungmög­lich­kei­ten sowie über die siche­re Aus­le­gung einer Solar­ther­mie­an­la­ge. Das PV-Anla­gen­ge­bäu­de wer­de im Brand­fall von der Feu­er­wehr genau­so behan­delt wie ande­re elek­tri­sche Tei­le auch, so der Lei­ter der Hal­ve­ra­ner Feu­er­wehr, Ste­fan Czar­kow­ski, der in sei­nem Vor­trag eine gan­ze Rei­he von Mythen aus-räum­te. Aus sei­nen Erfah­run­gen berich­te­te er bei­spiels­wei­se, dass Häu­ser mit Solar­strom­an­la­gen nicht häu­fi­ger bren­nen als Häu­ser ohne. Abschlie­ßend griff Hol­ger Fischer steu­er­recht­li­che Aspek­te auf. „Sie wer­den steu­er­lich zum Unter­neh­mer, wenn Sie eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf dem Dach betrei­ben und den dort erzeug­ten Strom ins öffent­li­che Netz ein­spei­sen“, erklär­te Fischer. Weil es für die Gewer­be­steu­er einen Gewinn­frei­be­trag von 24.500 Euro gebe, sei­en nur sehr gro­ße Anla­gen betrof­fen. Die jüngs­te Ver­an­stal­tung war bereits die Vier­te einer Infor­ma­ti­ons­rei­he zum The­ma „Erneu­er­ba­re Ener­gien“, die die Kreis­ver­wal­tung im Rah­men ihres „Hand­lungs­schwer­punk­tes Kli­ma­schutz“ durch­führt. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen erteilt im Fach­dienst „Umwelt­schutz und Pla­nung“ des Mär­ki­schen Krei­ses die Kli­ma­schutz­be­auf­trag­te Petra Schal­ler unter der Ruf­num­mer 02351/966‑6361. Die Vor­trä­ge kön­nen auf der Inter­net­sei­te des Mär­ki­schen Krei­ses unter www​.maer​ki​scher​-kreis​.de über das Menü „Inhalt von A – Z“, Stich­punkt „Son­nen­en­er­gie“ abge­ru­fen werden.