Dra­chen strei­cheln beim Mit­tel­alt­er­fest

29. Juli 2016
von Redaktion

Alte­na erwar­tet wie­der mehr als 20.000 Besu­cher

drachMär­ki­scher Kreis. (pmk) . Die Vor­freu­de auf das Mit­tel­alt­er­fest in Alte­na steigt. Nur noch weni­ge Tage, dann ist es wie­der soweit. Zur ach­ten Auf­la­ge wer­den wie­der mehr als 20.000 Besu­cher erwar­tet.

Nur noch weni­ge Tage, dann steigt in Alte­na wie­der das größ­te Mit­tel­al­ter-Event in Süd­west­fa­len. Im ach­ten Jahr heißt es am ers­ten August­wo­chen­en­de vom 5. bis 7. August „Alte­na – eine Stadt erlebt das Mit­tel­al­ter“. Auf der Burg Alte­na, an der Len­ne­pro­me­na­de sowie am Deut­schen Draht­mu­se­um wer­den vie­le neue Pro­gramm­punk­te für die gan­ze Fami­lie gebo­ten. Bei hof­fent­lich gutem Wet­ter wer­den wie­der mehr als 20.000 Besu­cher erwar­tet.

 

Erst­mals mit dabei ist Fang­dorn, der letz­te leben­de Dra­che. Wenn er erwacht, wird es heiß: Denn der zehn Meter lan­ge und drei Meter hohe Fang­dorn kann meter­lan­ge Flam­men spei­en. Außer­dem kann er sich blitz­schnell dre­hen, Rauch aus sei­nen Nüs­tern bla­sen, mit sei­nem Schwanz peit­schen, brül­len, schnau­fen, knur­ren oder auch ganz lieb­lich mit den Augen zwin­kern. Aber dazu ist Fang­dorn nicht gebucht. Er muss den Schatz der Burg Alte­na ret­ten. Ein Räu­ber treibt sein Unwe­sen und will den gol­de­nen Schatz steh­len. Fang­dorn erwacht am Sams­tag und am Sonn­tag auf der Burg Alte­na.

Flug­träu­mer

Nicht weni­ger rasant wird es, wenn Gestal­ten in abge­wetz­ten, prunk­vol­len Kos­tü­men die Büh­nen betre­ten. Wäh­rend sich die Leu­te um die schrä­gen Typen sam­meln, schei­nen die­se zu Stein erstarrt. Plötz­lich ein don­nern­des „Bon­jour“ wie aus einem Mun­de – und eine mit­tel­al­ter­li­che Büh­nen­show der „Flug­träu­mer“ zum Mit­ma­chen, Mit­schrei­en, Lachen und Stau­nen beginnt. Am Sonn­tag turnt die Ber­li­ner Büh­nen­com­pa­gnie mit Jon­gla­ge und Artis­tik über das Fes­ti­val­ge­län­de. Einen klei­nen Vor­ge­schmack auf ihr Kön­nen gibt das Ensem­ble schon am Sams­tag vor Mit­ter­nacht: Dann gibt es zum Abschluss des Tages ein feu­ri­ges Spek­ta­kel aus Feu­er­ar­tis­tik, Tanz und Pyro­ef­fek­ten der Flug­träu­mer.

Nacht­tur­nier

Zuvor, bei Ein­bruch der Dun­kel­heit, bahnt sich auf dem Tur­nier­platz ein feu­ri­ges Schau­spiel an: Die Stuntrei­ter von Ars Equi­tan­di stei­gen in die Sät­tel und besche­ren den Besu­chern ein Nacht­tur­nier, wie es in Alte­na noch kei­nes gege­ben hat.

 

Zu sehen ist Gewöhn­li­ches, Unge­wöhn­li­ches und Außer­ge­wöhn­li­ches, eine Bezie­hung zwi­schen Pferd und Rei­ter wie es sie nur sel­ten gibt. So wech­selt rasan­tes Tur­nier­ge­sche­hen mit phan­ta­sie­vol­len Momen­ten. Zu sehen sind atem­be­rau­ben­de Show­bil­der und unver­gess­li­che Figu­ren mit spek­ta­ku­lä­ren Pyro­ef­fek­ten, frei­hän­dig mit Fackeln gerit­ten. Das Nacht­tur­nier beginnt am Sams­tag, 6. August, um 22 Uhr am Tur­nier­platz. Wei­te­re Tur­nie­re wer­den am Sams­tag um 14 Uhr und um 18 Uhr gerit­ten, Sonn­tag um 12 und um 16 Uhr, direkt am Ein­gang Len­ne­kai auf der Len­ne­pro­me­na­de.

Fah­nen­schwen­ker

Neu im Pro­gramm sind auch die Fah­nen­schwen­ker des BSV Lüden­scheid. Das Schla­gen der Trom­meln kün­digt sie an. Kom­men sie näher, schnel­len ihre Fah­nen wie Feu­er­werks­ra­ke­ten empor. Dabei wer­den mit Wap­pen ver­zier­te Tücher an Stö­cken geschickt um, vor und über den Kör­pern bewegt. Je nach­dem, wie geschwenkt wird, konn­ten die Lands­knech­te frü­her damit einst ver­schie­de­ne Stim­mun­gen aus­drü­cken oder Signa­le über­mit­teln.

Greif­vo­gel­schau

Hoch hin­aus geht es bei der Greif­vo­gel­schau Sams­tag und Sonn­tag am Deut­schen Draht­mu­se­um. Das Team um Falk­ner Pierre Schmidt weiht die Besu­cher in die alte Kunst des Jagens mit Greif­vö­geln ein. Bei den Flug­shows kön­nen die Besu­cher haut­nah erle­ben, wie sich die gefie­der­ten Köni­ge der Lüf­te mit ihren weit aus­ge­brei­te­ten Schwin­gen in den Him­mel schrau­ben um sich dann im Sturz­flug auf die Beu­te zu stür­zen. Sams­tag um 14 und 16 Uhr, Sonn­tag um 12 und 15.30 Uhr ist es soweit.

Nacht der Gauk­ler

Zur Eröff­nung des Fes­ti­vals wird es am Frei­tag, 5. August, magisch, mys­tisch, musi­ka­lisch bei der „Nacht der Gauk­ler“ auf Burg Alte­na. Dort geben sich ab 18 Uhr Jon­gleu­re, Wal­kac­ts, Zau­be­rer und vie­le ande­re illus­tre Gestal­ten die Ehre. Gefei­ert wird mit den Bands Vari­us Colo­ri­bus (18 Uhr und 22.30 Uhr) und Wald­kauz (20 Uhr). Vari­us Colo­ri­bus sind die Tita­nen der Mit­tel­al­ter­mu­sik und zugleich musi­ka­li­sche Alche­mis­ten, die alter Musik neue Klang­räu­me geben. Die Wald­käu­ze ver­zau­bern ihr Publi­kum mit den sanf­ten Klän­gen des Mit­tel­al­ter-Folks.

Kon­zer­te

Über­haupt kommt das Fes­ti­val in die­sem Jahr äußerst musi­ka­lisch daher. Mit Feu­er­schwanz steht Sams­tag­abend einer der bun­tes­ten Show-Acts der Sze­ne auf der Büh­ne. „Des Haupt­mans gei­ler Hau­fen“ hält sei­nem Publi­kum auf geni­al-krea­ti­ve Wei­se den Spie­gel vor und bringt es zum Lachen: über ihre musi­ka­li­sche Dreis­tig­keit, über herr­lich sinn­freie bis bis­sig-sati­ri­sche Anek­do­ten und nicht zuletzt über uns selbst. Vor allem bei ihren extra­va­gan­ten Büh­nen­shows zele­brie­ren die Sati­re-Rocker die pure Freu­de am Dasein. Neben dem Topact ste­hen vie­le ande­re bekann­te Spiel­leu­te auf den vier Mit­tel­al­ter-Büh­nen, zum Bei­spiel „Die Streu­ner“, „Kul­tur­gut“, „Verus Via­tor“ oder „Amu­lett“.

Gauk­ler

Dazwi­schen trei­ben an allen Tagen eine gan­ze Rei­he von Gauk­lern und Klein­künst­lern ihren Scha­ber-nack mit dem Publi­kum. Mit dabei sind unter ande­rem „Kas­per“ und „Lupus“, die Gauk­ler­kö­ni­ge „Dan­ny & Mik“, der Stel­zen­läu­fer „Gawan“. Auf der neu gebau­ten Len­ne­pro­me­na­de erwar­tet die Besu­cher ein bun­tes Markt­trei­ben mit über 100 Stän­den und dazu Pro­gramm auf drei Mit­tel­al­ter-Büh­nen. Wer mag, schaut dem Lede­rer oder dem Stein­metz bei Arbeit über die Schul­ter, lässt sich etwas vor­gau­keln oder im Ori­ent ver­zau­bern. Dazwi­schen tum­meln sich schil­lern­de Gestal­ten: lus­ti­ge Gesel­len Mar­ke­ten­der, Feu­er­spu­cker und Fah­nen­schwen­ker, Spiel­leu­te Jon­gleu­re, Hen­ker, Heer­la­ger … Sie alle geben einen Ein­blick in ihr mit­tel­al­ter­li­ches Leben zwi­schen Waf­fen und Feu­er­shows, Schau­kämp­fen und Fol­ter­ge­rä­ten zum Schau­en und Stau­nen, Mit­ma­chen und Aus­pro­bie­ren. Wei­te­re Infos unter http://www.maerkischer-kreis.de/ sowie der Fes­ti­val-Home­page http://www.mittelalter-festival.de/.