Was ist eigent­lich mit dem Frei­bad in Sun­dern-Ame­cke?

15. Februar 2013
von Redaktion
Freibad Amecke

Frei­bad Ame­cke

Sun­dern-Ame­cke (Hoch­sauer­land) Bür­ger­meis­ter Lins äußer­te in der ver­gan­ge­nen Woche in der Tages­pres­se etwas schul­meis­ter­lich, dass die Mit­glie­der der Bür­ger­initia­ti­ve Ame­cke 21 trotz der Bemü­hun­gen von Ver­wal­tung und Poli­tik noch nicht alles ver­stan­den hät­ten,  was im Zusam­men­hang mit der Feri­en­haus­an­la­ge Ame­cke geplant sei. Offen­sicht­lich liegt hier ein erheb­li­ches Ver­säum­nis des Bür­ger­meis­ters vor, der durch teils wider­sprüch­li­che Aus­sa­gen  an die Öffent­lich­keit tritt, bzw. der Öffent­lich­keit bis­her kei­nen rei­nen Wein ein­ge­schenkt hat, was in Ame­cke über­haupt geplant ist. Das betrifft nicht nur die Fra­ge wie und von wem die angeb­li­che Feri­en­haus­an­la­ge nun eigent­lich betrie­ben wer­den soll. Es betrifft vor allem auch die Fra­ge, was aus dem Ver­spre­chen wird,  dass für die Sun­derner Bevöl­ke­rung ein Frei­bad  erhal­ten bleibt, wenn eine Feri­en­haus­an­la­ge kommt. Als Bür­ger­meis­ter Lins im Novem­ber 2009 eine umfang­rei­che Unter­schrif­ten­lis­te für den Erhalt des Frei­ba­des durch die Ame­cker *Sau­ber­män­ner* über­reicht wur­de, hieß es in der Tages­pres­se: *Bür­ger­meis­ter Det­lef Lins beru­hig­te die bei­den. Auch er set­ze sich für den Erhalt des Bades ein. Und wenn es im kom­men Som­mer geschlos­sen blei­ben muss, sei das nicht das Ende.* Im Dezem­ber 2010 wur­de dann in einer Rats­sit­zung durch Ver­tre­ter der S.A.B GmbH eine Prä­sen­ta­ti­on für ein Frei­zeit­bad und ein ent­spre­chen­des Finan­zie­rungs­kon­zept vor­ge­stellt. Das *Aquas­phe­re* genann­te Bad mit Sau­na und Well­ness­be­reich soll­te 11,5 Mio Euro kos­ten, davon 1,2 Mio Inves­ti­ti­ons­kos­ten­zu­schuss durch die Stadt. Bei der S.A.B han­delt es sich um eine pri­va­te Gesell­schaft, die für Kom­mu­nen Pro­jek­te ent­wi­ckelt (z.B. das Over­sum in Win­ter­berg). Die­ser mehr­heit­li­che  Beschluss (es gab damals 4 Gegenstimmen)wurde dann im Sep­tem­ber 2012 voll­kom­men über den Hau­fen geschmis­sen.  Die 1,2 Mio Euro sol­len nun nicht mehr in das Schwimm­bad son­dern in das Regio­na­le­pro­jekt Pro­me­na­de am Vorbecken/Gesundheitspfad flie­ßen.  Dies wur­de beschlos­sen unter der Vor­aus­set­zung, dass eine rechts­ver­bind­li­che Ver­ein­ba­rung mit dem hol­län­di­schen Inves­tor abge­schlos­sen wird,  in der fest­ge­legt wird, dass der Investor/Betreiber  ein kom­bi­nier­tes Frei- und Hal­len­bad auf allei­ni­ges Risi­ko errich­tet und die Stadt ein Mit­spra­che­recht bei der Grö­ße des Bades und der Gestal­tung des Ein­tritts­prei­ses erhält. Die­ser Beschluss wur­de im Rat (bei 2 Ent­hal­tun­gen ) ein­stim­mig gefasst. Bis heu­te liegt dem Rat aller­dings die Ver­ein­ba­rung mit dem Inves­tor nicht vor, statt des­sen gibt es Aus­flüch­te des Bür­ger­meis­ters,  es han­de­le sich um eine rein pri­vat­wirt­schaft­li­che Inves­ti­ti­on. Im Pla­nungs­aus­schuss am 25.10.2012 ver­trat Franz- Josef Rogoll  den erkrank­ten Inves­tor und sag­te *Der Inves­tor sei ver­trag­lich ver­pflich­tet wor­den ein Schwimm­bad in der Grö­ße 12 x 25 m zu bau­en. Die Ver­ein­ba­rung sehe vor, das Schwimm­bad  ganz­jäh­rig zu markt­üb­li­chen Prei­sen zu betrei­ben.* Von der Beschluss­la­ge des Stadt­ra­tes, ein kom­bi­nier­tes Frei- und Hal­len­bad zu errich­ten, ist plötz­lich kei­ne Rede mehr,  genau­so wenig  von einem Mit­spra­che­recht bei der Gestal­tung  des Ein­tritts­prei­ses für die Sun­derner Bevöl­ke­rung. Aber in einem war sich Herr Rogoll in der Sit­zung sicher: Nach­dem im Win­ter die Bäu­me gero­det wür­den wäre im Früh­jahr Bau­be­ginn  der Erschlie­ßungs­an­la­gen.

Mat­thi­as Schul­te- Huer­mann Rats­mit­glied Bünd­nis 90/Die Grü­nen

 

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