Vie­len Kitas droht der Kol­laps

29. Mai 2013
von Redaktion

Lei­tung der kath. Kita gem. GmbH Hoch­sauer­land-Wal­deck sprach mit Lan­des­po­li­ti­kern

Trafen sich zum Gespräch über die Situation in Kindertageseinrichtungen: Josef Mertens, Wolfgang Diekmann, Klaus Kaiser, Michael Stratmann und Matthias Kerkhoff (v.li.).

Tra­fen sich zum Gespräch über die Situa­ti­on in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen: Josef Mer­tens, Wolf­gang Diek­mann, Klaus Kai­ser, Micha­el Strat­mann und Mat­thi­as Kerk­hoff (v.li.).

Mesche­de. Vie­len Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen in Nord­rhein-West­fa­len droht in spä­tes­tens zwei Jah­ren der Kol­laps, wenn der Gesetz­ge­ber nicht bald han­delt. Dar­auf wie­sen Josef Mer­tens, Geschäfts­füh­rer der katho­li­schen Kita gem. GmbH Hoch­sauer­land-Wal­deck, und Micha­el Strat­mann, Päd­ago­gi­sche Fach­be­reichs­lei­tung der Kita gem. GmbH, in einem Gespräch mit den CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten für den Hoch­sauer­land­kreis, Klaus Kai­ser und Mat­thi­as Kerk­hoff, sowie dem Vor­sit­zen­den des Kin­der- und Jugend­hil­fe­aus­schus­ses des Kreis­ta­ges, Wolf­gang Diek­mann, hin.

Bei dem Tref­fen, das auf Ein­la­dung von Mer­tens und Strat­mann statt­fand, for­der­te die Lei­tung der Kita gem. GmbH eine Reform des Finan­zie­rungs­sys­tems der Kitas nach dem Kin­der­bil­dungs­ge­setz (KiBiz). Mit den durch das Land zur Ver­fü­gung gestell­ten Betreu­ungs­pau­scha­len las­se sich der Betrieb der Kitas auf Dau­er nicht mehr sicher­stel­len. Die im Gesetz ver­an­ker­te jähr­li­che pau­scha­le Anhe­bung der KiBiz-Mit­tel um 1,5 Pro­zent rei­che nicht mehr aus, um die Kos­ten­stei­ge­rung der Per­so­nal- und Sach­kos­ten zu refi­nan­zie­ren. Die Situa­ti­on füh­re in vie­len Ein­rich­tun­gen zu einem struk­tu­rell beding­ten Defi­zit.

„Das KiBiz gibt eine Min­dest­stun­den­zahl für Erzie­he­rin­nen vor, die besetzt wer­den muss“, erläu­ter­te Strat­mann. „Wenn dann noch die Sach­kos­ten hin­zu kom­men, gerät so man­che Kita schon in die roten Zah­len.“ Unter den gege­be­nen Bedin­gun­gen wer­de eine Fort­füh­rung des Betrie­bes für vie­le Kitas schwie­rig. Im Moment sei dies schon nur auf Kos­ten der Qua­li­tät mög­lich. Das wol­le die katho­li­sche Kita gem. GmbH jedoch nicht.

„KiBiz stran­gu­liert sich selbst und die Kitas mit“, brach­te es Mer­tens auf den Punkt. Wenn sich nichts ände­re, brin­ge das Sys­tem „KiBiz“ vie­le Trä­ger in ernst­haf­te Schwie­rig­kei­ten. Die Kita gem. GmbH for­der­te eine aus­rei­chen­de Per­so­nal­si­tua­ti­on und eine aus­kömm­li­che Finan­zie­rung der Ein­rich­tun­gen. Dies bedeu­te mehr Erzie­he­rin­nen-Stel­len für die Kitas.

Bei dem Gespräch stell­ten Mer­tens und Strat­mann die Katho­li­sche Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen Hoch­sauer­land-Wal­deck gem. GmbH mit ihren Zie­len, stra­te­gi­schen Pla­nun­gen und Arbeits­schwer­punk­ten vor. Wei­ter fand ein Aus­tausch zur aktu­el­len Situa­ti­on der Kitas statt. Ins­be­son­de­re wur­de dabei über die Zusam­men­ar­beit auf Ebe­ne der Kom­mu­nen (Bedarfs­pla­nung und Finan­zie­rung der Kitas) und des Lan­des (U3-Aus­bau­pla­nung und Bele­gung der U3-Plät­ze) gespro­chen. Ein wei­te­res The­ma waren mög­li­che neue gesetz­li­che Rege­lun­gen und die Vor­stel­lun­gen der CDU dazu