Obe­re Ruhr­tal­bahn: Kreis­wirt­schafts­aus­schuss ein­stim­mig für zwei­glei­si­ge Sanie­rung der west­li­chen Tun­nel

5. Juni 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Mit einem ein­stim­mi­gen Votum an den Kreis­tag, der am 21. Juni tagt, emp­fiehlt der Kreis­wirt­schafts­aus­schuss, den Zweck­ver­band Ruhr-Lip­pe (ZRL) in den Ver­hand­lun­gen mit der DB Netz AG zu unter­stüt­zen, bei der geplan­ten Sanie­rung auf der Obe­ren Ruhr­tal­bahn auf einer zwei­glei­si­gen Sanie­rung des Glö­sin­ger und Frei­en­oh­ler Tun­nels zu bestehen.

 

Gleich­zei­tig sol­le zur Finan­zie­rung auf die zwei­glei­si­ge Sanie­rung des Elle­ring­hau­ser Tun­nels in Höhe von 84 bis 98 Mil­lio­nen Euro ver­zich­tet wer­den – vor­erst: im Grund­satz ver­folgt der Aus­schuss nach wie vor die durch­gän­gi­ge Zwei­glei­sig­keit auf der gesam­ten Stre­cke. Denn eine zwei­te Tun­nel­röh­re für den Elle­ring­hau­ser Tun­nel sei nach erfolg­ter zwei­glei­si­ger Sanie­rung der west­li­chen Tun­nel immer noch mög­lich.

 

„Wir soll­ten als Aus­schuss jetzt aber ein Zei­chen set­zen und uns einen Schritt auf die DB Netz zu bewe­gen. Mit den Ein­spa­run­gen beim Elle­ring­hau­ser Tun­nel  kön­nen wir auf einer rea­lis­ti­schen Grund­la­ge for­dern, dass die für die zwei­glei­si­ge Sanie­rung der bei­den west­li­chen Tun­nel erfor­der­li­chen 25 Mil­lio­nen Euro von der DB inves­tiert wer­den müs­sen“, so Aus­schuss-Vor­sit­zen­der Hans-Wal­ter Schnei­der.

 

Der Vor­schlag des Aus­schus­ses ori­en­tiert sich im Wesent­li­chen an der gemein­sam von ZRL und dem Ver­kehrs­ver­band West­fa­len in Auf­trag gege­be­nen Unter­su­chung zu den Anfor­de­run­gen an die Ent­wick­lung der Infra­struk­tur auf der Obe­ren Ruhr­tal­bahn.

 

ZRL-Geschäfts­füh­rer Micha­el Dub­bi hat­te zuvor den Mit­glie­dern des Aus­schus­ses den kon­kre­ten Vor­schlag für die Infra­struk­tur­struk­tur­pla­nung erläu­tert. Sie beru­hen auf der Basis der Unter­su­chungs­er­geb­nis­se des renom­mier­ten Schwei­zer Gut­ach­ters SMA und Part­ner AG.

 

Ein­hel­li­ger Tenor im Aus­schuss war, dass die Obe­re Ruhr­tal­bahn auf­grund der Ver­net­zung des Hoch­sauer­lan­des mit dem Bal­lungs­raum eines der wich­tigs­ten Schie­nen­pro­jek­te in West­fa­len ist. Deren Bedeu­tung für Wirt­schaft, Tou­ris­mus Pend­ler und Bevöl­ke­rung wer­de in den kom­men­den Jah­re wei­ter zuneh­men, so die Ein­schät­zung durch den Aus­schuss.

 

Das beleg­ten auch die vor­ge­tra­ge­nen Zah­len:  So war allein zwi­schen 1997 und 2010 ein Fahr­gast­zu­wachs von bis zu 64 Pro­zent zu ver­zeich­nen. Dazu kom­men Belas­tungs­spit­zen in der Win­ter­sport- und Rad­sai­son mit bis zu 2.500 Fahr­gäs­ten am Wochen­en­de.