Auf die Kata­stro­phe vorbereitet

21. August 2013
von Redaktion

Auf die Kata­stro­phe vor­be­rei­tet ‑Kri­sen­stab-Mit­glie­der üben in Ahrweiler

15 Mitglieder des Krisenstabes des Märkischen Kreises nahmen an einer Fortbildung in Bad Neuenahr-Arweiler teil. Foto: Märkischer Kreis

15 Mit­glie­der des Kri­sen­sta­bes des Mär­ki­schen Krei­ses nah­men an einer Fort­bil­dung in Bad Neuen­ahr-Arwei­ler teil. Foto: Mär­ki­scher Kreis

Mär­ki­scher Kreis. (pmk). Sie berei­ten sich auf etwas vor, das hof­fent­lich nie­mals ein­tritt – auf eine Kata­stro­phe im Mär­ki­schen Kreis. Mit­glie­der des Kri­sen­sta­bes waren zu einer Fort­bil­dung in der „Aka­de­mie für Kri­sen­ma­nage­ment, Not­fall­pla­nung und Zivil­schutz“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Was pas­siert, wenn was pas­siert? Und vor allem, wer macht was? Fra­gen, die im Fall eines soge­nann­ten Groß­scha­dens­er­eig­nis­ses, einer Kata­stro­phe, sehr wich­tig sind. Zwölf Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Kreis­ver­wal­tung und jeweils einer des Ener­gie­ver­sor­gers Ener­vie, der Poli­zei und der Bun­des­wehr sind da jetzt schlau­er. Sie nah­men an einer Fort­bil­dung in der „Aka­de­mie für Kri­sen­ma­nage­ment, Not­fall­pla­nung und Zivil­schutz“ in Bad Neuen­ahr-Ahr­wei­ler teil. Denn sie alle sind Mit­glie­der des Kri­sen­sta­bes bei der Kreis­ver­wal­tung des Mär­ki­schen Kreises.

 

Laut „Gesetz über den Feu­er­schutz und die Hil­fe­leis­tung NRW“ (FSHG) lei­ten und koor­di­nie­ren die Krei­se und kreis­frei­en Städ­te die erfor­der­li­chen Ein­sät­ze im Kata­stro­phen­fall. Dies geschieht beim Mär­ki­schen Kreis durch den Kri­sen­stab. Obwohl es bis­her glück­li­cher­wei­se noch kein Groß­scha­dens­er­eig­nis gab, üben die Mit­glie­der des Kri­sen­sta­bes regel­mä­ßig im Kata­stro­phen­schutz- und Lage­zen­trum des Lüden­schei­der Kreis­hau­ses. Ob Hoch­was­ser, Schnee­cha­os, Ter­ror­an­schlag, Unfäl­le mit Gefahr­gut­trans­por­tern oder Bahn­un­glück – die Sze­na­ri­en sind dabei ver­schie­den. Bei­spiels­wei­se übte der Kri­sen­stab des Mär­ki­schen Krei­ses vor eini­gen Jah­ren als ers­ter in ganz NRW eine soge­nann­te Pandemielage.

 

Um den Drei­schicht-Betrieb auch per­so­nell zu sichern, stel­len sich Kreis­be­diens­te­te neben ihren eigent­li­chen beruf­li­chen Auf­ga­ben für die Kri­sen­stabs-Arbeit zur Ver­fü­gung. Und dafür müs­sen sie geschult wer­den. Das geschieht unter ande­rem in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Auf dem Aus­bil­dungs­plan stan­den die­ses Mal unter ande­rem: Auf­bau des Kri­sen­ma­nage­ments, Opti­mie­rung von Ent­schei­dungs­pro­zes­sen bei der Kri­sen­be­wäl­ti­gung anhand eines Bei­spiels aus dem Mär­ki­schen Kreis. Die Semi­nar­teil­neh­mer muss­ten bei­spiels­wei­se einen Eva­ku­ie­rungs­plan nach einem Unfall mit einem Gefahr­gut­trans­por­ter erstel­len. Auf die Wich­tig­keit aller Auf­ga­ben­be­rei­che, ins­be­son­de­re auch der Bür­ger­infor­ma­ti­on und Medi­en­ar­beit, wur­de aus­drück­lich hin­ge­wie­sen. Eine gute Zusam­men­ar­beit zwi­schen Kri­sen­stab, Ein­satz­lei­tung vor Ort, den Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen und Ret­tungs­kräf­ten ist im Groß­scha­dens­fall unerlässlich.

„Eine gute Erfah­rung“, waren sich alle Betei­lig­ten nach der Fort­bil­dung einig. Sie dien­te der Opti­mie­rung des Kri­sen­ma­nage­ments beim Kreis, obwohl der bereits gut auf­ge­stellt und vor­be­rei­tet ist auf eine Kata­stro­phe, die hof­fent­lich nie­mals eintritt.

 

Nach so viel Theo­rie freu­ten sich die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer auch über etwas Abwechs­lung. Dazu gehör­te auch ein Besuch im ehe­ma­li­gen Regie­rungs­bun­ker, der heu­te als  Doku­men­ta­ti­ons­stät­te für Inter­es­sier­te geöff­net ist.