Sun­dern: Ale­vi­ti­sche Gemein­de des HSK plant in Sun­dern ambi­tio­nier­tes Pro­jekt

14. Mai 2016
von Redaktion

Aleviten 13.05 (11)Sun­dern: Da die Kapa­zi­tät der vor­han­de­nen Räu­me im Lock­weg für die wach­sen­de Gemein­de völ­lig unzu­rei­chend ist, stell­te der Vor­sit­zen­de Mahir Sahin gemein­sam mit Bür­ger­meis­ter Bro­del die Pla­nun­gen für eine inter­kul­tu­rel­les Bür­ger- und Begeg­nungs­stät­te vor. Nach den Vor­stel­lun­gen der ale­vi­ti­schen Gemein­de­mit­glie­der sol­len durch das Pro­jekt Räum­lich­kei­ten – auch mit Mehr­fach­nut­zung – für ver­schie­de­ne Ver­ei­ne, Bür­ger, Kul­tur­schaf­fen­de und Künst­ler geschaf­fen wer­den. Offe­ne Jugend­ar­beit spielt eben­so wie ein inter­kul­tu­rel­les Hil­fe­zen­trum für Fami­li­en in den Pla­nun­gen eine wich­ti­ge Rol­le. Dar­über hin­aus wird die ale­vi­ti­sche Gemein­de die Mög­lich­keit haben in den zu schaf­fen­de Räu­men ein Cem­haus (Gebets­haus) zu betrei­ben. Gemein­sam mit dem Deut­schen Pari­tä­ti­schen Wohl­fahrts­ver­band (DPWV) wur­de bereits über die Kon­zep­ti­on und Finan­zie­rung umfas­send dis­ku­tiert und die För­der­mög­lich­kei­ten geprüft.
Grund­stü­cke oder Gebäu­de wer­den gesucht
Die Suche nach einem geeig­ne­ten Grund­stück oder Gebäu­de stellt sich im Augen­blick aller­dings als schwie­rig dar. „Alle Mög­lich­kei­ten inner­halb des Stadt­ge­bie­tes“, so Mahir Sahin, „die zur Rea­li­sie­rung des Pro­jek­tes ange­bo­ten wer­den, wer­den genau­es­tens auf Mach­bar­keit geprüft“.
Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del: „Es ist, wie ich fin­de, eine wirk­lich gute Idee ein sol­ches Zen­trum hier in Sun­dern zu errich­ten und nicht sonst irgend­wo im HSK. Die ale­vi­ti­sche Gemein­de fühlt sich in Sun­dern wohl und soll auch hier blei­ben. Damit wird unse­re Stadt wei­ter­wach­sen. Dar­über hin­aus wer­den zusätz­li­che und immer wich­ti­ger wer­den­de sozia­le Anker­punk­te für unse­re bun­ter wer­den­de Stadt und die ver­schie­de­nen Bevöl­ke­rungs­grup­pen geschaf­fen“.
 
Seit Jahr­zehn­ten leben etwa eine Mil­lio­nen Ale­vi­ten in Deutsch­land. Die meis­ten von ihnen stam­men aus der Tür­kei, in der sie teil­wei­se als nicht rich­ti­ge Mus­li­me aus­ge­grenzt wer­den. Im Hoch­sauer­land­kreis leben zir­ka 350 bis 400 Mit­bür­ger mit ale­vi­ti­schem Glau­ben.