Baum-Kap­pun­gen als städ­te­bau­li­cher Akzent

15. Februar 2013
von Redaktion

Baum­kom­mis­si­on beschließt Test­pha­se an Lin­den an der Stephanstraße/​Hauptstraße – Kugel­ahor­ne am Mühl­acker­weg wer­den zurückgeschnitten
Hemer (Mär­ki­scher Kreis) Mit die­ser Ent­schei­dung setzt die Baum­kom­mis­si­on einen deut­li­chen städ­te­bau­li­chen Akzent in der Innen­stadt: Die Lin­den im Bereich der Haupt­stra­ße – begin­nend am ver­kehrs­be­ru­hig­ten Bereich von der Ste­phan­stra­ße bis zur Flei­sche­rei Webers – sind „beherr­schend gewor­den“, wie es Baum­ex­per­ten for­mu­lie­ren. In einer Test­pha­se soll nun an fünf Lin­den vom Stadt­tor bis zur Kreu­zung Stephanstraße/​Hauptstraße erprobt wer­den, ob die Bäu­me nach einer Kap­pung der Kro­nen künf­tig als „Form­bäu­me“ gepflegt wer­den kön­nen. Eben­so sol­len die Kugel­ahor­ne am Mühl­acker­weg durch den Mär­ki­schen Stadt­be­trieb Iserlohn/​Hemer zurück­ge­schnit­ten wer­den, was Ver­kehrs­be­ein­träch­ti­gun­gen mit sich brin­gen kann.
Bei dem so genann­ten Kro­nen­ab­wurf wird der Baum auf einer Höhe von etwa sechs bis acht Metern gekappt, die Sei­ten­äs­te bis fast an den Stamm zurück­ge­schnit­ten. „Anschlie­ßend treibt er wie­der aus. In der Fol­ge wer­den die Neu­aus­trie­be etwa alle zwei bis drei Jah­re zurück­ge­schnit­ten, um die Form zu erhal­ten“, erklärt Hart­mut Son­der­hüs­ken vom Mär­ki­schen Stadt­be­trieb Iserlohn/​Hemer, „die Maß­nah­me hat einen rein archi­tek­to­ni­schen, for­ma­len Cha­rak­ter.“ Das Gre­mi­um, dem neben Son­der­hüs­ken Umwelt­amts­lei­ter Edgar Schu­ma­cher, Dr. Arndt Lage­mann vom Amt für Pla­nen und Bau­en, Stadt­förs­ter Dirk Bas­se, Andrea Lip­proß (FDP), Hans-Georg Hum­pert (GAH), Wer­ner Thien­elt (SPD), Wal­ter Ger­titsch­ke (UWG), Syl­via Stei­ger (CDU) sowie ein Ver­tre­ter des Zen­tra­len Immo­bi­li­en­ma­nage­ments der Stadt Hemer ange­hö­ren, sprach sich aus­drück­lich für eine Test­pha­se aus. „Es sol­len zunächst die Kro­nen der fünf Bäu­me im Bereich der Ste­phan­stra­ße und des Stadt­to­res zurück­ge­schnit­ten wer­den, um zu sehen, wie sich die Lin­den dort anschlie­ßend ent­wi­ckeln“, berich­tet Hans-Georg Hum­pert. Es sei näm­lich vom Alter der Bäu­me abhän­gig, ob die­se die „Radi­kal­kur“ mit dem  gewünsch­ten Ziel über­stün­den. Son­der­hüs­ken: „Im Gegen­satz zu ande­ren Stra­ßen erlaubt das rela­tiv jun­ge Alter der Bäu­me ent­lang der Haupt­stra­ße gera­de noch einen der­ar­tig radi­ka­len Ein­griff.“ Begon­nen wer­de mit dem Kro­nen­ab­wurf noch vor Ende Febru­ar. Zusatz­kos­ten im Rah­men der tur­nus­mä­ßi­gen Pfle­ge kom­men laut Son­der­hüs­ken auf die Stadt Hemer nicht zu.
Den Dau­men nach oben streck­te die Baum­kom­mis­si­on auch zum Rück­schnitt der Kugel­ahor­ne am Mühl­acker­weg zwi­schen der Her­mann-von-der-Becke-Stra­ße und An der Stei­nert. Hier bit­tet die Stadt Hemer um Ver­ständ­nis, weil mit Ver­kehrs­be­ein­träch­ti­gun­gen auf­grund des Ein­sat­zes eines Hub­stei­gers gerech­net wer­den muss. Auch die­se Maß­nah­me soll noch in die­sem Monat starten.