Nel­li­us­stra­ße: Zum ers­ten Mal Bür­ger­ent­scheid in Sun­dern

7. Februar 2014
von Redaktion

uebersundern2Sun­dern (Hoch­sauer­land) 6.02.14 Zum ers­ten Mal wird in den nächs­ten Mona­ten bis zum 5. Mai ein Bür­ger­ent­scheid in Sun­dern statt­fin­den.

Antrag­stel­ler ist die Bür­ger­initia­ti­ve zur Nel­li­us­stra­ße in Hach­en. Die Stra­ße soll nach dem Wil­len des Stadt­ra­tes umbe­nannt wer­den, da Georg Nel­li­us wäh­rend der Nazi­zeit ein glü­hen­der Anhän­ger der Naziideo­lo­gie war und damit als Namens­ge­ber für eine Stra­ße nicht trag­bar ist.

In einer von vie­len Bür­gern besuch­ten Rats­sit­zung stimm­ten in nament­li­cher Abstim­mung alle Abge­ord­ne­ten von CDU, SPD und Bünd­nis 90/Die Grü­nen für die Umbe­nen­nung der Stra­ße, von der FDP stimmt Oli­ver Bren­scheidt gegen die Umbe­nen­nung, Doro­thee Thie­le ent­hielt sich der Stim­me.

Vor der Abstim­mung hat­te der ehe­ma­li­ge Stu­di­en­di­rek­tor Klein noch ein­mal für die Bei­be­hal­tung des Namens plä­diert, der Hei­mat­for­scher (und eben­falls ehe­ma­li­ger Stu­di­en­di­rek­tor) Wer­ner Neu­haus beleg­te mit zahl­rei­chen Zita­ten aus sei­ner For­schungs­ar­beit, dass Georg Nel­li­us viel mehr als ein Mit­läu­fer war.

Sei­ne Ver­to­nun­gen von gewalt­ver­herr­li­chen­den und ras­sis­ti­schen Tex­ten machen ihn als Namens­ge­ber einer Stra­ße untrag­bar.

Nun müs­sen bis zum 5. Mai min­des­tens 4500 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für die Bei­be­hal­tung des Namens stim­men.

Die Kos­ten der Akti­on kön­nen noch nicht näher bezif­fert wer­den

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