Tun­nel auf der Obe­ren Ruhr­tal­bahn: Kreis­tags-Reso­lu­ti­on zeigt Wir­kung

16. Januar 2013
von Redaktion

Deut­sche Bahn reagiert auf Kri­tik – ste­ti­ger Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zuge­si­chert

Sicherten in Meschede Landrat Dr. Karl Schneider (2.v.r.) und Bürgermeister Uli Hess (l.) einen stetigen Informationsfluss beim Thema „Tunnelsanierung“ zu: Reiner Latsch (r.), DB-Konzernbevollmächtigter NRW sowie Heinrich Segbers (2.v.l.), Leiter DB-Regionalnetze

Sicher­ten in Mesche­de Land­rat Dr. Karl Schnei­der (2.v.r.) und Bür­ger­meis­ter Uli Hess (l.) einen ste­ti­gen Infor­ma­ti­ons­fluss beim The­ma „Tun­nel­sa­nie­rung“ zu: Rei­ner Latsch (r.), DB-Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ter NRW sowie Hein­rich Seg­bers (2.v.l.), Lei­ter DB-Regio­nal­net­ze

Hoch­sauer­land­kreis. Mit dem Ergeb­nis kön­nen Land­rat Dr. Karl Schnei­der und Mesche­des Bür­ger­meis­ter Uli Hess zufrie­den sein. Im Okto­ber hat­ten sie Bahn­chef Rüdi­ger Gru­be zu einer Bahn­fahrt auf der Obe­ren Ruhr­tal­bahn ein­ge­la­den, sich ein Bild von der Bedeu­tung der zwei­glei­si­gen Stre­cke zu machen. Zwar kam Gru­be nicht per­sön­lich. Jedoch ist es ein Erfolg, dass Anfang die­ser Woche Rei­ner Latsch (Düs­sel­dorf), DB-Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ter für das Land NRW sowie Hein­rich Seg­bers (Müns­ter), Lei­ter DB-Regio­nal­net­ze, im Kreis­haus Mesche­de auf die Kri­tik reagier­ten.

 

Im Zuge des Sanie­rungs­gut­ach­tens für die Tun­nel auf der Obe­ren Ruhr­tal­bahn sicher­ten sie Land­rat und Bür­ger­meis­ter einen ste­ti­gen Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zu.

 

„Die Stim­men aus der Regi­on sind uns ein nach­hal­ti­ges Anlie­gen, die­se bei der geo­lo­gi­schen Begut­ach­tung zur Sanie­rung der Tun­nel mit ein­zu­be­zie­hen. Der Infor­ma­ti­ons­fluss zum Stand der Unter­su­chung wird in die Regi­on gewähr­leis­tet sein“, sag­ten die DB-Ver­ant­wort­li­chen.

 

„Wir freu­en uns, dass sowohl die Reso­lu­ti­on des Kreis­ta­ges als auch das Schrei­ben zur DB-Kon­zern­spit­ze nach Ber­lin ihre Wir­kung gezeigt haben. Die Regi­on hat zu wich­ti­gen Pro­jek­ten der Ver­kehrs­in­fra­struk­tur Geschlos­sen­heit gezeigt. Das Gespräch in Mesche­de war ver­trau­ens­voll und sach­lich“, sag­ten Dr. Schnei­der und Uli Hess.

 

„Der­zeit wer­den bei der DB Netz die für die Sanie­rung erfor­der­li­chen geo­lo­gi­schen Gut­ach­ten erstellt, die im Herbst 2013 vor­lie­gen sol­len. Erst danach kann das wei­te­re Vor­ge­hen erör­tert wer­den“, so der Kon­zern­be­voll­mäch­tig­te der DB, Rei­ner Latsch. Die­ses wei­te­re Vor­ge­hen wird auch den Mit­glie­dern  des Aus­schus­ses für Wirt­schaft, Struk­tur und Struk­tur beim Hoch­sauer­land­kreis in öffent­li­cher Sit­zung vor­ge­stellt. Dr. Schnei­der und Uli Hess mach­ten deut­lich, dass sie sich auch wei­ter­hin für den Erhalt der Leis­tungs­fä­hig­keit der Obe­ren Ruhr­tal­bahn ein­set­zen wer­den.

 

Zum Hin­ter­grund: Die DB Netz plant, im Rah­men der erfor­der­li­chen Tun­nel­sa­nie­run­gen auf der Obe­ren Ruhr­tal­bahn (Schwer­te — War­burg) die drei bis­her zwei­glei­si­gen Tun­nel zwi­schen Arns­berg und Bri­lon-Wald (Glö­sin­ger-Tun­nel 687m, Frei­en­oh­ler-Tun­nel  650m, Elle­ring­hau­ser-Tun­nel 1.399m) künf­tig nur noch ein­glei­sig befahr­bar zu machen. Auf­grund der gerin­gen Ent­fer­nung zwi­schen­dem Glö­sin­ger- und Frei­en­oh­ler Tun­nel  könn­te der gesam­te Bereich mit einer Län­ge von etwa 3,5 Kilo­me­tern  ein­glei­sig aus­ge­führt wer­den.

 

Der Kreis­tag und die Städ­te und Gemein­den äußer­ten dar­auf­hin ihre Beden­ken in einer Reso­lu­ti­on, die jetzt in allen wei­te­ren Unter­su­chun­gen mit berück­sich­tigt wer­den soll.