Die Soes­ter Feh­de: Musik und Vor­trä­ge als Ein­stim­mung auf die kom­men­den Veranstaltungstage

18. Juli 2015
von Redaktion

capellaSoest. Wie in den Vor­jah­ren wird es auch dies­mal wie­der eini­ge Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen als Hin­füh­rung zum eigent­li­chen Feh­de-Wochen­en­de geben. Neben Vor­trä­gen, die sich mit unter­schied­li­chen Schwer­punkt-The­men der Zeit des Mit­tel­al­ters nähern, laden zusätz­lich eine Altar­wan­de­rung sowie das belieb­te Wan­del­kon­zert durch Soes­ter Kir­chen wie­der dazu ein, sich mit dem Zeit­geist aus­ein­an­der­zu­set­zen und einen Bogen in die heu­ti­ge Zeit zu spannen.

Den Beginn macht dabei am Mon­tag, 27. Juli 2015, um 19:30 Uhr im Gemein­de­haus St. Patro­kli Prof. Dr. Wer­ner Frei­tag, von der Uni­ver­si­tät Müns­ter. In sei­nem Vor­trag „Das lan­ge Spät­mit­tel­al­ter – Die Soes­ter Feh­de als Bei­spiel für die Aus­ein­an­der­set­zun­gen vor und um die Refor­ma­ti­on“ schil­dert er zunächst die Soes­ter Feh­de als Kon­flikt um die Auto­no­mie der Stadt, um anschlie­ßend, im zwei­ten Schritt, die im „pac­tum duca­le“ fest gel­ten­den Rech­te der Stadt und die weni­gen Zugriffs­mög­lich­kei­ten des neu­en Lan­des­herrn, des Her­zogs von Kle­ve, zu the­ma­ti­sie­ren. Schließ­lich geht es um die lang­fris­ti­gen Fol­gen der Soes­ter Feh­de und zwar für die Refor­ma­ti­on im Sin­ne Luthers: die inner­kirch­li­chen Refor­men des Her­zogs von Jülich-Kle­ve-Berg und die Refor­ma­ti­ons­er­eig­nis­se in Soest 1532/1533. Der Vor­trag wird sich dabei immer wie­der mit der Fra­ge beschäf­ti­gen, mit wel­chen Instru­men­ten der Lan­des­herr ver­such­te, die Refor­ma­ti­on in Soest auf­zu­hal­ten. Schließ­lich ver­such­te der Her­zog auf die­se Wei­se, Rech­te zurück­zu­ge­win­nen, die sei­ne Vor­gän­ger den Soes­tern nach der Feh­de gewährt hat­ten. Ver­an­stal­ter ist der Rat christ­li­cher Gemein­den. In die­sem Rah­men wird auch die Soes­ter Feh­de durch die Land­rä­tin des Krei­ses Soest, Eva Irr­gang, sowie den Soes­ter Bür­ger­meis­ter, Dr. Eck­hard Ruthe­mey­er offi­zi­ell eröff­net. Der Ein­tritt ist frei.

 Es fol­gen am Diens­tag, 28. Juli, im Kunst­saal, Klos­ter­stra­ße 13, ein Vor­trag zum The­ma „Kunst um 1450“ von Inga Schu­bert-Hart­mann und am Mitt­woch, 29. Juli im Gemein­de­haus St. Patro­kli ein wei­te­rer Vor­trag mit dem Titel „Medi­zi­ni­sches Wis­sen im 15. Jahr­hun­dert – For­schungs­er­geb­nis­se aus den Gra­bungs­fun­den am ehe­ma­li­gen Finanz­amt Soest“. Refe­rent: Dr. Chris­toph Schön­le. Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr. Der Ein­tritt ist frei. Am Don­ners­tag, 30.Juli, 15:30 Uhr unter­nimmt Joa­chim Gra­de vom Ver­ein für Hei­mat und Geschichts­pfle­ge e.V. eine „Altar­wan­de­rung (Soes­ter Altä­re bis zum 15.Jh.)“. Sta­tio­nen sind dabei die Kir­chen St. Maria zur Wie­se (Treff­punkt), St. Patro­kli (St. Patro­kli-Schrein) und St. Petri. Der Ein­tritt ist frei.

 Und wäh­rend der erste“Sturm auf die Stadt“ bereits in vol­lem Gan­ge ist, lädt das Soes­ter Kul­tur­fo­rum am Frei­tag, 31. Juli, 19:30 Uhr wie­der zum belieb­ten Wan­del­kon­zert ein. Dies­mal ist Treff­punkt die Pau­li­kir­che in der Ulri­cher­stra­ße. 1.    Sta­ti­on: St. Pau­li­kir­che Musik der Früh­re­nais­sance, Teil I (Capel­la de la Tor­re, Lei­tung: Katha­ri­na Bäuml) 2.    Sta­ti­on: Gar­ten des Stadt­ar­chivs in der Jako­bi­sta­ße „All mein Gedan­ken, die ich hab“ und „Ich fahr dahin, wann es muss sein“ – im Spie­gel der Musik­ge­schich­te. (Ensem­ble Mon­dial, Lei­tung: Micha­el Fran­gen) 3.    Sta­ti­on: St. Petri Musik der Früh­re­nais­sance, Teil II (Capel­la de la Tor­re ) 4.    Sta­ti­on: St. Patro­kli – Kreuzgang/​Innenhof Musik des 15. Jahr­hun­derts arran­giert für Jazz. (Hin­ter­haus-Jazz­band). Mit anschlie­ßen­der Bewir­tung im Kreuzgang.

 

 

Die Grup­pe „Capel­la de la Tor­re“ (Lei­tung: Katha­ri­na Bäuml), inzwi­schen deutsch­land­weit bekannt, und geschätzt, kommt zum zwei­ten Mal anläss­lich der Soes­ter Feh­de nach Soest. Im Rah­men des Wan­del­kon­zerts am 31. Juli prä­sen­tiert sie in zwei Kon­zer­ten Musik der Früh­re­nais­sance: In St. Pau­li und in St. Petri. Dazwi­schen erwar­tet den Musik­lieb­ha­ber im Gar­ten des Stadt­ar­chivs eine wei­te­re Beson­der­heit: Die Urauf­füh­rung eines eigens für die­sen Tag geschrie­be­nen Kon­zerts von Eck­hart Kuper, Han­no­ver: „Eine musi­ka­li­sche Zeit­rei­se“. Sie beginnt mit dem ‚The­ma‘ im 15. Jahr­hun­dert und durch­läuft in sei­nen Varia­tio­nen die Zei­ten „von Bach bis Gershwin“. Es spielt das Blä­ser­quin­tett „Ensem­ble Mon­dial“ (Lei­tung: Micha­el Fran­gen). Und wie immer zur „Soes­ter Feh­de“ mün­det der Kon­zert­rei­gen im Kreuz­gang von St. Patro­kli mit den „Hin­ter­haus-Jaz­zern“ und ihren Jazz-Ver­sio­nen bekann­ter Lie­der des 15. Jahrhunderts.

 

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Ein­tritt: Erwach­se­ne: 20,- €  / Schü­ler & Stu­den­ten mit Aus­weis: 13,- € Wei­te­re Infor­ma­tio­nen auch im Inter­net unter www​.soes​ter​feh​de​.de und www​.face​book​.com/​s​o​e​s​t​e​r​.​f​e​hde Schirm­her­rin der Soes­ter Feh­de 2015: Land­rä­tin Eva Irrgang