Per­so­nel­le Res­sour­cen für die Umset­zung der Inklusion

22. März 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. NRW. Vie­le Betei­lig­te machen sich Sor­gen, ob ihnen für die Umset­zung der Inklu­si­on zusätz­li­che per­so­nel­le Res­sour­cen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den und was aus den bis­her bestehen­den För­der­schu­len wird. Die Lan­des­re­gie­rung hat am 19.03.2013 einen Gesetz­ent­wurf zur Inklu­si­on beschlos­sen. In der dazu ver­öf­fent­lich­ten Pres­se­mit­tei­lung des Schul­mi­nis­te­ri­ums wird auch auf die zusätz­li­chen Leh­rer­stel­len für das “gemein­sa­me Ler­nen” ein­ge­gan­gen (http://​www​.schul​mi​nis​te​ri​um​.nrw​.de/​B​P​/​P​r​e​s​s​e​/​P​r​e​s​s​e​m​i​t​t​e​i​l​u​n​g​e​n​/​A​r​c​h​i​v​/​L​P​1​6​/​P​M​_​2​0​1​3​/​p​m​_​1​9​_​0​3​_​2​0​1​3​.​h​tml)
“Wir set­zen die VN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on um und gehen dabei schritt­wei­se und mit Augen­maß vor. Der Gesetz­ent­wurf hält die Balan­ce zwi­schen den unter­schied­li­chen Inter­es­sen von Kin­dern und Jugend­li­chen mit und ohne Behin­de­rung, ihren Eltern, den Schu­len, den Lehr­kräf­ten und den kom­mu­na­len Schul­trä­gern. Inklu­si­on ist eine Chan­ce, unse­re Gesell­schaft rei­cher, tole­ran­ter, offe­ner und mensch­li­cher zu machen. Sie wird an vie­len Schu­len Nord­rhein-West­fa­lens erfolg­reich gelebt”, beton­te die Ministerin.
Eltern von Schü­le­rin­nen und Schü­lern mit einem Bedarf an son­der­päd­ago­gi­scher Unter­stüt­zung sol­len aber wei­ter­hin die För­der­schu­len wäh­len kön­nen, wenn sie dies vor­zie­hen und vor Ort ein ent­spre­chen­des Ange­bot vor­han­den ist. Das Land schafft also kei­ne För­der­schu­len mit bestimm­ten För­der­schwer­punk­ten ab. …
Der Gesetz­ent­wurf macht kei­ne Aus­sa­gen zu den Min­dest­grö­ßen von För­der­schu­len. Die­ser Sach­ver­halt ist Gegen­stand einer ent­spre­chen­den Ver­ord­nung. Die Minis­te­rin kün­dig­te an, dass mit den Kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den und den Land­schafts­ver­bän­den in Kür­ze auch Gesprä­che über die beab­sich­tig­te Neu­fas­sung geführt wer­den sollen.
Mit dem Gesetz­ent­wurf hat das Kabi­nett zudem ein Finan­zie­rungs­kon­zept zur Unter­stüt­zung des gemein­sa­men Ler­nens gebil­ligt. Der­zeit wird das gemein­sa­me Ler­nen mit etwa 1.200 zusätz­li­chen Leh­rer­stel­len unter­stützt, von denen knapp 700 seit 2011 neu hin­zu­ge­kom­men sind. Das Kon­zept sieht vor, dass bis zum Ende der Legis­la­tur­pe­ri­ode gegen­über dem lau­fen­den Schul­jahr wei­te­re 1.800 zusätz­li­che Leh­rer­stel­len zur Unter­stüt­zung bereit­ge­stellt wer­den. Dar­über hin­aus beab­sich­tigt die Lan­des­re­gie­rung, ein Unter­stüt­zungs­bud­get für die Schu­len im Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess bereit zu stel­len, das bis 2015 schritt­wei­se auf 200 Leh­rer­stel­len anwach­sen soll. Damit kann nach Ein­schät­zung der Lan­des­re­gie­rung bis 2017 eine Inklu­si­ons­quo­te von etwa 50 Pro­zent erreicht wer­den. In die­sem Schul­jahr liegt sie bei rund 25 Pro­zent. “Die­se ins­ge­samt 2.000 zusätz­li­chen Leh­rer­stel­len gegen­über dem lau­fen­den Schul­jahr wer­den sich posi­tiv auf die Qua­li­tät des gemein­sa­men Ler­nens aus­wir­ken. Ent­schei­dend für den Inklu­si­ons­pro­zess ist aber der Wil­le der Betrof­fe­nen”, erklär­te die Ministerin.”
Rech­net man die zusätz­li­chen Stel­len nach der Ein­woh­ner­zahl in NRW um, erge­ben sich für den HSK ca. 30 zusätz­li­che Leh­rer­stel­len für die Inklusion.
Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)