„Wer B sagt, muss auch A sagen“

23. Mai 2016
von Redaktion

151031_IMG_4553 gladbeck heimSun­dern-Lang­scheid. Die­ses etwas umge­dreh­te Sprich­wort nahm sich Juli­an Schal­low, Trai­ner des RC Sor­pe­see , sehr zu Her­zen und absol­vier­ten in den letz­ten Mona­ten den A-Lizenz-Lehr­gang. Mehr als erfolg­reich!
Eigent­lich passt es gar nicht zu ihm. Denn Juli­an Schal­low, 33 Jah­re und zur­zeit wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter an der TU Dort­mund, ist kein Mann der hal­ben Sachen. „Es gibt nur ein Gas, Voll­gas“, wird Schal­low ger­ne von sei­nem Team, den Mädels vom RCS, zitiert. Da mögen 95 % zu wenig, denn Luft nach oben war ja noch. Aber: denks­te! Denn das Ergeb­nis sei­ner Prü­fung ist alles ande­re als „hal­be Kraft vor­aus“.
Mit die­sen 95 % der mög­li­chen Punk­te bei der Klau­sur heims­te der vol­ley­ball­ver­rück­te Schal­low ein Traum­er­geb­nis ein. Ein Wert, der ihn gleich auch zur nament­li­chen Nen­nung auf Sei­ten des DVV kata­pul­tier­te, ist doch so ein hoher Tref­fer­satz eher unge­wöhn­lich.
„Das war nicht zu erwar­ten“, gibt sich der Lang­schei­der beschei­den. „War es doch“, kon­tert Linus Tepe, Co-Trai­ner vom neu­en A-Lizenz-Inha­ber. „Wenn man jeman­den sucht, der nahe­zu sämt­li­che Spie­ler fast aller Teams kennt, dann ist man bei Juli­an rich­tig. Und eine Auf­lis­tung zahl­rei­cher You­Tube-Vide­os mit den bes­ten Vol­ley­ball­sze­nen kann er auch lie­fern“, schmun­zelt Tepe.
„Durch Juli­ans Adern fließt Vol­ley­ball­blut“, ist auch Ute Schlecht, Ver­eins­vor­sit­zen­de des RC Sor­pe­see ange­tan von ihrem Chef­trai­ner. Kein Wun­der, schaff­te Schal­low doch vie­le Jah­re den Spa­gat zwi­schen hoch­klas­si­gem Vol­ley­ball­spiel und Trai­ner­da­sein. Nach sei­nen ers­ten Schrit­ten auf dem Vol­ley­ball­feld beim VfK Bal­ve wech­sel­te er schnell zum SV Bay­er Wup­per­tal, das sei­ner­zeit noch eine ech­te Grö­ße im Jun­gen- und Her­ren­vol­ley­ball war. Und auch die Nach­bar­clubs schiel­ten stark auf das Vol­ley­ball­ta­lent aus dem Sauer­land. So wech­sel­te der Inge­nieur – nach kur­zem Inter­mez­zo bei der TGz­RE Schwelm – zum VC Bot­trop 90, um dort bis in Liga 2 Spiel-Erfah­run­gen zu sam­meln.
Erfah­run­gen, die ihm auch jetzt bei sei­nem Trai­ner­amt beim RC Sor­pe­see hel­fen. Kei­ne Ein­heit, in der Schal­low sei­nen Damen nicht selbst noch sein spie­le­ri­sches Talent zei­gen könn­te. Aber – ganz Gen­tle­man – über­lässt er das Vol­ley­bäl­le bal­lern dann doch eher sei­nen Schütz­lin­gen.
Und dies wird auch in der kom­men­den Spiel­zeit wie­der so sein. Denn auch dann wird der frisch geba­cke­ne A-Trai­ner erneut und damit im sechs­ten Jahr in Fol­ge an der Sei­ten­li­nie der ers­ten Mann­schaft des HSK-Teams ste­hen und Anwei­sun­gen geben. „Vie­les wol­len wir bes­ser machen“, blickt Schal­low auch selbst­kri­tisch auf die aus­lau­fen­de Sai­son zurück. Nur eins, so der Lang­schei­der, ände­re sich nicht: Voll­gas geben. Immer. Alle. Schon jetzt juckt es dem 33-jäh­ri­gen wie­der in den Fin­gern…