592 Plät­ze für unter Drei­jäh­ri­ge gemel­det Akzep­tanz bei Tages­pfle­ge nimmt zu

28. Juni 2013
von Redaktion

Mär­ki­scher Kreis. (pmk) . Die Pla­nun­gen für das Kin­der­gar­ten­jahr 2013/2014 war einer der zen­tra­len Tages­ord­nungs­punk­te der jüngs­ten Sit­zung des Jugend­hil­fe­aus­schus­ses des Mär­ki­schen Kreises.
„Wir haben vie­le posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen, die Kin­der­ta­ges­pfle­ge erfährt eine immer grö­ßer wer­den­de Reso­nanz.“ Das berich­te­ten Danie­la Wall und Susann Kürsch­ner vom Kin­der­ta­ges­pfle­ge­bü­ro Mär­ki­scher Kreis der AWo Hagen-Mär­ki­scher Kreis in der jüngs­ten Sit­zung des Jugend­hil­fe­aus­schus­ses. Die AWo ist Koope­ra­ti­ons­part­ner des Krei­ses. Das Büro gewähr­leis­tet eine ver­läss­li­che Beglei­tung für alle Pha­sen des Tages­pfle­ge­ver­hält­nis­ses – vom ers­ten Kon­takt bis zur Ablö­sung und zum Über­gang in die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung. Bis zum 31. Dezem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res ver­zeich­ne­te das Kin­der­ta­ges­pfle­ge­bü­ro ins­ge­samt 212 Ver­mitt­lungs­an­fra­gen. Die weit­aus meis­ten konn­ten befrie­digt wer­den. „Das klappt aber nicht in jedem Fall. Unse­re Tages­pfle­ge­müt­ter sind zwar sehr fle­xi­bel, kön­nen aber auch nicht rund um die Uhr zur Ver­fü­gung ste­hen“, so Danie­la Wall.
Die Anzahl der Tages­pfle­ge­per­so­nen, in der Regel Tages­müt­ter, aber auch Tagesvä­ter, hat zuge­nom­men. Waren im Jahr 2012 noch 70 Män­ner und Frau­en aktiv, stieg deren Zahl in die­sem Jahr bereits auf 90 –Ten­denz wei­ter stei­gend. Aus­ge­zeich­net habe sich auch die Zu-sam­men- und Netz­werk­ar­beit sowohl der Tages­pfle­ge­per­so­nen unter­ein­an­der, als auch der Eltern ent­wi­ckelt. Pro­ble­me wür­den bespro­chen, neue Metho­den in der Kin­der­be­treu­ung weitergegeben.
592 Plät­ze für die Betreu­ung unter Drei­jäh­ri­ger habe der Mär­ki­sche Kreis für sei­nen Zustän­dig­keits­be­reich, das sind acht der 15 Städ­te und Gemein­den, für das Kin­der­gar­ten­jahr 2013/2014 an das Lan­des­ju­gend­amt gemel­det. Davon wür­den 432 Plät­ze in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen vor­ge­hal­ten, 160 von Tages­pfle­ge­per­so­nen. Dies ent­spre­che einer Ver­sor­gungs­quo­te von 23,7 Pro­zent. Wie die Ver­wal­tung in ihrer Vor­la­ge wei­ter mit­teil­te, sei eine grö­ße­re Abwei­chung zur Bedarfs­pla­nung bei den U‑3-Plät­zen in Bal­ve fest­zu­stel­len. Auf­grund der gerin­gen Nach­fra­ge sei dort eine U‑3-Grup­pe nicht zustan­de gekom­men. Den­noch ver­fügt Bal­ve im kom­men­den Kin­der­gar­ten­jahr über 43 Plät­ze bei 235 infra­ge kom­men­den Kin­dern. Das ent­spricht einer Ver­sor­gungs­quo­te von 28,9 Prozent.
Ein­stim­mig beschlos­sen die Aus­schuss­mit­glie­der auch die Eltern­bei­trä­ge für die Kin­der­ta-ges­pfle­ge im Zustän­dig­keits­be­reich des Krei­ses. Bis zu einem Jah­res­ein­kom­men von 15.000 Euro wer­den kei­ne Bei­trä­ge ver­langt. Ansons­ten lie­gen die Ent­gel­te – je nach Ein­künf­ten der Eltern und Stun­den Nut­zungs­zeit zwi­schen 19 Euro und 388 Euro monat­lich. Eben­so ein­stim­mig folg­ten die Poli­ti­ker dem Vor­schlag der Ver­wal­tung, die Trä­ger­schaft der neu­en Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung in Mein­erz­ha­gen an die Arbei­ter­wohl­fahrt zu ver­ge­ben. In der ehe­ma­li­gen Haus­meis­ter­woh­nung der Haupt­schu­le soll eine Grup­pe für sechs unter drei­jäh­ri­ge Kin­der sowie 14 älte­re Jun­gen und Mäd­chen ein­ge­rich­tet wer­den. Das Lan­des­ju­gend­amt habe die Betriebs­er­laub­nis in Aus­sicht gestellt, Lan­des­mit­tel für den Umbau und die Ein­rich­tung ste­hen zur Verfügung.
Erfreu­li­cher­wei­se zurück­ge­gan­gen ist die Anzahl der Mel­dun­gen über Kin­des­wohl­ge­fähr­dung im Zustän­dig­keits­be­reich des Krei­ses. Wur­den im Jahr 2011 noch 275 „Fäl­le“ ange­zeigt, waren es im ver­gan­ge­nen Jahr noch 187.