Trink­was­ser nach­fül­len – Plas­tik­müll vermeiden

14. November 2017
von Redaktion

HSW betei­ligt sich an der welt­wei­ten Initia­ti­ve „Refill“

Meschede/​Olsberg/​Bestwig. Plas­tik­müll und Ein­weg-Behäl­ter ver­mei­den – und statt des­sen Trink­fla­schen auf­fül­len: Das ist der Grund­ge­dan­ke der welt­wei­ten “Refill”-Initiative. Dabei macht nun auch der hei­mi­sche Trink­was­ser­ver­sor­ger Hoch­sauer­land­was­ser GmbH (HSW) mit: In den HSW-Kun­den­cen­tern in Mesche­de, Ols­berg und Best­wig kön­nen sich Inter­es­sier­te eine mit­ge­brach­te Trink­fla­sche kos­ten­los mit Trink­was­ser auf­fül­len lassen.

“Lei­tungs­was­ser ist die hoch­wer­ti­ge und wirt­schaft­li­che Alter­na­ti­ve zu teu­rem Was­ser aus Plas­tik­fla­schen”, erläu­tert Robert Diet­rich, Tech­ni­scher Geschäfts­füh­rer der HSW. Denn Was­ser in Ein­weg­fla­schen kom­me gleich dop­pelt “teu­er zu ste­hen”: Zum einen beim Kauf – und zum ande­ren, wenn Plas­tik­müll in den Was­ser­kreis­lauf gelangt. “Plas­tik­ab­fäl­le zer­set­zen sich bekann­ter­ma­ßen nicht – und so kön­nen sie die Umwelt über extrem lan­ge Zeit­räu­me belas­ten.” Plas­tik­müll in Gewäs­sern sei zu einem welt­wei­ten Pro­blem gewor­den – wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chun­gen zufol­ge gelan­gen jähr­lich rund acht Mil­lio­nen Ton­nen ent­spre­chen­der Abfäl­le in die Ozea­ne. Beson­ders tückisch: So genann­te Mikro­plas­tik – Kunst­stof­fe, die klei­ner als fünf Mili­me­ter sind. Sie rei­chern sich in der Nah­rungs­ket­te an – “und kom­men auf die­se Wei­se irgend­wann wie­der bei dem­je­ni­gen an, der die Abfäl­le auch ver­ur­sacht hat; beim Men­schen”, so Robert Dietrich.

Um den  Was­ser­kreis­lauf zu ent­las­ten, sei es des­we­gen wich­tig, Plas­tik­müll erst gar nicht ent­ste­hen zu las­sen. Hier setzt die Initia­ti­ve “Refill” an, die ursprüng­lich aus Eng­land stammt: Seit dem Jahr 2015 stel­len dort Geschäf­te und Ein­rich­tun­gen ihren Was­ser­hahn zur Ver­fü­gung. Jeder, der will, kann sich dort Lei­tungs­was­ser abfül­len. Nur eine Fla­sche muss man selbst mit-brin­gen. Der Plan: Wenn jeder sei­ne Fla­sche wie­der­ver­wen­det, anstatt sie weg­zu­schmei­ßen, führt das zu weni­ger Müll. Die Plas­tik-Ver­schmut­zung im Oze­an soll so ver­rin­gert werden.

Auch in Deutsch­land fin­det „Refill“ immer mehr Anhän­ger. Das hei­mi­sche Kom­mu­nal­un­ter-neh­men HSW unter­stützt den Gedan­ken und betei­ligt sich nun eben­falls: An den Kun­den­cen-tern in Mesche­de (Gewer­be­ge­biet Ens­te), Best­wig (Bür­ger- und Rat­haus) und Ols­berg („Alte Post“ in Big­ge) befin­det sich seit kur­zem der „Refill“-Aufkleber, der die Pro­jekt-Part­ner kenn-zeich­net. Der hell­blaue Auf­kle­ber zeigt einen Was­ser­trop­fen und trägt die Auf­schrift „Refill-Sta­ti­on – Kos­ten­frei Trink­was­ser“. Jeder Inter­es­sier­te kann sich hier eine mit­ge­brach­te Trink-fla­sche kos­ten­los mit Trink­was­ser auf­fül­len las­sen. Es sei natür­lich nur ein klei­ner Bau­stein, den man damit zur Ver­mei­dung von Plas­tik­müll bei­tra­gen kön­ne, so Chris­toph Rosen­au, Kauf­män­ni­scher Geschäfts­füh­rer der HSW: „Ganz wich­tig ist es aber auch, dass wir mit­hel­fen kön­nen, bei jedem Ein­zel­nen das Bewusst­sein zu schaf­fen,  dass es im Grun­de nicht schwer ist, auf Ein­weg­be­häl­ter zu ver­zich­ten.“ Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Initia­ti­ve „Refill“ gibt es unter www​.refill​-deutsch​land​.de im Internet.

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Trink­fla­schen auf­fül­len, Plas­tik­müll ver­mei­den: Der hei­mi­sche Trink­was­ser­ver­sor­ger Hoch­sauer­land-was­ser GmbH (HSW) betei­ligt sich mit sei­nen Kun­den­cen­tern in Mesche­de, Best­wig und Ols­berg an der welt­wei­ten „Refill“-Initiative.
Bild­nach­weis: Hoch­sauer­land­was­ser GmbH