Sai­son­auf­takt in der Regionalliga:

29. September 2013
von Redaktion

Sai­son­auf­takt in der Regio­nal­li­ga: Tot­ge­glaub­te leben län­ger – RC Sor­pe­see dreht ver­lo­ren geglaub­tes Spiel gegen SV BW Dingden

Sun­dern Lang­scheid Sor­pe­see . 2,5 h waren gespielt in einem ech­ten Vol­ley­ball­kri­mi im Schul­zen­trum Sun­dern, da schick­te sich der RC Sor­pe­see in Per­son von Mann­schafts­füh­re­rin Kirs­ten Plat­te an, dem Spiel gegen den SV BW Ding­den eine letz­te und ent­schei­den­de Wen­de zu geben. Mit einer Ener­gie­leis­tung dreh­te das Team vom See den 7:9 Rück­stand und ließ bis zum Ende des Spiels gegen einen bären­star­ken Gast aus Ding­den nur noch einen Punkt zu. Zuvor bot sich den zahl­rei­chen Zuschau­ern in der Hal­le und bei­den Betreu­er­teams ein Kampf, den man wohl nicht bes­ser hät­te insze­nie­ren kön­nen. Blitz­start-Tod und Auf­er­ste­hung so kann man das Gesche­hen aus Sicht des RC Sor­pe­see tref­fend zusam­men­fas­sen. Bis zum 17:10 im ers­ten Satz ging die Marsch­rou­te der Gast­ge­be­rin­nen unter der Regie von Johan­na Fri­k­kel bes­tens auf. Druck­vol­le Auf­schlä­ge, varia­bles Spiel und vor allem eine kon­stant gute Annah­me setz­ten das Gäs­te­team um den stark coa­chen­den Olaf Bet­ting unter Druck. Der ers­te Satz geriet ab dem 22:22 zu einer Zit­ter­par­tie, die die am Ende hell­wa­che Mann­schaft vom Sor­pe­see aber für sich ent­schied. 25:23 die 1:0 Satz­füh­rung und ein tol­ler Start in die Regio­nal­li­ga­sai­son. Danach spiel­te für sehr lan­ge Zeit nur noch ein Team in Sun­dern und das war der bären­star­ke Gast von der hol­län­di­schen Gren­ze. Per­fek­te Orga­ni­sa­ti­on in Abwehr und Annah­me, star­ke Auf­schlä­ge und end­los vie­le Lösungs­mög­lich­kei­ten im Angriff trie­ben den RCS zur Ver­zweif­lung. So war dem jun­gen Team aus dem HSK die Ver­kramp­fung ab Satz 2 zuneh­mend anzu­se­hen. Was man auch anpack­te es schie­nen immer die ent­schei­den­den Zen­ti­me­ter zu feh­len. Über Außen racker­ten Nico­le Frei­burg, Katha­ri­na Schul­te-Schma­le und Leo­nie Hoff­mann, über die Mit­te wehr­ten sich Fran­zis­ka Mei­er, Kirs­ten Plat­te, Tabea Thiel­mann und Johan­na Voß nach Kräf­ten, im Zuspiel pro­bier­te Johan­na Fri­k­kel einen Trick nach dem ande­ren und Dia­go­nal lie­fer­te sich Kim­mi Drew­ni­ok ein auf­rei­ben­des Duell mit der Links­hän­de­rin des Gäs­te­teams, die eben­falls auf der Dia­go­na­len zum Ein­satz kam. Lisa Hen­ne­cke ver­such­te den Laden in Abwehr und Annah­me zusam­men­zu­hal­ten aber alle Bemü­hun­gen fruch­te­ten nicht. Satz 2 und 3 gin­gen an die Gäs­te und beim 16:9 für Ding­den in Satz 4 war die Null­run­de für die meis­ten Beob­ach­ter in der Hal­le und nach ehr­li­cher Aus­sa­ge nach dem Spiel auch für das Schieds­ge­richt gebucht: „Ding­den eine Num­mer zu groß für den RCS“ hät­te die Schlag­zei­le hei­ßen kön­nen aber es kam anders… Es war wie­der ein­mal einer die­ser Vol­ley­ball­aben­de, die man nur in Sun­dern erle­ben kann. Die Fans trie­ben die Mann­schaft an, von der Bank lenk­te Linus Tepe die Auf­schlä­ge in immer bes­se­ren tak­ti­schen Vari­an­ten und Phy­sio Anne Schmitz fie­ber­te bei jedem Punkt mit. Der RCS kam zurück, mit einem Kraft­akt und einer men­ta­len Stär­ke, die vie­len ein Kopf­schüt­teln und Augen­rei­ben abnö­tig­te, kämpf­te man sich Punkt für Punkt her­an. Beim 22:23 war die Lücke fast geschlos­sen, beim 22:24 stand man aber wie­der mit dem Rücken zur Wand. Was folg­te war Span­nung pur, man hät­te die Luft auf dem Cen­ter­court schnei­den kön­nen. Die Hal­le brann­te, und die nach Satz­bäl­len des RCS und Match­bäl­len für Ding­den sicher­te sich der RCS den vier­ten Satz mit 30:28. Plötz­lich war es wie­der da das Fun­keln in den Augen und man ließ sich trotz des erneu­ten Rück­stan­des nicht mehr ver­un­si­chern. Der RCS war zurück und schaff­te es mit ver­ein­ten Kräf­ten tat­säch­lich eins der kampf­stärks­ten Teams der Liga sprich­wört­lich nie­der­zu­rin­gen. Die fan­tas­ti­sche Kulis­se im Sport­zen­trum tat ihr übri­ges, und beim 15:10 bra­chen beim Team alle Däm­me. Was bleibt sind zwei wert­vol­le Punk­te und die Gewiss­heit, dass der Glau­be Ber­ge ver­set­zen kann. So kann man sich freu­en auf die nächs­ten Auf­trit­te des RCS und wei­te­re denk­wür­di­ge Spie­le, die man am bes­ten gemein­sam über­steht. Für den RCS aktiv: Kim­ber­ly Drew­ni­ok, Nico­le Frei­burg, Johan­na Fri­k­kel, Lisa Hen­ne­cke, Leo­nie Hoff­mann, Fran­zis­ka Mei­er, Kirs­ten Plat­te, Katha­ri­na Schul­te-Schma­le, Tabea Thiel­mann, Johan­na Voß, Linus Tepe und Anne Schmitz