Sun­dern: Täter nach Schock­an­ruf vor­läu­fig fest­ge­nom­men

31. Mai 2013
von Redaktion

Täter nach Schock­an­ruf vor­läu­fig fest­ge­nom­men

polizeiSun­dern (Hoch­sauer­land)  Am Don­ners­tag mel­de­te sich ein Anru­fer bei einer Frau aus Sun­dern. Er erzähl­te der Frau in rus­si­scher Spra­che, ihr Sohn habe einen Ver­kehrs­un­fall ver­ur­sacht und dabei ein Kind sehr schwer ver­letzt (soge­nann­ter Schock­an­ruf). Anschlie­ßend sei ihr Sohn fest­ge­nom­men wor­den und wür­de auch in Haft blei­ben. Dies kön­ne nur ver­hin­dert wer­den, wenn sofort ein hoher Geld­be­trag bezahlt wer­de. Da ein Sohn der Ange­ru­fe­nen, der bei dem Tele­fo­nat anwe­send war, sofort Ver­dacht schöpf­te, infor­mier­te er die Poli­zei.

 

Noch bevor die Poli­zei­be­am­ten bei der Fami­lie sein konn­ten, kam es zu einem wei­te­ren tele­fo­ni­schen Kon­takt zwi­schen der Frau und einem der Täter. Dabei konn­te der Sohn im Umfeld der Woh­nung der Fami­lie zwei Män­ner aus­ma­chen. Der eine tele­fo­nier­te und der ande­re befand sich in einem Auto weni­ge Meter wei­ter. Als der Sohn den Täter in dem Pkw ansprach, kam es zu einem Geran­gel und das Auto fuhr los. Dabei wur­de der Sun­derner eini­ge Meter mit­ge­schleift und fiel dann auf die Stra­ße. Ver­letzt muss­te er in einem Kran­ken­haus behan­delt wer­den.

 

Ein Strei­fen­wa­gen der Poli­zei Sun­dern konn­te den flüch­ti­gen Pkw im Ver­lauf der Haupt­stra­ße fin­den und anhal­ten. Der Fah­rer wur­de vor­läu­fig fest­ge­nom­men. Es han­delt sich um einen 21-jäh­ri­gen Mann aus Litau­en. Der zwei­te Täter, also der Mann, der augen­schein­lich die Tele­fo­na­te mit der Frau geführt hat­te, ist flüch­tig. Die kri­mi­nal­po­li­zei­li­chen Ermitt­lun­gen dau­ern an.

 

Bei dem Auto des Litau­ers han­delt es sich um einen grü­nen Ford Focus mit einem Kenn­zei­chen aus Leip­zig (L). Wer hat den Wagen am Don­ners­tag im Bereich Sun­dern gese­hen? Wer kann Hin­wei­se auf den zwei­ten Täter geben? Sach­dien­li­che Hin­wei­se bit­te an die Poli­zei Sun­dern unter der Tele­fon­num­mer 02933–90200.

 

Die Poli­zei rät in sol­chen Fäl­len drin­gend davon ab, Geld zu über­wei­sen oder an Kurie­re zu über­ge­ben. Geschä­dig­te soll­ten sich in jedem Fall sofort an die Poli­zei wen­den, denn in dem geschil­der­ten und in ähn­lich gela­ger­ten Fäl­len han­delt es sich immer um Betrü­ger, die Ängs­te schü­ren wol­len, um anschlie­ßend an das Geld der Opfer zu gelan­gen.