SPD will bei Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­gen abwar­ten

9. November 2018
von Redaktion

Sun­dern. Der Rat der Stadt Sun­dern hat­te Ende Sep­tem­ber eine Reso­lu­ti­on an die Lan­des­re­gie­rung ver­fasst, mit dem Ziel Bür­ge­rin­nen und Bür­ger bei der Finan­zie­rung von Kom­mu­nal­stra­ßen zu ent­las­ten. Um unnö­ti­ge Här­ten zu ver­mei­den soll­ten nach Wil­len von Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del die für 2019 geplan­ten Stra­ßen­bau­pro­jek­te, bei denen die Anwoh­ner an der Finan­zie­rung zu betei­li­gen sind, gestoppt wer­den, bis dass das Land über die Reso­lu­ti­on ent­schie­den hat. Die Pro­jek­te um ein oder zwei Jah­re zu ver­schie­ben wäre kein Pro­blem gewe­sen und stellt ein kein Risi­ko dar. „Wir haben im Stadt­ge­biet an vie­len Stel­len Sanie­rungs­stau, so dass der kom­mu­na­le Finan­zie­rungs­an­teil aus die­sen Pro­jek­ten sinn­voll umge­lei­tet wer­den kann“, bedau­ert Micha­el Ste­che­le, SPD Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der die Ableh­nung des zustän­di­gen Pla­nungs­aus­schus­ses. Die leit­tra­gen­den sind jetzt die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Stra­ßen Hengs­ten­berg und Stühl­hahns­weg. „Die SPD Frak­ti­on im NRW Land­tag hat inzwi­schen einen Gesetz­ent­wurf ein­ge­bracht, nach­dem Bür­ge­rin­nen und Bür­ger hier zukünf­tig von Bei­trä­gen befreit wer­den, “ ergänzt Ste­che­le. Der Druck im Land ist groß, so dass mit einer Ver­än­de­rung der Bei­trags­pflicht zu rech­nen ist. Bedau­er­lich für alle, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zah­len muss­ten, ärger­lich für die, die im lau­fen­den Klä­rungs­ver­fah­ren zur Kas­se gebe­ten wer­den, nur weil ohne Not noch Ent­schei­dun­gen zu Las­ten der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger getrof­fen wer­den.

 

„Es ist scha­de“, so Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del, „dass man nicht wenigs­tens das nächs­te Jahr abge­war­tet hat. Der Druck auf die Lan­des­re­gie­rung wird immer grö­ßer. Auch die von mir ein­ge­brach­te Reso­lu­ti­on liegt mitt­ler­wei­le in Düs­sel­dorf und wird dort dis­ku­tiert. Für die Betrof­fe­nen der Stra­ßen Hengs­ten­berg und Stühl­hahns­weg ist der Ent­schluss wohl kaum nach­voll­zieh­bar“.

 

Ziel der vom Bür­ger­meis­ter im Som­mer vor­ge­schla­ge­nen und im Stadt­rat ver­ab­schie­de­ten Reso­lu­ti­on ist es, den Städ­ten und Gemein­den die Mög­lich­keit zu geben, über die Ein­füh­rung jähr­lich wie­der­keh­ren­den Bei­trä­gen für Abrech­nungs­ge­bie­te bestim­men zu kön­nen. „So wur­de eine Chan­ce zum Nach­teil der im nächs­ten Jahr betrof­fe­nen Fami­li­en ver­tan. Denn häu­fig ist es beson­ders für jun­ge Fami­li­en, Allein­ste­hen­de oder Rent­ner nahe­zu unmög­lich die­se enor­men Beträ­ge auf­zu­brin­gen“.

Damit die augen­blick­li­che Situa­ti­on noch ein­mal inten­siv dis­ku­tiert wer­den kann, hat die SPD – Frak­ti­on daher bean­tragt, das The­ma für die Sit­zung des zustän­di­gen Fach­aus­schuss am 6. Dezem­ber noch ein­mal auf die Tages­ord­nung zu set­zen. Im Fall von wei­te­rem Bera­tungs­be­darf, könn­te, nach Ansicht der SPD – Frak­ti­on, die The­ma­tik gege­be­nen­falls dann auch noch in der Rats­sit­zung am 13. Dezem­ber behan­delt wer­den.