Unter­wegs auf dem ber­gi­schen Jakobs­weg

22. Mai 2013
von Redaktion
Die Pilgergruppe aus Amecke und Stockum am Rheinufer

Die Pil­ger­grup­pe aus Ame­cke und Sto­ckum am Rhein­ufer

Sun­dern-Sto­ckum (Hoch­sauer­land) Aus den Rei­hen der Lit­ur­gie­grup­pe um die Wort­got­tes­fei­er-Lei­ter aus Ame­cke und Sto­ckum kam der Wunsch zu einer Wall­fahrt auf. Schon kurz nach Vor­stel­lung des Vor­ha­bens in den Gemein­den, waren die 30 Teil­neh­mer-Plät­ze ver­ge­ben.   Auf der Suche nach einem ent­spre­chen­den Pil­ger­ziel einig­te man sich schnell auf Köln. Mit dem Reli­qui­en­schatz der Hei­li­gen Drei Köni­ge und dem Bau des goti­schen Doms, als Abbild des himm­li­schen Jeru­sa­lems, wur­de Köln zu einem der größ­ten Wall­fahrt­zen­tren in Euro­pa neben Rom und San­tia­go de Com­pos­te­la. Der Ber­gi­sche Jakobs­weg führt seit dem Mit­tel­al­ter von Wup­per­tal über Wer­mels­kir­chen und Oden­thal in die Dom­stadt. Am 20. April wur­de als Aus­gangs­punkt für die zwei­tä­gi­ge Pil­ger­wan­de­rung Wer­mels­kir­chen ange­steu­ert. Das Pil­ger­kreuz vor­weg, führ­te der Weg durch das male­ri­sche Eif­gen­bach­tal zum ers­ten Etap­pen­ziel, dem Alten­ber­ger Dom bei Oden­thal. Der die Grup­pe beglei­ten­de Mon­si­gno­re Kon­rad Schmidt gab wäh­rend einer Füh­rung Infos zur Ent­ste­hung die­ses bedeu­ten­den Kir­chen­ge­bäu­des bis hin zur heu­ti­gen Nut­zung als Simul­tan­kir­che der kath. und evang. Kir­chen­ge­mein­de. Nach der mit­ge­stal­te­ten Mess­fei­er ging es zum gemüt­li­chen Teil des Abends über und wie in ver­gan­ge­nen Zei­ten wur­de viel erzählt und über man­cher­lei Gedöns Trä­nen gelacht. Am nächs­ten Mor­gen gesell­ten sich bereits zum gemein­sa­men Früh­stück 15 wei­te­re Pil­ger aus Ame­cke und Sto­ckum zur Grup­pe. Frisch gestärkt wur­de die zwei­te Etap­pe in Angriff genom­men. Nach dem idyl­li­schen Dhünn­tal, durch­lief man spä­ter die Stra­ßen der Köl­ner Vor­or­te und kam end­lich in Sicht­wei­te der Kathe­dra­le am Rhein. Hier hat­te dann das mobi­le Begleit­team eine wei­te­re Rast mit Kaf­fee und Kuchen vor­be­rei­tet. Ent­lang der Rhein­au­en kam der Dom immer näher. Als Abschluss ihrer Pil­ger­rei­se nahm die Grup­pe an der Pon­ti­fi­kal­ves­per anläss­lich des Welt­ge­bets­ta­ges für Geist­li­che Beru­fe im Hohen Dom teil. Zele­brant war der Erz­bi­schof von Köln Kar­di­nal Meis­ner, den die kur­köl­ni­schen Pil­ger bei sei­ner Ankunft am Dom begrü­ßen konn­ten. Anschlie­ßend tra­ten alle gemein­sam die Heim­rei­se an, aber nicht ohne unter­wegs noch­mals vom Ser­vice­team ver­sorgt zu wer­den. Das Orga­ni­sa­ti­ons­team erhielt von allen Sei­ten Lob und Aner­ken­nung für die­se rund­um gelun­ge­ne und bes­tens orga­ni­sier­te ers­te Wall­fahrt. Mögen die Anstö­ße zur Pil­ger­rei­se sehr ver­schie­den gewe­sen sein, viel­leicht ange­steckt durch den „Ker­ke­ling-Effekt“, waren am Ende alle eine Erfah­rung rei­cher. Die unter­wegs in herr­li­cher Natur ein­ge­leg­ten Pau­sen mit den krea­ti­ven Impul­sen, die toll ver­mit­tel­ten kir­chen­ge­schicht­li­chen Infor­ma­tio­nen  und die zahl­rei­chen Gesprä­che aller Cou­leur, lie­ßen die Teil­neh­mer, jeden auf sei­ne Wei­se, etwas der Hek­tik des All­tags ent­flie­hen. Eine Fort­set­zung die­ser Akti­on der bei­den Orte wird sicher­lich fol­gen. Dann heißt es wie­der: „Wir sind dann mal weg.“.