Zwei Sät­ze Bal­sam auf die RCS See­le – Sor­pe­see ent­führt drei Punk­te aus Bre­men

4. April 2016
von Redaktion

Sun­dern-Lang­scheid. Sor­pe­see (Hoch­sauer­land) Mit einer wah­ren Ener­gie­leis­tung, ange­trie­ben von fast drei Dut­zend Aus­wärts­fans in der Han­se­stadt sichert sich der RC Sor­pe­see im letz­ten Sai­son­spiel in der zwei­ten Vol­ley­ball Bun­des­li­ga den zwei­ten Aus­wärts­drei­er der Sai­son. Dass es am Ende doch wie­der ein Vol­ley­ball­kri­mi wur­de, war nach den ers­ten bei­den Sät­zen kaum zu ver­mu­ten, spie­gelt aber den Sai­son­ver­lauf der Lang­schei­der Youngs­ter tref­fend wie­der. Am Ende setz­te sich der RCS mit einem 27:25 im vier­ten Satz mit 3:1 durch und freu­te sich über einen gelun­ge­nen sport­li­chen Abschluss der ers­ten Zweit­li­ga­sai­son der Ver­eins­his­to­rie und eine stim­mungs­vol­le Heim­fahrt im prop­pen­vol­len Bus.
Auszeit_RCS Block_RCS Humba_RCS Punkterfolg_RCS

Die ers­ten bei­den Sät­ze in der Bre­mer Hal­le sind hier­bei schnell zusam­men­ge­fasst. Der RC Sor­pe­see über­rollt die Gast­ge­be­rin­nen des Eiche Horn in Satz 1 förm­lich. Mit der zurück­ge­kehr­ten Kapi­tä­nin Kirs­ten Plat­te, Katha­ri­na Schul­te-Schma­le und Lisa Hen­ne­cke ließ die Annah­me des RCS im Auf­takt­durch­gang kaum etwas zu. Über die Mit­te ver­edel­ten Nora Anders, Vanes­sa Vorn­weg und immer wie­der Lau­ra Feld­mann die guten Vor­la­gen einer glän­zend auf­ge­leg­ten Lara Dröl­le. Zudem agier­te der Block des RCS um die spä­te­re MVP Lena Ved­der sehr auf­merk­sam und sicher­te so Punkt um Punkt. So zog der RCS über 8:3 auf 11:3 davon und trans­por­tier­te den Vor­sprung ein­drucks­voll über 20:11 zu einem unge­fähr­de­ten 25:12 im Auf­takt­durch­gang. Sei­ten­wech­sel und alles wie­der auf Null!
Die Spiel­lau­ne des RCS hat­te aber auch beim Spiel auf die eige­ne Fan­tri­bü­ne nicht gelit­ten. Eiche Horn stell­te um, kam bes­ser ins Spiel, die Angriffs­lau­ne der Sor­pe­see­mä­dels konn­te das Team um Mar­kus Lentz jedoch in die­ser Pha­se des Spiels nicht stop­pen. Der RCS setz­te sich auf 13:9 ab und hat­te beim 18:10 alle Trümp­fe in der Hand. Hen­ri­ke Axt ent­las­te­te Katha­ri­na Schul­te-Schma­le und führ­te sich mit zwei kra­chen­den Blocks gleich fabel­haft ein. Als Michel­le Hen­kies gegen Ende des Sat­zes zwei druck­vol­le Auf­schlä­ge fol­gen ließ und ihren Far­ben das 23:13 bescher­te, stand der RCS-Fan­block Kopf und fei­er­te sein Team aus­ge­las­sen. Bis zum 25:17 gab das Team zwar eini­ge Punk­te ab, den­noch kön­nen die bei­den ers­ten Sät­ze wohl als stärks­te Leis­tung der Sai­son und eine für einen Abstei­ger außer­ge­wöhn­li­che Per­for­mance ver­bucht wer­den.
„Niveau hal­ten!“ also das Ziel für Satz 3 und bis zum 8:6 in der tech­ni­schen Aus­zeit gelang dies auch ganz pas­sa­bel. Danach aber stell­te sich die größ­te Schwä­che der jun­gen Mann­schaft dann doch wie­der für eini­ge Bäl­le ein. Ver­hal­te­ne Angrif­fe und Blo­ck­ak­tio­nen brach­ten Bre­men die Chan­ce und das Team um ihre erneut glän­zend auf­ge­leg­te Zuspie­le­rin Lea Frack­mann kämpf­te sich ange­führt von Spiel­füh­re­rin Ina Schul­ze zurück in die Par­tie. Beim 16:19 schien der RC Sor­pe­see schon auf der Ver­lie­rer­stra­ße ent­deck­te dann aber sein Kämp­fer­herz. Punkt für Punkt wur­de zurück­ge­holt und beim 24:22 waren die zwei Match­bäl­le zum 3:0 Aus­wärts­sieg erspielt. Eine strit­ti­ge Sze­ne und zwei über­eif­ri­ge Aktio­nen des RCS spä­ter aber ging der Satz in die Ver­län­ge­rung und es kam wie es in die­ser Sai­son gute Tra­di­ti­on gewor­den war auch Match­ball 3 und 4 wur­den man­gels Ner­ven­stär­ke ver­ge­ben. Bre­men zöger­te nicht lan­ge und sicher­te sich den Durch­gang bezeich­nen­der­wei­se mit einem Bag­ger­an­griff zum 30:28. Ein guter Grund zusam­men­zu­bre­chen und das Spiel aus der Hand zu geben.
Noch dazu star­te­te Bre­men exzel­lent in den vier­ten Durch­gang. Die tak­ti­schen Anwei­sun­gen von Mar­kus Lentz grif­fen und der RCS hat­te sei­nen Elan der ers­ten bei­den Sät­ze für den Moment ver­lo­ren. Bei 8:13 hat­ten Team und Trai­ner gestei­ger­ten Gesprächs­be­darf und es ging wie­der ein­mal hoch her neben der Außen­li­nie des RCS bei der Aus­zeit. Aber mit Erfolg: plötz­lich war der Fun­ke wie­der da und die Mann­schaft figh­te­te sich zurück. Beim 20:20 war die Lücke geschlos­sen und ein mitt­ler­wei­le mit­rei­ßen­des Spiel war­te­te auf sei­ne Ent­schei­dung. Bre­men leg­te vor, sicher­te sich mit zwei unglaub­li­chen Abwehr­ak­tio­nen das 22:20. Erneu­te Aus­zeit RCS und letz­te tak­ti­sche Anwei­sun­gen. Beim 23:23 stand das Spiel auf des Mes­sers Schnei­de und der RCS ver­stärk­te erneut den Block. Mit Erfolg, ver­buch­te doch eben die­ser Block den Punkt zum 24:23 und damit erneu­ten Match­ball. Zwar gelang den Sauer­län­de­rin­nen das Kunst­stück auch den drit­ten Match­ball bei eige­nem Auf­schlag mit einem Auf­schlag­feh­ler selbst zu ver­ei­teln aber die „Jetzt erst recht!“ Ein­stel­lung war plötz­lich zu spü­ren. Das Spiel wog­te hin und her und beim 25:25 sicher­te Youngs­ter Hen­ri­ke Axt mit einem star­ken Angriff den letz­ten Match­ball der Par­tie. Der letz­te Wech­sel brach­te mit Michel­le Hen­kies den nächs­ten Youngs­ter an die Auf­schlag­li­nie und so war es am Ende eine Co-Pro­duk­ti­on der bei­den jüngs­ten auf dem Feld, die den RCS beim 27:25 über drei letzt­lich ver­dien­te Punk­te den Jubel­krei­sel anschmei­ßen ließ.
Zur Fei­er des Tages zele­brier­ten Team und Fans die „Hum­ba!“ auch Aus­wärts und hat­ten auf der lan­gen Heim­rei­se aus­rei­chend Zeit eine ereig­nis­rei­che Par­tie und eine eben­so ereig­nis­rei­che und inten­si­ve Sai­son zu bespre­chen und ein­zu­sor­tie­ren. Auf eine Devi­se konn­ten sich alle am Ende eini­gen: „Heu­te ist nicht alle Tage, der RCS kommt wie­der, kei­ne Fra­ge!“
Für den RC Sor­pe­see aktiv in Bre­men: Nora Anders, Hen­ri­ke Axt, Lara Dröl­le, Lau­ra Feld­mann, Michel­le Hen­kies, Lisa Hen­ne­cke, The­re­sa Lüb­ke, Kirs­ten Plat­te, Katha­ri­na Schul­te-Schma­le, Kim Sprey­er, Lena Ved­der, Vanes­sa Vorn­weg, Scout Nico­le Frei­burg, Phy­sio­the­ra­peu­tin Anne Schmitz und Co-Trai­ner Linus Tepe.
 Nun heißt es den Sonn­tag genie­ßen, fri­sche Luft atmen und sich noch­mal bei allen bedan­ken. Allen vor­an bei Chris­toph Rech, der auch in Bre­men wie­der tol­le Bil­der geschos­sen hat und eini­ge Impres­sio­nen vor­ab bereit­ge­stellt hat (sie­he Anhang).
Bleibt dem Vol­ley­ball treu und viel­leicht auf Bald!