Woh­nungs­brand in Nie­der­mars­berg

3. Januar 2013
von Redaktion

Mars­berg (Hoch­sauer­land)  Am Don­ners­tag um kurz nach 08:00 Uhr wur­de der Feu­er­wehr und der Poli­zei ein Woh­nungs­brand in Nie­der­mars­berg an der Klos­ter­stra­ße gemel­det. Zunächst bestand Unklar­heit über die Aus­deh­nung des Feu­ers und über die noch in dem Haus mit fünf Woh­nun­gen befind­li­chen Per­so­nen.

 

Die zuerst am Brand­ort ein­tref­fen­de Streif­wa­gen­be­sat­zung konn­te schnell fest­stel­len, dass ein rela­tiv klei­nes Feu­er in der Dach­ge­schoss­woh­nung aus­ge­bro­chen war. In der Woh­nung befand sich zu die­sem Zeit­punkt noch eine 34jährige Frau mit ihrer zwei Mona­te alten Toch­ter. Zwei wei­te­re Bewoh­ner der obers­ten Woh­nung waren nicht anwe­send.

 

Die Flam­men konn­ten unmit­tel­bar nach Ein­tref­fen der Poli­zei mit einem Feu­er­lö­scher gelöscht wer­den. Aller­dings konn­ten die Beam­ten auf Grund der mas­si­ven Ver­rau­chung der Räu­me nicht bis zu der Mut­ter und dem Baby vor­drin­gen. Die­se bei­den Per­so­nen wur­den anschlie­ßend durch die eben­falls sehr schnell ein­tref­fen­de Feu­er­wehr Mars­berg unter Ein­satz von schwe­rem Atem­schutz aus der Woh­nung geret­tet. Bis dahin befan­den sich Mut­ter und Baby in einem wei­te­ren Raum der Woh­nung, der rauch­frei geblie­ben war. Danach wur­den noch Rest­lösch­ar­bei­ten vor­ge­nom­men.

 

Die anwe­sen­den Bewoh­ner der ande­ren vier Wohn­ein­hei­ten wur­den zeit­nah aus dem Haus gebracht. Anschlie­ßend wur­de das Gebäu­de durch die Feu­er­wehr gelüf­tet.

 

Durch Rauch­ga­se erlit­ten die Mut­ter und ihr Baby sowie drei wei­te­re Bewoh­ner des Hau­ses Ver­gif­tun­gen. Ein Poli­zei­be­am­ter lei­det eben­falls unter einer Rauch­gas­in­to­xi­ka­ti­on, die er sich bei dem Löschen der Flam­men zuge­zo­gen hat. Alle Ver­letz­ten wur­den in Kran­ken­häu­ser gebracht, Lebens­ge­fahr besteht in kei­nem Fall.

 

Alle Woh­nun­gen des Hau­ses bis auf die durch den Brand betrof­fe­ne Dach­ge­schoss­woh­nung sind wei­ter­hin bewohn­bar, die eva­ku­ier­ten Per­so­nen konn­ten bereits zurück­keh­ren. Der ent­stan­de­ne Sach­scha­den steht bis­lang noch nicht fest. Erkennt­nis­se auf die Brand­ur­sa­che lie­gen noch nicht vor, ein Brand­er­mitt­ler der Poli­zei im Hoch­sauer­land­kreis hat sei­ne Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men.