Von Face­book in die Wirk­lich­keit – enga­gier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wol­len ihre Stadt attrak­ti­ver machen

7. Juni 2014
von Redaktion

Begehung-am-Rentnerweg

Gründerin ---Wir-gestalten-Sundern --

Grün­de­rin —Wir-gestal­ten-Sun­dern –

Sun­dern. (Hoch­sauer­land) Ange­fan­gen hat­te es im Wahl­kampf. Wahl­kämp­fe­rin Anna Adamc­zyk war auf­ge­fal­len, dass vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Kri­tik äußer­ten, aber auch Vor­schlä­ge mach­ten für eine attrak­ti­ve­re Stadt. Im Mit­tel­punkt des Inter­es­ses stand der so genann­te „Rent­ner­weg“, der in die Jah­re gekom­me­ne Fahr­rad- und Fuß­gän­ger­weg ent­lang der Röhr. Neu­bür­ge­rin Adamc­zyk grün­de­te kur­zer­hand die Face­book­grup­pe „Gestal­tung des Rent­ner­wegs in Sun­dern“. Anna Adamc­zyk: „ Die­se Grup­pe soll dem kon­struk­ti­ven Aus­tausch die­nen und eine Über­sicht zu den ein­zel­nen Ideen und mög­li­chen Pla­nungs­vor­ha­ben am „Rent­ner­weg“ ermög­li­chen.“ Und dann ging es schnell, bereits Anfang Juni wur­de eine Bege­hung des Rent­ner­wegs durch­ge­führt. Mit dabei waren rund 20 Jugend­li­che und Erwach­se­ne aus Sun­dern, Allen­dorf, Ste­mel, Alten­helle­feld, Helle­feld und Hach­en.  Bemän­gelt wur­den dunk­le Ecken durch unge­hemmt wuchern­de Büsche und Bäu­me, zu wenig Lam­pen, feh­len­de Papier­kör­be, tris­te Wän­de, feh­len­de Rast­plät­ze und Spiel­ge­le­gen­hei­ten. Von vie­len wur­den geäu­ßert, nur mit Angst die­sen Weg zu gehen wegen zeit­wei­se pöbeln­der Jugend­li­cher. Einig waren sich die Anwe­sen­den dar­in, dass ein Grund für die Aus­wüch­se begrün­det sei mit einem Defi­zit an Räum­lich­kei­ten für Jugend­li­che in der Kernstadt.
Zugleich spru­del­ten die Ideen, wie der Fuß­weg zu einem Schmuck­stück gestal­tet wer­den kann, mit viel Hel­lig­keit, Far­be, Kunst und Sitz­ge­le­gen­hei­ten sowie die Gewähr­leis­tung der Sicher­heit durch regel­mä­ßi­ge Strei­fen­gän­ge der Poli­zei oder des städ­ti­schen Ordnungsamtes.
In einem Arbeits­kreis, der in der Grün­dungs­pha­se sei wer­den nun wei­te­re Pro­jekt­schrit­te bespro­chen. Geplant sei hei­mi­sche Künst­ler, Unter­neh­men, Ver­ei­ne und auch Inter­es­sier­te um Mit­hil­fe zu bit­ten. Um mehr Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für das Pro­jekt „Rent­ner­weg“ zu begeis­tern set­ze der Arbeits­kreis auf Auf­klä­rung durch per­sön­li­che Gesprä­che, dem Hin­zu­zie­hen von Pres­se /​Social Media (Face­book) und durch Ein­bin­dung der Poli­tik mit dem zustän­di­gen Aus­schuss im Rat der Stadt Sundern.
Aber auch über die Gestal­tung des „Rent­ner­wegs“ hin­aus mache sich die Grup­pe Gedan­ken um eine attrak­ti­ve­re Stadt, so Adamc­zyk. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger jeg­li­chen Alters woll­ten mehr betei­ligt wer­den und auch selbst Hand anle­gen. Ins­be­son­de­re das Inter­es­se von Jugend­li­chen an Pro­jek­ten rund um das The­ma Woh­nen und Leben in Sun­dern sei „gewal­tig“. Kur­zer­hand habe die Face­book­grup­pe einen neu­en Namen  bekom­men: „WIR gestal­ten Sun­dern“. Grün­de­rin Anna Adamc­zyk erklär­te sich bereit einen Antrag an den Rat der Stadt Sun­dern zu for­mu­lie­ren. Über den genau­en Inhalt des Antrags wer­de sich der Arbeits­kreis berat­schla­gen und regel­mä­ßi­ge Tref­fen anbe­rau­men.  „Es sind alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger jeden Alters ganz herz­lich ein­ge­la­den. Ich freue mich auf vie­le krea­ti­ve Ideen, die wir in Sun­dern umset­zen kön­nen. Die­se Initia­ti­ve lebt von den Vor­schlä­gen aller! Lasst uns anfan­gen!“, so Anna Adamczyk.