„Was ist mei­ne Arbeit wert?“

16. März 2016
von Redaktion

minijob1Gleich­stel­lungs­stel­len infor­mie­ren Frau­en zum Tag der glei­chen Bezah­lung
Hoch­sauer­land­kreis.. Erwerbs­un­ter­bre­chun­gen für Kin­der­be­treu­ung und Pfle­ge kenn­zeich­nen in vie­len Fäl­len die Berufs­bio­gra­fi­en von Frau­en. Oft gelingt der Wie­der­ein­stieg in den Beruf nur über Teil­zeit. Vie­le Frau­en gehen dar­über hin­aus einem „Mini­job“ nach. Im gesam­ten Hoch­sauer­land­kreis sind 87 von 100 Teil­zeit­be­schäf­tig­ten Frau­en, bei den Gering­fü­gig Beschäf­tig­ten sind über 70 Pro­zent Frau­en.
 
Um die­sen Mecha­nis­men auch über den am Sams­tag (19.03.) statt­fin­den­den „Tag für glei­che Bezah­lung“ hin­aus ent­ge­gen zu wir­ken , enga­giert sich die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te des Hoch­sauer­land­kreis, Karin Schütt­ler-Schmies, mit den ande­ren kom­mu­na­len Gleichs­tel-lungs­be­auf­trag­ten im Hoch­sauer­land­kreis für fai­re und gerech­te Bezah­lung.
 
Der „Tag für glei­che Bezah­lung“, auch Equal Pay Day, mar­kiert sym­bo­lisch den Tag, bis zu dem Frau­en umsonst arbei­ten, wäh­rend Män­ner schon seit dem 1.Januar für ihre Arbeit be-zahlt wer­den – gesetzt den Fall, dass Frau­en und Män­ner den glei­chen Stun­den­lohn für ihre Arbeit erhal­ten.
 
„Was also ist mei­ne Arbeit wert – und war­um ist das weni­ger als bei den Män­nern?“ so müss­ten sich Frau­en in Deutsch­land und auch hier im Hoch­sauer­land­kreis fra­gen. Abseits von Teil­zeit und Mini-Job wer­den bereits bei der Berufs­wahl ers­te Wei­chen gestellt: viel­fach wäh­len jun­ge Frau­en eher sozia­le als MINT-Beru­fe. Rol­len­bil­der oder ver­mu­te­te Bar­rie­ren bei der Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf spie­len hier eine gro­ße Rol­le. Obwohl bei­de Berufs­zwei­ge zukunfts­ori­en­tiert sind, wer­den vie­le sozia­le Beru­fe ver­gleichs­wei­se schlech­ter bezahlt. Die Dis­kus­si­on um Chan­cen­gleich­heit beginnt also bereits hier.
 
Die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten im Hoch­sauer­land­kreis set­zen sich zusam­men mit ande­ren Fach­stel­len für eine früh­zei­ti­ge Infor­ma­ti­on jun­ger Mäd­chen zur Berufs­wahl im Girls´Day-Netzwerk Hell­weg-Hoch­sauer­land ein. Dar­über hin­aus gibt es zahl­rei­che Bro­schü­ren, bei-spiels­wei­se zur Pla­nung des beruf­li­chen Wie­der­ein­stiegs und für Beschäf­tig­te im Mini­job. Sie hei­ßen „Der Mini­job – Da ist mehr für Sie drin!“ und „Mini­job – Chan­cen & Risi­ken“. Alle aktu­el­len Bro­schü­ren, u.a. auch mit Infos zum Min­dest­lohn im Mini­job, sind bei den Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten der Städ­te und Gemein­den sowie bei der Kreis­ver­wal­tung des Hoch­sauer­land­krei­ses erhält­lich.