Wer hät­te nicht gern „100 000 Tacken“?

24. Februar 2016
von Redaktion

lesunghaenschSun­dern. Wer hät­te nicht schon ein­mal über­legt, was er mit 100 000 Euro machen wür­de, wenn sie ein­fach so vom Erb­on­kel oder der Erb­tan­te ange­schneit kämen? Eine schö­ne Rei­se, ein neu­es Auto oder gar ein Miets­haus? Da hat man doch was Siche­res, Beton­gold sozu­sa­gen!
Genau die­se „100 000 Tacken“ erbt die Fami­lie Knip­schild in Rei­ner Hänschs gleich­na­mi­gen Roman, aus dem der viel­sei­ti­ge Enter­tai­ner am Diens­tag im Hof­ca­fé Sun­dern las. Und wie das so ist beim Hänsch – die Sache mit dem Haus kann natür­lich nicht gut­ge­hen.
Nicht nur die Hei­zung ist maro­de, auch der Putz fällt von den Wän­den und das Abwas­ser wird nicht unbe­dingt appe­tit­lich ent­sorgt. Aber die Mie­ter sind alle nett und freund­lich, aller­dings hält der Mann aus Gha­na Hüh­ner in sei­ner Woh­nung und die Frau aus der Tür­kei kocht über offe­nem Feu­er…
Jede Men­ge Gele­gen­heit also für Hänsch, in zahl­rei­che Rol­len und Dia­lek­te zu schlüp­fen und so die unter­schied­lichs­ten Men­schen leben­dig wer­den zu las­sen. Leicht und lus­tig plau­der­te Hänsch aus dem täg­li­chen Leben und locker­te die Lesung immer wie­der mit Gesangs­ein­la­gen auf. Natür­lich durf­te auch als Zuga­be das unver­meid­li­che „Sauerland“-Lied nicht feh­len, das zu jedem ordent­li­chen sauer­län­der Schüt­zen­fest gehört.
Rei­ner Hänsch war zum zwei­ten Mal auf Ein­la­dung des För­der­ver­eins der Stadt­bü­che­rei in Sun­dern zu Gast und da das nächs­te Buch schon in Pla­nung ist, wur­de der nächs­te Besuch schon ins Auge gefasst!
Foto: Rei­ner Hänsch in Akti­on (lesunghaensch.jpg)