Sun­dern: Erneu­ter Trick­dieb­stahl mit Spendensammlermasche

15. Februar 2013
von Redaktion
Polizei im Einsatz

Poli­zei im Einsatz

Sun­dern (Hochsauerland)Am Don­ners­tag gegen 12:00 Uhr wur­de in Sun­dern eine 79jährige Frau bestoh­len. Die Rent­ne­rin war in der Stra­ße Jostes Gäss­chen zwi­schen der Haupt­stra­ße und einem Park­platz an der Röhr zu Fuß unter­wegs. Dort wur­de sie von einer unbe­kann­ten jun­gen Frau auf­ge­hal­ten. Die­se gab vor stumm zu sein und zeig­te der Ange­spro­che­nen ein Klemm­brett, auf dem augen­schein­lich bereits eini­ge Per­so­nen Spen­den ein­ge­tra­gen hatten.

 

Da die jun­ge Frau der Rent­ne­rin leid tat, hol­te sie ihr Porte­mon­naie her­aus, spen­de­te einen Betrag und trug sich auf der „Spen­den­lis­te” ein. Danach wur­de die Spen­de­rin von der jun­gen Frau und einer wei­te­ren Frau, die sich bis dahin im Hin­ter­grund gehal­ten hat­te,  über­schwäng­lich umarmt und geküsst. Gemein­sam ent­fern­ten sich die bei­den Frau­en dann in unbe­kann­te Richtung.

 

Nur weni­ge Augen­bli­cke spä­ter wur­de die 79jährige Frau erneut ange­spro­chen und von einer Pas­san­tin dar­auf hin­ge­wie­sen, ihr Porte­mon­naie dahin­ge­hend zu über­prü­fen, ob sie nicht gera­de von den bei­den Frau­en wäh­rend des Spen­dens und der Umar­mun­gen bestoh­len wor­den sei. Ein Blick in die Geld­bör­se offen­bar­te dann den Diebstahl:

Der Spen­de­rin fehl­te Schein­geld, dass nur durch die bei­den jun­gen Frau­en gestoh­len wor­den sein kann.

 

Die vor­geb­li­chen Spen­der­samm­le­rin­nen wur­den fol­gen­der Maßen

beschrie­ben:

 

- etwa 25 Jah­re alt, mit­tel­blon­de Haa­re und beklei­det mit einem

hell­grau­en Man­tel, dem Erschei­nungs­bild nach

mitteleuropäischer/​deutscher Herkunft.

- Etwa 25 Jah­re alt, mit­tel­blon­de, schul­ter­lan­ge Haa­re, der

Erschei­nung nach eben­falls mitteleuropäischer/​deutscher Herkunft

 

Die Poli­zei bit­tet die Frau, die die Geschä­dig­te nach dem Dieb­stahl ange­spro­chen hat, sich mit der Poli­zei Sun­dern in Ver­bin­dung zu setz­ten. Wei­ter­hin fragt die Poli­zei die Bevölkerung:

Wer hat den Dieb­stahl noch beob­ach­tet? Wem sind die Frau­en im Bereich Sun­dern noch auf­ge­fal­len? Wer wur­de durch die Frau­en ange­spro­chen und um eine Spen­de gebe­ten? Sach­dien­li­che Hin­wei­se bit­te an die Poli­zei Sun­dern unter der Tele­fon­num­mer 02933–90200.

 

Der hier geschil­der­te Tat­her­gang ist der Poli­zei in Nord­rhein-West­fa­len und im Hoch­sauer­land­kreis bes­tens bekannt.

Vor­nehm­lich älte­re Per­so­nen wer­den durch angeb­li­che Spen­den­samm­le­rin­nen ange­spro­chen, die regel­mä­ßig vor­ge­ben stumm oder ander­wei­tig behin­dert zu sein. Mit einem Klemm­brett wird den Spen­dern dann die Sicht ver­deckt und ein Dieb­stahl aus dem Porte­mon­naie oder der Klei­dung aus­ge­führt. Oder aber die Täter bege­hen wäh­rend einer Umar­mung der Spen­der die Diebstähle.

 

Zur Vor­beu­gung die­ser Dieb­stäh­le rät die Polizei:

 

- Hal­ten Sie Abstand zu den Spendensammlerinnen.

- Las­sen Sie sich kei­nes­falls umarmen.

- Spen­den Sie nur an Insti­tu­tio­nen oder Orga­ni­sa­tio­nen, die Ihnen

bekannt sind.

- Spen­den Sie per Überweisung.

- Schaf­fen Sie Auf­merk­sam­keit Ihres Umfelds, in dem Sie weitere

Per­so­nen anspre­chen, die sich in der Nähe auf­hal­ten. Rufen Sie

Not­falls laut um Hilfe

- Blei­ben Sie wach­sam und miss­trau­isch. Las­sen Sie Ihr Mitgefühl

für Ande­re nicht der­art scham­los ausnutzen.

- Infor­mie­ren Sie umge­hend die Poli­zei über den Not­ruf 110.