SPD-Frak­ti­on besucht Fazen­da da Espe­r­an­ça in Hellefeld

8. März 2013
von Redaktion

IMG_2017Sun­dern (Hoch­sauer­land) Im April 2012 weih­te der Pader­bor­ner Erz­bi­schof Hans-Josef Becker das ehe­ma­li­ge Schwes­tern­haus in Helle­feld ein als „Fazen­da da Espa­ran­ca“ (Hof der Hoffnung).

Hier wird jun­gen Frau­en die Mög­lich­keit gebo­ten, sich in einer 12-mona­ti­gen Reku­pera­ti­on (lat. recup­er­a­re = sich wie­der­ge­win­nen) von Drogen‑, Alkohol‑, Medikamenten‑, Spiel- und Inter­net­sucht aber auch von Ess­stö­run­gen, Depres­sio­nen, Bur­nout usw. zu befrei­en und ein neu­es Leben zu beginnen.

Zu die­ser Erfah­rung wird das Leben auf dem Hof von drei Säu­len gestützt, näm­lich die der Gemein­schaft, der Arbeit und der Spiritualität.

Die fami­li­en­ähn­li­chen Wohn­grup­pen wer­den beglei­tet von der Hof­lei­te­rin Michae­la Fikus sowie 2 wei­te­ren Mit­glie­dern der Gemein­schaft „Fami­lie der Hoffnung“.

Die Spi­ri­tua­li­tät ist ein sehr wich­ti­ger Punkt im Leben auf der Fazen­da: mor­gens wird der Tag mit Gebet und Lesen des Evan­ge­li­ums begonnen.

Aber auch die Arbeit ist beim gere­gel­ten Tages­ab­lauf für die jun­gen Men­schen von gro­ßer Bedeu­tung, weil dadurch Struk­tur und Selbst­ver­trau­en wie­der­ge­won­nen wer­den. Außer­dem machen die Jugend­li­chen die Erfah­rung, Neu­es zu erler­nen mit dem Bewusst­sein, dass die Arbeit gleich­zei­tig zur Finan­zie­rung des Hau­ses bei­trägt. Im eige­nen Hof­la­den wer­den selbst­her­ge­stell­te Mar­me­la­den, Säf­te, Hand­ar­beit und auch Pro­duk­te von ande­ren Fazen­das angeboten.

Jeden Sonn­tag laden die Haus­be­woh­ne­rin­nen ab 15.00 Uhr zu Kaf­fee und Kuchen ins Hof­ca­fé ein,  anschlie­ßend wird um 17.00 Uhr ein Got­tes­dienst in der Kapel­le gefei­ert. Die Fazen­da bie­tet auch Grup­pen­un­ter­künf­te für bis zu 35 Per­so­nen an , auch dadurch wird zum Selbst­un­ter­halt des Hofes bei­getra­gen.   Heu­te leben im ehe­ma­li­gen Schwes­tern­haus neben der Lei­te­rin Michae­la Fikus und ihren bei­den Hel­fe­rin­nen 5 Reku­per­an­tin­nen, 1 ehe­ma­li­ge Reku­per­an­tin und 3 Schwes­tern der christ­li­chen Lie­be aus Pader­born. Die Haus­be­woh­ne­rin­nen füh­len sich wohl in ihrem neu­en Zuhau­se und auch gut akzep­tiert in Hellefeld.

Die Fazen­da da Espa­ran­ca Bewe­gung ent­stand vor 30 Jah­ren in Bra­si­li­en. 2010 wur­de sie von der katho­li­schen Kir­che in Rom aner­kannt. In Deutsch­land gibt es 5 Fazen­das, welt­weit sind es über 70, in denen über 2500 Men­schen dar­an arbei­ten, ihre Pro­ble­me zu lösen und ein neu­es, selbst­ver­ant­wort­li­ches Leben zu beginnen.

Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Jür­gen ter Braak regt an, dass Frau  Fikus das Pro­jekt dem Jugend­hil­fe-Aus­schuss vorstellt.