Rege Dis­kus­sio­nen um Zukunft der Dör­fer beim ers­ten Kneipengespräch

8. Juli 2013
von Redaktion

Rege Dis­kus­sio­nen um Zukunft der Dör­fer beim ers­ten Kneipengespräch

Win­ter­berg: Enger Aus­tausch zwi­schen Bür­gern und Poli­ti­kern – nächs­tes Tref­fen in Niedersfeld

Die Zukunft der Win­ter­ber­ger Orts­tei­le stand beim ers­ten Knei­pen­ge­spräch des Ver­eins für Stadt­mar­ke­ting Win­ter­berg mit sei­nen Dör­fern, Lokal­po­li­ti­kern und Bür­gern auf dem Prüf­stand. Um den Dia­log anzu­fa­chen, stell­te Geschäfts­füh­rer Micha­el Beck­mann gleich zu Anfang die pro­vo­kan­te Fra­ge, ob es denn über­haupt eine Zukunft gäbe.

Dis­kus­si­ons­stoff für eine leb­haf­te Run­de bei der für eine Pre­mie­re gut besuch­ten der neu­en Ver­an­stal­tungs­rei­he. Mit den Bür­gern ins Gespräch zu kom­men und akti­ve Mit­ge­stal­tung an der Stadt­ent­wick­lung zu erwir­ken, will der Stadt­mar­ke­ting­ver­ein in per­sön­li­cher Atmo­sphä­re erreichen.

Vor dem Hin­ter­grund des demo­gra­fi­schen Wan­dels wan­dern aller­orts jun­ge Leu­te ab, Läden schlie­ßen, auch in Sied­ling­hau­sen. Leer­stän­de sowohl bei Wohn­häu­sern als auch bei Geschäfts­im­mo­bi­li­en sind eines der Sym­pto­me. Da in Sied­ling­hau­sen – anders als in vie­len ande­ren Orten der Feri­en­welt Win­ter­berg – der Tou­ris­mus rück­läu­fig ist, spü­ren dies Ein­zel­händ­ler und Gas­tro­no­men inzwi­schen deutlich.

Die Teil­neh­mer des Knei­pen­ge­sprä­ches sahen den­noch recht posi­tiv in die Zukunft. Und war­te­ten gleich mit Lösungs­vor­schlä­gen auf. So mahn­ten sie selbst­kri­tisch an, vor­han­de­ne Ange­bo­te nut­zen zu müs­sen, um sie zu sichern – bei­spiels­wei­se beim Ein­kauf in den Geschäf­ten vor Ort. So wird in Sied­ling­hau­sen deut­lich, in wel­chem Maß der Tou­ris­mus zum Erhalt der Infra­struk­tur und der Lebens­qua­li­tät beiträgt.

Pro­ble­ma­ti­sche Immo­bi­li­en, die schon lan­ge leer ste­hen und da Orts­bild nega­tiv prä­gen, sinn­voll zu nut­zen, war eine wei­te­re Über­le­gung. Krea­ti­ve Ideen zur attrak­ti­ve­ren Gestal­tung der Orts­mit­te kamen hin­zu. Und auch an die älte­re Genera­ti­on dach­ten die Teil­neh­mer – für Senio­ren müs­sen mehr Ange­bo­te her.

Eine grö­ße­re Wert­schät­zung von Hand­werks­be­ru­fen sei drin­gend erfor­der­lich, stell­te die Run­de fest. Die Unter­neh­men haben Schwie­rig­kei­ten, jun­ge Men­schen für das Hand­werk zu begeis­tern und dort auch zu hal­ten. Es fin­de nicht nur eine Abwan­de­rung jun­ger Men­schen aus der Regi­on her­aus statt, son­dern auch von aus­ge­bil­de­ten jun­gen Men­schen aus dem Hand­werk hin­ein in die Indus­trie­un­ter­neh­men der Region.

Nicht zuletzt war­fen die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen um das Over­sum Vital Resort vie­le Fra­gen auf. Bür­ger­meis­ter Wer­ner Eick­ler lie­fer­te Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand.

„Das ers­te Knei­pen­ge­spräch hat sich als wert­vol­ler Aus­tausch erwie­sen, der wich­ti­ge Hin­wei­se auf das lie­fer­te, was die Unter­neh­men bewegt“, zieht Micha­el Beck­mann Bilanz. Vie­le Teil­neh­mer lob­ten, die­se direk­te, per­sön­li­che Art des Aus­tauschs hebe sich posi­tiv ab von der ansons­ten zuneh­men­den, zum Teil anony­me Kom­mu­ni­ka­ti­on über sozia­le Netz­wer­ke, Blogs und E‑Mails. Das nächs­te Knei­pen­ge­spräch fin­det im Novem­ber in Nie­ders­feld statt.