Als Alte­na die Haupt­stadt des New Jazz war

25. Juni 2013
von Redaktion

Als Alte­na die Haupt­stadt des New Jazz war

Blick in den Burghof beim ersten New Jazz-Meeting 1970. Foto: Klüter/Märkischer Kreis

Blick in den Burg­hof beim ers­ten New Jazz-Mee­ting 1970. Foto: Klüter/​Märkischer Kreis


3000 Musik­fans auf dem über­füll­ten Burg­hof, Besu­cher­schlan­gen vor den Burg­to­ren und voll­be­setz­te bel­gi­sche Rei­se­bus­se, die auf die Heim­rei­se geschickt wer­den muss­ten, weil alle Ein­tritts­kar­ten aus­ver­kauft waren. Unge­wöhn­li­ches geschah Anfang der 70er Jah­re des vori­gen Jahr­hun­derts auf der Burg Alte­na. Uner­hör­te Klän­ge schall­ten durch das ehr­wür­di­ge Gemäu­er, so eigen­ar­tig und außer­ge­wöhn­lich, wie es nur zu Beginn der 70er Jah­re mög­lich war. Wer meint, hier wäre die Rede von frü­hen Burg­rock-Ver­an­stal­tun­gen, liegt falsch! Denn zwei Jahr­zehn­te vor dem Burg­rock wur­de in Alte­na ein Kapi­tel Musik­ge­schich­te geschrie­ben, an das sich heu­te kaum jemand noch erin­nert, und von dem Men­schen, die spä­ter gebo­ren wur­den, meist noch nie etwas gehört haben – als Alte­na die Haupt­stadt des New Jazz war. Die New Jazz-Mee­tings auf der Fes­te ober­halb der Len­ne hat­ten Kultstatus.
In sei­nem gleich­na­mi­gen Vor­trag erin­nert Udo Sawin­ski, ein ehe­ma­li­ger Alte­na­er, an die­se fast ver­ges­se­ne Kul­tur­ge­schich­te und dar­an, dass von 1970 bis 1974 welt­be­kann­te New-Jazz-Musi­ker in der Burg­stadt zu Gast waren. Noch heu­te schwär­men dama­li­ge Besu­cher von der beson­de­ren Atmo­sphä­re der Kon­zer­te. Als ers­te Spiel­stät­te, die sich aus­schließ­lich dem New Jazz ver­schrieb, wur­de auf der Burg ein Trend gesetzt, der bun­des­weit für Auf­se­hen sorgte.
Der Vor­trag mit Ori­g­ni­al­do­ku­men­ten, Musik­bei­spie­len und ganz viel Hin­ter­grund­wis­sen fin­det am Mitt­woch, 3. Juli 2013, um 19.30 Uhr, im Anschluss an die Mit­glie­der­ver­samm­lung der „Freun­de der Burg Alte­na“ im Fest­saal des Burg­re­stau­rants statt. Der Ein­tritt ist frei, Gäs­te sind willkommen.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen bei Dr. Chris­tia­ne Tod­row­ski, Fach­dienst Kul­tur und Tou­ris­mus, Mär-kischer Kreis, Tele­fon 02352/966‑7055.