War­nung vor Paysafe-Betrug

16. Mai 2014
von Redaktion

polizei4Sun­dern (Hoch­sauer­land) In den letz­ten Tagen mel­de­te sich ein Anru­fer bei einer Tank­stel­le. Der Mann schil­der­te der Mit­ar­bei­te­rin, er arbei­te für eine Fir­ma, die Dienst­leis­tun­gen im Bereich der bar­geld­lo­sen Zah­lung anbie­te. Auf Grund eines angeb­li­chen Gesetz­tes müs­se er alle vor­han­de­nen Paysafe-Kar­ten im Wert von 50,- und 100,- Euro sperren.

Dazu benö­ti­ge er die jewei­li­gen Codes der Kar­ten. Da die ange­zeig­te Tele­fon­num­mer auch mit der Tele­fon­num­mer der ech­ten Fir­ma über­ein­stimm­te, ging die Ange­ru­fe­ne davon aus, dass alles sei­ne Rich­tig­keit habe und gab die Codes meh­re­re die­ser Pre­paid-Kar­ten wei­ter. Wenig spä­ter wur­de dann fest­ge­stellt, dass die Codes bereits im Inter­net ein­ge­setzt wor­den waren und das Geld damit aus­ge­ge­ben war. Bei dem rea­len Anbie­ter ist der Anru­fer nicht bekannt. Es han­delt sich um einen Betrü­ger. Die­ser hat­te offen­sicht­lich auch sei­ne Anruf­ken­nung mani­pu­liert, so dass eine ande­re Num­mer bei der Tank­stel­le ange­zeigt wur­de (soge­nann­tes ID-Spoofing).

 

Hin­ter­grund: Die­se Paysafe-Kar­ten ermög­li­chen es bei­spiels­wei­se, Ange­bo­te im Inter­net zu bezah­len. Wird eine der­ar­ti­ge Kar­te gekauft, erhält der Kun­de einen Code. Mit die­sem Code sind dann Zah­lung bis zu einer Höhe der erwor­be­nen Kar­te mög­lich. Dies bedeu­tet aber auch, dass jeder, der die Codes kennt, damit Zah­lun­gen durch­füh­ren kann.

 

Die Poli­zei kann nur drin­gend vor der­ar­ti­gen Anru­fern war­nen und emp­fiehlt unter kei­nen Umstän­den ent­spre­chen­de Codes weiterzugeben.

Die ech­ten Fir­men fra­gen nie­mals nach die­sen Codes, schon gar nicht tele­fo­nisch. Es gibt auch kein Gesetz, nach dem die­se Kar­ten gesperrt wer­den müss­ten. Notie­ren Sie sich in Ver­dachts­fäl­len immer die ange­zeig­te Tele­fon­num­mer des Anru­fers und infor­mie­ren Sie Ihre Polizei.