“wider­spricht … den Ziel­set­zun­gen … von CDU und SPD”

5. Februar 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Am Mon­tag (04.02.) sol­len im Wirt­schafts­aus­schuss auch die Ände­rungs­an­trä­ge zum Ent­wurf des Zukunfts­pro­gramms für den Hoch­sauer­land­kreis bera­ten wer­den. Einer der für die­sen Aus­schuss rele­van­ten The­men­be­rei­che ist “Ener­gie und Kli­ma”. Dazu hat die SBL meh­re­re Anträ­ge ein­ge­bracht. Einer lau­tet: “100% der im Kreis­ge­biet ver­brauch­ten Ener­gie aus Wind­kraft erzeu­gen (weil der HSK auf­grund sei­ner Flä­chen­grö­ße und sei­ner Topo­gra­phie her­vor­ra­gen­de Stand­ort­be­din­gun­gen für Wind­ener­gie bie­tet)”.

 

Zum Hin­ter­grund: Wenn im gan­zen Bun­des­land NRW gemäß den Zie­len der Lan­des­re­gie­rung 20% der Ener­gie­er­zeu­gung aus rege­ne­ra­ti­ven Quel­len erfol­gen sol­len, ist die­ser Anteil nur dann zu errei­chen, wenn im Hoch­sauer­land­kreis ein viel grö­ße­rer Anteil der Ener­gie­er­zeu­gung als im Lan­des­durch­schnitt aus rege­ne­ra­ti­ven Quel­len erfolgt. Denn der HSK hat mit 1.960 km² die mit Abstand größ­te Flä­che aller 53 Krei­se in NRW (fast so groß wie das gesam­te Bun­des­land Saar­land!), hat die zweit­dünns­te Sied­lungs­dich­te aller Krei­se in NRW (nach dem Kreis Höx­ter), und hat die bes­ten Höhen­la­gen für Wind­kraft­an­la­gen in NRW. All die­se Vor­aus­set­zun­gen sind z.B. im Ruhr­ge­biet nicht annä­hernd gege­ben.

 

Die Kreis­ver­wal­tung hat für die Aus­schuss­sit­zung eine Über­sicht der 58 Ände­rungs­an­trä­ge zusam­men­ge­stellt, die den Aus­schuss betref­fen, mit Beschluss­vor­schlä­gen. 6 der Anträ­ge kom­men von der CDU-Kreis­tags­frak­ti­on, und es dürf­te nicht sehr über­ra­schend sein, dass die Ver­wal­tung für alle die­se 6 Anträ­ge die Annah­me emp­fiehlt. Die SPD-Kreis­tags­frak­ti­on erhält immer­hin noch für 7 ihrer 9 Anträ­ge eine Annah­me­emp­feh­lung der Kreis­ver­wal­tung. Eben­falls 7 Annah­me­emp­feh­lun­gen gibt es für die Anträ­ge der Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL), aber das sind nur ein Drit­tel der 21 von ihr ein­ge­brach­ten Vor­schlä­ge.

 

Beson­ders auf­schluss­reich ist die Begrün­dung der Ver­wal­tung für die emp­foh­le­ne Ableh­nung des ein­gangs genann­ten Antrags zur Wind­ener­gie: “Zudem wider­spricht die­se Ziel­set­zung den Ziel­set­zun­gen der Anträ­ge der Frak­tio­nen von CDU und SPD (Nrn 2 bis 4). Die Anre­gung ist des­halb abzu­leh­nen.” Das bedeu­tet im Klar­text: Es gibt zwar noch gar kei­nen Beschluss für oder gegen irgend­ei­nen Antrag, aber allei­ne die ande­re Aus­rich­tung eines Antrags als bis­her von CDU und SPD gewünscht (kei­ne kon­kre­ten und mess­ba­ren Zie­le für die rege­ne­ra­ti­ven Ener­gi­en!) reicht als Ableh­nungs­grund. Da spie­len die Inhal­te dann kei­ne gro­ße Rol­le mehr…

Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)