War­um Pom­mes fri­tes nicht auf Bäu­men wach­sen

18. Oktober 2013
von Redaktion

War­um Pom­mes fri­tes nicht auf Bäu­men wach­sen 6. Hafer­kis­ten-Gespräch: Land­frau­en in Süd­west­fa­len stell­ten Bil­dungs­pro­jekt vor

hafer1 hafer2Eslo­he / Süd­west­fa­len, 17. Okto­ber 2013. Ess­kul­tur statt Fast­food: Unter die­sem Mot­to fand Ende Sep­tem­ber das 6. Hafer­kis­ten-Gespräch in Eslo­he-Kückel­heim statt. Die Ver­an­stal­tungs­rei­he der Süd­west­fa­len Agen­tur im Zuge des Regio­na­le-Pro­jekts „Zukunft der Dör­fer “ soll vor allem den Aus­tausch und den Wis­sens­trans­fer zwi­schen Ort­schaf­ten in der Regi­on stär­ken.

 

Die Gesprächs­run­de in Kückel­heim wur­de aus­ge­rich­tet vom Kreis­land­frau­en­ver­band Hoch­sauer­land. Nach dem Hafer­kis­ten­mot­to „Akti­ve ler­nen von Akti­ven“ stell­ten die Land­frau­en ihr von der UNESCO aus­ge­zeich­ne­tes Bil­dungs­pro­jekt rund um die Ernäh­rungs- und Ver­brau­cher­bil­dung sowie die regio­na­le Wert­schöp­fung vor. Durch den Abend führ­te die Geschäfts­füh­re­rin Maria Askem­per. Ein­ge­la­den waren neben Dorf­ak­ti­ven beson­ders Erzie­he­rin­nen und Erzie­her aus Kin­der­gär­ten und Grund­schu­len. Mit den Pro­jek­ten der Land­frau­en soll Kin­dern unter ande­rem ver­mit­telt wer­den, dass Pom­mes fri­tes nicht auf Bäu­men wach­sen, wel­ches Gemü­se aus der Regi­on kommt und wie man es zube­rei­tet. Die Kin­der kön­nen dann einen soge­nann­ten „Ernäh­rungs­füh­rer­schein“ erlan­gen.

Man­fred Beck­mann, Lei­ter der Grund­schu­le Kirch­hun­dem zeigt sich

begeis­tert: „Das ist ein tol­les Ange­bot für die Schu­len, das ich bis­her noch gar nicht kann­te. Das Pro­jekt ist von vor­ne bis hin­ten durch­dacht und – das ist das Wich­tigs­te – kind­ge­recht auf­be­rei­tet.“ Auch die wei­te­ren Gäs­te waren sich einig: Die Pro­jek­te sei­en eine gute Inves­ti­ti­on in die Zukunft der Kin­der.

 

Ange­sichts der kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Demo­gra­phie­stu­die des Ber­lin-Insti­tuts, die ein düs­te­res Bild für das Leben auf dem Land zeich­net, spann­te Dr. Ste­pha­nie Arens, Exper­tin für Länd­li­che Ent­wick­lung der Süd­west­fa­len Agen­tur, den the­ma­ti­schen Bogen noch etwas wei­ter. „Neben den gan­zen Pro­blem­la­gen und Her­aus­for­de­run­gen in den Dör­fern gibt es unglaub­lich inno­va­ti­ve und muti­ge Pro­jek­te sowie krea­ti­ve Initia­ti­ven. Die­se sind meis­tens ehren­amt­lich getra­gen und orga­ni­siert und zei­gen, dass das Leben auf dem Dorf nicht nur kos­tet, son­dern in vie­len Berei­chen Vor­rei­ter dafür ist, wie gesell­schaft­li­ches Leben funk­tio­nie­ren kann. Umso wich­ti­ger ist es, dass sich die Dör­fer ver­net­zen, gemein­sam Stra­te­gi­en und Pro­jek­te ent­wi­ckeln und von­ein­an­der ler­nen. Nur so sind sie gut für die Zukunft gerüs­tet.“

 

Die Initia­ti­ve der Land­frau­en habe des­halb eine Vor­bild­funk­ti­on, beton­te Ste­pha­nie Arens. Auf vie­le posi­ti­ve Reso­nanz stieß nicht nur die vor­ge­stell­ten Pro­jek­te, son­dern auch der Ort, an dem das Hafer­kis­ten-Gespräch statt­fand: Das KüBeL ist eine Ehren­amts­knei­pe, wel­che durch die Dorf­ge­mein­schaft betrie­ben wird und zu einem  belieb­ten Treff­punkt im Ort gewor­den ist.

 

Fotos  Unter dem Mot­to „Ess­kul­tur statt Fast­food“ fand das 6. Hafer­kis­ten-Gespräch in Eslo­he-Kückel­heim statt. (Fotos: Süd­west­fa­len Agen­tur)

 

Hin­ter­grund

Die Süd­west­fa­len Agen­tur GmbH steu­ert im Auf­trag der fünf Krei­se und der

59 Städ­te und Gemein­den die REGIO­NA­LE 2013. Die Agen­tur wur­de im April

2008 gegrün­det und setzt die Pro­zes­se und Auf­ga­ben der Regio­na­le ope­ra­tiv um. Die REGIO­NA­LE 2013 ist ein Struk­tur­för­der­wett­be­werb des Lan­des NRW, der im Rhyth­mus von drei Jah­ren einer Regi­on die Chan­ce bie­tet, sich zu pro­fi­lie­ren und Poten­tia­le stär­ker zu kom­mu­ni­zie­ren. Die Süd­west­fa­len Agen­tur setzt zudem zusam­men mit dem Ver­ein „Wirt­schaft für Süd­west­fa­len“ und den Krei­sen das Regio­nal­mar­ke­ting um.