Wochen­end­tipp für die gan­ze Familie:

30. Juli 2015
von Redaktion

SoFe_HerzogJohannWochen­end­tipp für die gan­ze Fami­lie: Die Soes­ter Feh­de vom 31. Juli bis 2. August 2015

Soest. An die­sem Wochen­en­de ist die Soes­ter Alt­stadt bereits zum vier­ten Mal Treff­punkt für Mit­tel­al­ter­freun­de aus 12 euro­päi­schen Natio­nen und Büh­ne für spek­ta­ku­lä­res Ereig­nis der regio­na­len Geschich­te: die berühm­te Soes­ter Feh­de, bil­det den Aus­gangs­punkt für ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm, das den ‚Herbst des Mit­tel­al­ters’ leben­dig wer­den lässt, unter ande­rem auch durch zahl­rei­che Soes­ter Bür­ger, die aktiv am Gesche­hen, teil­wei­se mit der gan­zen Fami­lie, teilnehmen.

Die Soes­ter Alt­stadt mit ihren hüb­schen Fach­werk­häu­sern und Grün­sand­stein­kir­chen ist u.a. Kulis­se für ein bun­tes und unter­halt­sa­mes Trei­ben mit Hand­wer­kern, Händ­lern, Spiel­leu­ten und Gauk­lern. Schau­spie­le­ri­sche Sze­nen mit his­to­ri­schem Bezug, die zu unter­schied­li­chen Zei­ten an ver­schie­de­nen Orten der Alt­stadt auf­ge­führt wer­den, neh­men den Besu­cher mit auf eine Rei­se zurück ins Spät­mit­tel­al­ter und machen Geschich­te lebendig.

 Einen der Höhe­punk­te der Ver­an­stal­tung bil­det erneut die Nach­stel­lung des „Gro­ßen Sturms auf die Stadt von 1447“, die an der noch zu gro­ßen Tei­len erhal­te­nen his­to­ri­schen Wall­mau­er auf­ge­führt wird. Rund 500 Mit­tel­alt­er­fans aus ganz Euro­pa tre­ten hier­bei in zeit­ge­nös­si­scher Kriegs­klei­dung mit Kano­nen, Büch­sen, Schwert und Bogen an, um die Stadt zu stür­men oder zu ver­tei­di­gen. Platz­tech­nisch und gemes­sen an der Zahl der Mit­wir­ken­den, han­delt es sich hier­bei um eine der größ­ten Insze­nie­run­gen die­ser Art bundesweit.

Außer­halb der Auf­füh­rungs­zei­ten des „Sturms“ kann man die Akteu­re in ihrem „Heer- und Söld­ner­la­ger“, das am Fuße des wuch­ti­gen Stadt­walls auf­ge­baut ist und sich über meh­re­re Gräf­ten­ab­schnit­te zieht, besu­chen und sie bei Waf­fen­übun­gen und ihrem mit­tel­al­ter­li­chem All­tags­le­ben beob­ach­ten. Auch was die Ver­sor­gung der Trup­pen angeht, geht es übri­gens authen­tisch zu: In den Koch­topf kommt nur, was es „damals“ schon gab.

Einen wei­te­ren Höhe­punkt und ein far­ben­fro­hes Bild mit Fuß­volk, Pfer­den, Gauk­lern, Musi­kan­ten und Reprä­sen­tan­ten der Feh­de von hohem und nie­de­rem Stand bie­tet auch in die­sem Jahr wie­der der „Fest­li­che Ein­zug des Her­zogs Johann von Kle­ve“ am Veranstaltungs-Samstag.

Neu in die­sem Jahr: die fast his­to­ri­sche „See­schlacht“ am Sams­tag, ein feucht­fröh­li­ches Tur­nier, das an einen Soes­ter Kar­ne­vals­brauch aus dem 15. Jh. anknüpft.

Getra­gen wird das Fes­ti­val von zahl­rei­chen Mit­tel­al­ter­grup­pie­run­gen aus 12 euro­päi­schen Natio­nen, aber auch von dem gro­ßen Enga­ge­ment ehren­amt­lich agie­ren­der Soes­ter Bür­ger sowie Mit­wir­ken­den aus dem gesam­ten Soes­ter Kreis­ge­biet. So wer­den aus ehe­ma­li­gen Geg­nern Ver­bün­de­te, die eine gan­ze Stadt das Mit­tel­al­ter (er)-leben lassen.

Auf Grund der ver­än­der­ten Park­platz­si­tua­ti­on wird wäh­rend der Ver­an­stal­tungs­ta­ge die Anfahrt mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln emp­foh­len. Alle Schau­plät­ze der „Soes­ter Feh­de“ sind vom Soes­ter Bahn­hof aus inner­halb weni­ger Geh­mi­nu­ten erreichbar.

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und das kom­plet­te Pro­gramm der Soes­ter Feh­de gibt es im Inter­net unter www​.soes​ter​feh​de​.de oder www​.face​book​.com/​s​o​e​s​t​e​r​.​f​e​hde