Ver­brau­cher­schutz als kom­mu­na­le Aufgabe

27. März 2013
von Redaktion
Von vorne links: Inge Blask MdL, Franz Müntefering MdB, Dirk Wiese Vors. der HSK-SPD u. SPD-Bundestagskandidat, umgeben vom Chor die UHUS.

Von vor­ne links: Inge Blask MdL, Franz Mün­te­fe­ring MdB, Dirk Wie­se Vors. der HSK-SPD u. SPD-Bun­des­tags­kan­di­dat, umge­ben vom Chor die UHUS.

Hoch­sauer­land. Unter die­sem The­ma stand der dies­jäh­ri­ge Kom­mu­nal­emp­fang der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Gemein­schaft für Kom­mu­nal­po­li­tik (SGK) im Hal­len­ber­ger Hotel Diedrich.

Dr. Micha­el Schult, Vor­sit­zen­der der SGK im Hoch­sauer­land, wies in sei­ner Begrü­ßung dar­auf hin, dass Ver­brau­cher­schutz sich nicht nur auf Lebens­mit­tel­skan­da­le beschränkt, son­dern auch auf die Dienst­leis­tun­gen von Mono­pol­be­trie­ben wie z.B. Post, Bahn und Ver- und Ent­sor­gungs­be­trie­ben umfasst. Eben­so wer­den immer mehr Anfra­gen aus dem Bereich des Finanz­we­sens gestellt.

In Ihrem Refe­rat ging die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Inge Blask, lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­te­rin der Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW, auf die Schwie­rig­kei­ten ein, Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen in einer zuneh­mend glo­ba­li­sier­ten Welt zu durchschauen.

Finanz‑, Ener­gie- und Gesund­heits­bran­che und beson­ders die digi­ta­len Märk­te müs­sen ver­brau­cher­freund­li­cher wer­den. Inge Blask sieht dar­über hin­aus Hand­lungs­be­darf in Bezug auf Ener­gie­ar­mut. Lt. einer bri­ti­schen Stu­die sei davon bedroht, wer mehr als 10% sei­nes Ein­kom­mens für Ener­gie­kos­ten auf­wen­den muss.

Auch Kom­mu­nen kön­nen sich etwa in Fra­gen von Ener­gie­be­ra­tung oder Schul­ver­pfle­gung an die Ver­brau­cher­zen­tra­len wenden.

In sei­nem Bei­trag stell­te Franz Mün­te­fe­ring, MdB fest, dass Kom­mu­nal­po­li­tik nicht das Unter­ge­schoss der Basis der Poli­tik sei. Bun­des- und Lan­des­po­li­tik muss Kom­mu­nen in die Lage ver­set­zen, ihre Auf­ga­ben umfäng­lich erfül­len zu kön­nen. Es dür­fe nicht sein, dass Bür­ger Nach­tei­le erlei­den weil sie in der fal­schen Kom­mu­ne leben.

Der anschlie­ßen­de Kom­mu­nal­emp­fang wur­de musi­ka­lisch von den „UHUS“, einem Chor der AG 60plus aus dem Müns­ter­land umrahmt und klang mit Gesprä­chen und einem Imbiss aus.