Wie steht es um den Natur­schutz im Hoch­sauer­land­kreis, oder wann tagt der Land­schafts­bei­rat end­lich wie­der?

24. Mai 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. „Bei der Unte­ren Land­schafts­be­hör­de des Hoch­sauer­land­krei­ses ist ein Land­schafts­bei­rat gebil­det, der die Behör­de beim Schutz und bei der Pfle­ge und Ent­wick­lung der Land­schaft bera­ten und der Öffent­lich­keit die Absich­ten und Zie­le von Land­schafts­pfle­ge und Natur­schutz ver­mit­teln soll. Der Bei­rat besteht aus Ver­tre­tern des Natur­schut­zes, der Land­wirt­schaft, der Wald­bau­ern, des Gar­ten­bau­es, der Jagd, der Fische­rei, des Sports und der Imke­rei. Die Sit­zun­gen des Bei­ra­tes sind öffent­lich. Vor­sit­zen­der ist Herr Johan­nes Schrö­der.“

So steht‚s auf der Inter­net­sei­te der Kreis­ver­wal­tung und das ist gut so. Noch bes­ser wäre, wenn der Land­schafts­bei­rat auch mal tagen wür­de. Dem ist, zumin­dest in letz­ter Zeit, lei­der nicht so. Am The­men­man­gel kann es ja wohl nicht lie­gen. Die wer­den doch gewis­ser­ma­ßen frei Haus gelie­fert, so wie die­se:

In einem Leser­brief in der WP wur­de kürz­lich ein mas­si­ver Ein­griff mit Radi­kal­schnitt von Bäu­men und Sträu­chern, sowie die Zer­stö­rung von Gras­nar­ben und die Auf­tra­gung von Splitt­strei­fen im Wan­der- und Nah­erho­lungs­ge­biet Kohl­we­der­tal bei Mesche­de-Evers­berg beklagt. Beson­ders bedau­er­lich sei, dass die Arbei­ten zu Brut­be­ginn der Grau­gän­se und der Laich­zeit der Frö­sche durch­ge­führt wor­den sei­en.
[http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-meschede-eslohe-bestwig-und-schmallenberg/radikale-einschnitte-in-eine-idyllische-teichlandschaft-weshalb-aimp-id7921242.html]

Ein wei­te­res aktu­el­les Bei­spiel aus Mesche­de: In der Lie­gnit­zer Stra­ße sor­gen sich Anwoh­ner um eine alte Eiche die gefällt wer­den soll.
[http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-meschede-eslohe-bestwig-und-schmallenberg/dieses-naturdenkmal-wurde-einfach-vergessen-id7890298.html]

Und noch die­se Zei­tungs­mel­dung:
Natur­schüt­zer bekla­gen Rodung von Laub­wäl­dern im Sauer­land
Der Ver­ein für Natur- und Vogel­schutz (VNV) im April zu sei­ner Jah­res­haupt­ver­samm­lung 2013 ein. Der Pres­se-Ankün­di­gung vom 26. April ent­neh­men wir, der Ver­ein beob­ach­tet mit Sor­ge, „dass in öko­lo­gisch wert­vol­len Laub­wäl­dern inten­siv Forst­wirt­schaft betrie­ben oder mas­siv mit dem Schein­ar­gu­ment der Ver­kehrs­si­che­rung Bäu­me gefällt wer­den“.

Die Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL) teilt die­se Sor­ge. Immer wie­der errei­chen uns Hin­wei­se über Abhol­zungs­maß­nah­men über­all im Hoch­sauer­land­kreis. Mit schö­ner Regel­mä­ßig­keit lau­ten die Argu­men­te, die Bäu­me sei­en umsturz­ge­fähr­det und der Ver­kehrs­si­cher­heit müs­se Genü­ge getan wer­den. Vor drei Jah­ren befass­te sich der Land­schafts­bei­rat in einer sei­ner äußerst sel­ten anbe­raum­ten Sit­zun­gen mit die­sem The­ma. Damals wur­de von einem Bei­rats­mit­glied der Ver­dacht geäu­ßert, in den letz­ten Jah­ren sei die Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht mehr­fach zur Recht­fer­ti­gung von Abhol­zun­gen miss­braucht wor­den.

Lei­der wird, wie schon erwähnt, der Land­schafts­bei­rat nur alle Jubel­jah­re zu einer Sit­zung ein­be­ru­fen. Scha­de! Zwi­schen­zeit­lich wird im Hoch­sauer­land­kreis offen­sicht­lich fröh­lich wei­ter drauf­los geholzt. Aber der Land­schafts­bei­rat tagt immer noch nicht! War­um eigent­lich nicht?

 

Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)