Sun­dern: SPD fei­er­te in Alten­helle­feld ihren 150. Geburts­tag – Fotos

18. April 2013
von Redaktion

Die Grün­dung des All­ge­mei­nen Deut­schen Arbei­ter­ver­eins durch Fer­di­nand Lass­alle im Jahr 1863 gilt als die Geburts­stun­de der SPD und so fei­ert die Par­tei in die­sem Jahr über­all in Deutsch­land ihren run­den Geburts­tag.

So auch in Alten­helle­feld! Dort­hin hat­te der SPD-Stadt­ver­band am Mitt­woch­abend gela­den, denn es galt einen ganz beson­de­ren Sozi­al­de­mo­kra­ten zu ehren.

Wil­li Vogt hat­te vor weni­gen Wochen die Wil­ly-Brandt-Medail­le der SPD erhal­ten, ist schon seit vie­len Jah­ren Trä­ger des Bun­des­ver­dienst­kreu­zes und seit genau 50 Jah­ren Mit­glied in der SPD. Als Rats­mit­glied seit mehr als 40 Jah­ren und lang­jäh­ri­ger Orts­vor­ste­her von Alten­helle­feld hat er viel bewegt und sich weit über Sun­dern hin­aus einen Namen gemacht. In einer Dia­show ließ man die zahl­rei­chen Besu­cher pro­mi­nen­ter SPD-Mit­glie­der von Rudolf Schar­ping über Johan­nes Rau bis zu Ger­hard Schrö­der und Peter Struck noch ein­mal Revue pas­sie­ren, alle hat­te Wil­li Vogt in „sein“ Altes Tes­ta­ment ein­ge­la­den.

Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­der Micha­el Ste­che­le dank­te ihm und wei­te­ren Sozi­al­de­mo­kra­ten, die für ihre 40jährige Mit­glied­schaft geehrt wur­den, mit einer Urkun­de und einem Prä­sent.

Vor den Ehrun­gen gab es aller­dings erst ein­mal eine klei­ne Geschichts­stun­de. Der ehe­ma­li­ge Leh­rer am Sun­de­raner Gym­na­si­um, Wer­ner Neu­haus, ließ in sei­nem Vor­trag die Geschich­te der SPD in Sun­dern seit dem Ende des 1. Welt­krie­ges leben­dig wer­den. Vor­her gab es im Sauer­land kei­ne Ten­den­zen zu „lin­ken“ Par­tei­en, wie der Amt­mann Cla­es­gens stolz nach Arns­berg mel­de­te, und auch in der Wei­ma­rer Repu­blik hat­te die SPD es schwer. Män­ner, bei denen man eine Nei­gung zur SPD oder zur KPD ver­mu­te­te, wur­den von der Kom­mu­ni­on aus­ge­schlos­sen, ein Leh­rer, der die „West­fä­li­sche Rund­schau“ bezog, soll­te aus dem Dienst ent­fernt wer­den und kün­dig­te dar­auf­hin sein Zei­tungs­abo. Schon kurz nach dem Ende des 2. Welt­krie­ges fan­den sich aller­dings Män­ner zusam­men, die die SPD in Sun­dern grün­de­ten. Als ältes­ter Orts­ver­ein gilt der Orts­ver­ein Hach­en. Erst mit der Regie­rungs­über­nah­me durch die Sozi­al­li­be­ra­le Koali­ti­on 1968 spiel­ten die Sozi­al­de­mo­kra­ten um Franz Mün­te­fe­ring und Gerd-Josef Plass eine grö­ße­re Rol­le in der Sun­de­raner Kom­mu­nal­po­li­tik.

Der Gene­ral­se­kre­tär der NRW-SPD André Stin­ka gra­tu­lier­te eben­falls und über­brach­te die Grü­ße von Minis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft. In sei­ner Anspra­che beton­te er vor allem die Wer­te der Sozi­al­de­mo­kra­tie Soli­da­ri­tät und Frei­heit, die in den 150 Jah­ren nichts von ihrer Aktua­li­tät und Wich­tig­keit ein­ge­büßt haben.